Kunstquartier Hagen Foto: M Kleinrensing
Kunstquartier Hagen
Das Kunstquartier Hagen bereichert ab dem 28. August 2009 als neuer Ausstellungs- und Veranstaltungsort die Kulturlandschaft der Metropole Ruhr und Nordrhein- Westfalens. Hier erlebt der Besucher in zwei ganz unterschiedlichen Museen ein breites Panorama von Kunstwerken zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion.
Emil Schumacher, Paseo, 1999, Emil Schumacher Stiftung Hagen
Emil Schumacher Museum
Das Emil Schumacher Museum widmet sich dem Lebenswerk des Hagener Künstlers, einem der bedeutendsten Vertreter europäischer expressiver Malerei der Nachkriegszeit. Die Dauerausstellung reicht vom Frühwerk Schumachers bis zu seinen großen Leinwänden der 90er Jahre und umfasst Ölgemälde, Gouachen, Grafiken, Keramik und Porzellan.
Das ESMH versteht sich als Zentrum der Erforschung expressiver Malerei nach 1945. Mit seinem Ausstellungsprogramm wird es den Künstler Emil Schumacher im Zusammenhang mit parallelen internationalen Entwicklungen der Kunst und seinem zeitlichen Umfeld präsentieren.
Darüber hinaus wird es in regelmäßigen Ausstellungen junger Künstler vorstellen, deren Arbeit in formaler oder inhaltlicher Nähe zum Werk Schumachers steht. Ausgehend von seiner umfassenden Sammlung will das Museum zeitgenössischen Strömungen nachgehen, die Themen, Formen und Methoden Schumachers aufgreifen.
Christian Rohlfs, Mohnblumen, 1929
Osthaus Museum
Das Osthaus Museum Hagen präsentiert seine Sammlung im ehemaligen, von dem belgischen Jugendstil-Architekten Henry van de Velde gestalteten Folkwang-Gebäude am Museumsplatz im Zentrum von Hagen. Seit der umfassenden Rekonstruktion des Interieurs wird die ursprüngliche Konzeption des von Karl Ernst Osthaus um 1900 initiierten Museumsbaus nachvollziehbar, die den Eindruck eines organisch aufgefassten Gesamtkunstwerks vermittelt.
Das grundlegend sanierte und erweiterte Osthaus Museum bietet intensive Begegnungen mit künstlerischen Ausdrucksformen: von der klassischen Moderne, insbesondere mit Hauptwerken des deutschen Expressionismus, bis hin zu zeitgenössischen Positionen. Das frisch gegründete "Junge Museum" erprobt neue Zugänge zur Kunst für Menschen jeglicher Herkunft und jeden Alters.
Das Osthaus Museum Hagen verfügt über rund 1000 Werke der Malerei, knapp 800 Plastiken und Skulpturen sowie circa 250 Künstler-Objekte. Ein Höhepunkt ist eine der umfangreichsten Christian Rohlfs-Sammlungen im öffentlichen Besitz. Hinzu kommen über 5000 Arbeiten auf Papier, nahezu 700 Arbeiten angewandter Kunst, über 100 Installationen sowie ca. 2000 Mappen, Bücher und Objektkästen in der raumfüllenden Präsentation „Architektur der Erinnerung" von Sigrid Sigurdsson.