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Amt für Brand- und Katastrophenschutz

Chronik - die Geschichte des Brandschutzes in der Stadt Hagen
 
Rückblick

Bei der Schilderung der Anfänge eines geordneten Brandschutzes in der Stadt Hagen, muß berücksichtigt werden, dass Hagen nur auf eine verhältnismäßig kurze Geschichte als Stadt zurückblicken kann (Verleihung der Stadtrechte 1746).


Erstmals erwähnt wird ein Hof Hagen um das Jahr 1070 in Schriften des Kölner Erzbischofs Anno II. Aus diesem Hof hat sich dann im Laufe der Jahrhunderte ein Kirchdorf entwickelt. Im Jahr 1699 wird über eine große Feuersbrunst berichtet. Leider ist nicht mehr darüber bekannt. 1722 berichtet der Justiz- und Steuerrat F.W. Motzfeld erstmals über Vorkehrungen zum Brandschutz in Hagen. Hagen wird als ein Ort mit 675 Einwohnern geschildert der aus 131 Häusern und 3 Gütern besteht. Laut Bericht wurden in Hagen 41 große Brandleitern, 12 Feuerhaken und 12 Feuereimer zur Brandbekämpfung vorgehalten. Es wurde dringend empfohlen, eine Feuerspritze und weiteres Material zu beschaffen! Nur zwei Jahre nach diesem Bericht, brach am Abend des 6. September 1724 im Hause des Försters Dähnert ein Brand aus!


Der „Flecken“ Hagen erstreckte sich damals entlang der heutigen Frankfurter Straße und Mittelstraße, mit seinem Kern rund um die Johanniskirche. Von 132 Häusern waren nur 6 mit Ziegeln und 8 mit Steinen gedeckt. Von 20 Scheunen, Brau- und Backhäusern nur 2 mit Ziegeln! Eine gleich nach dem Brand durchgeführte Untersuchung ergab 65 abgebrannte Häuser und 20 abgebrannte Scheunen und Backhäuser.


Als Sachverständiger wurde der Architekt Johann Michael Moser verpflichtet, der genaue Pläne anfertigte und Vorschläge für den Wiederaufbau erarbeitete. Auf diese Weise wurden die ersten Stadtpläne von Hagen überliefert. Basierend auf den Vorschlägen von J. M. Moser erging durch die Preußische Regierung am 18. Januar 1725 die erste Bauordnung für den Wiederaufbau des „Fleckens“ Hagen. Diese Bauordnung kann somit als Beginn eines vorbeugenden baulichen Brandschutzes in Hagen betrachtet werden. Dieser Vorbeugende Brandschutz ist bis heute ein wichtiger Bestandteil eines organisierten Brandschutzes.

 
Daten und Fakten

  • 1731 wird erstmals über eine Besoldung in Höhe von 3 Talern für einen Ober– Brand–Meister in Hagen berichtet (Competenz – Etat des Accise – baren – Flecken Hagen).

  • 1733 wird durch die Celvische Kriegs- und Domänenkammer ein „Rathäuslichens Reglement und Instruction für den Magistrat des „Fleckens Hagen“ herausgegeben. Die Aufgaben des Ober–Brand–Meisters und eines Unter – Brand – Meisters werden geregelt. In Kurzform: Der zweite Ortsvorsteher soll regelmäßig mit den genannten Brandmeistern die Löschgeräte in Hagen überprüfen und bei Beschädigungen für eine unverzügliche Reparatur sorgen.

  • 1734: Laut einer Zeitungsmeldung aus 1952 soll im heutigen Ortsteil Fley bereits 1734 eine Feuerspritze vorhanden gewesen sein.

  • 1735: Die Anschaffung von Löschgeräten stieß nicht immer auf Verständnis. Der damalige Richter und Bürgermeister von Hagen wurde angeklagt. Er hatte sich erlaubt, aus dem Erlös von Grundstücksverkäufen Brandgerätschaften zu kaufen!

  • 03. September 1746: Verleihung der Stadtrechte.

  • 20. April 1773: Für die Stadt Hagen gilt die „Feuer- und Brandordnung der Städte der Grafschaft Mark“.

  • 1822: In Eilpe soll eine von dem Hagener Kupferschmied Firma Severin jun. konstruierte Feuerspritze angeschafft worden sein.

  • 30. Nov. 1841: „Feuer – Polizei – Ordnung für die Provinz-Westfalen“.

  • 1848: Der Brandoffizier Wilhelm Funke jun. beklagt sich in einem offenen Brief bei dem Bürgermeister Elbers. Die Bereitschaft zum Löschen und Helfen muß in der Bürgerschaft nicht sehr groß gewesen sein.

  • 1856: Anhand von Rechnungen belegbar: Eilpe beschafft eine zweite Spritze bei Firma Severin jun.

  • 1858: Wehringhausen kauft ebenfalls eine Feuerspritze bei der Firma Severin.

  • 1859: Firma Severin liefert eine Feuerspritze an die Gemeinde Eppenhausen. (Einem Zeitungsartikel von 1938 kann entnommen werden, das im aufgeführten Zeitraum auch in Hagen (später Altstadt) sowie in den Gemeinden Eckesey und Altenhagen Feuerspritzen vorhanden waren.)

  • 01. Mai 1860: In Hagen wird eine „Lokal Feuerordnung“ erlassen.

  • 03. März 1872: 50 Turner des „Allgemeinen Hagener Turnvereins von 1860“ bilden eine „Turner-Feuerwehr“. Dieser, später aus dem Turnverein herausgelösten 1. Abteilung, wurde von Seiten der Stadt Hagen eine leichte Feuerspritze und weitere Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Das Datum gilt als Gründungsdatum der Freiwilligen Feuerwehr des Kreisverbandes Hagen.

  • 10./11. September 1873: Übergabe eines Spritzen- und Steigerturms auf der Springe (zum Turnerfeuer-wehrfest).

  • 27. Mai 1873: In der Gemeinde Wehringhausen wird eine Freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen. Die bereits durch die Gemeinde bewilligten 1.000 Taler zur Anschaffung von Löschgerätschaften wurden allerdings erst ausgezahlt nach dem die Freiwillige Feuerwehr mit ihrer Auflösung drohte. Daraufhin wurden bei der Firma Höning in Köln Ausrüstungsteile gekauft unter anderem auch eine Feuerspritze. Die wurde kurz darauf wieder abbestellt, weil sie mit der Hagener Spritze nicht übereinstimmte. Ein Zeichen, daß man sich auch über Nachbarschaftshilfe bereits Gedanken machte.

  • 25. Oktober 1873: Gemeinsamer Einsatz der Hagener und Wehringhauser Feuerwehren bei dem Brand der Firma Huckenbeck & Dreves.

  • 1874: Die Löschwasserversorgung wird verbessert. Zu den bereits bestehenden 3 Brunnen, am Langmann´schen Haus (Mittelstraße/Elberfelder Straße), am Landgericht (heute Marienstraße) und im Bereich der Spinngasse, wurde ein zusätzlicher Brunnen in der Nähe der heutigen „Schwenke“ angelegt.

  • 01. Januar 1876: Im Zuge einer kommunalen Neuordnung werden die Gemeinden Wehringhausen und Eilpe nach Hagen eingemeindet.

  • 16. März 1876: Auf einer Sitzung des Eilper Turnvereins wird eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. Es wird eine „Commision“ gewählt, die an die Stadt herantreten soll um die nötige Ausrüstung anschaffen zu können.

  • 1876: Bürgermeister Dödter gelingt es, die nunmehr im Stadtgebiet bestehenden drei Feuerwehren unter der Bezeichnung „Hagener Freiwillige Feuerwehr“ zu vereinigen (Gesamtstärke ca. 100 – 125 Mann).

    Die „Hagener Freiwillige Feuerwehr“ gliederte sich in drei Abteilungen:
    • 1. Abteilung: Altstadt
    • 2. Abteilung: Wehringhausen
    • 3. Abteilung: Eilpe

    Diese Abteilungen bestanden jeweils aus:
    • Steigerzug
    • Rettungszug
    • Spritzenzug
    • und den Ordnungsmannschaften

  • 1877: In einem Verwaltungsbericht wird der Zustand der Hagener Feuerwehr geschildert. Neben den drei Spritzen der Freiwilligen Feuerwehr werden weitere 5 Spritzen erwähnt, die von der noch immer bestehenden Pflicht- oder Bürgerfeuerwehr bedient wurden.

  • 1878: Die junge Hagener Freiwillige Feuerwehr übernahm die Ausrichtung der Verbandstagung des Rheinisch-Westfälischen-Feuerwehrverbandes. An dieser Tagung nahmen ca. 4.000 Feuerwehr-männer teil.

  • 12. Juli 1880: Gründung der Freiw. Feuerwehr Hohenlimburg-Mitte.

  • 12. Juli 1880: Gründung der Freiw. Feuerwehr Oege.

  • 20. August 1881: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Haspe.

  • 17. Oktober 1884: Brand des Vogel´schen Hauses. Bei dem Feuer verloren 8 Menschen ihr Leben. Eingesetzt war die noch immer bestehende Bürgerfeuerwehr. Es soll zu Mißverständnissen gekommen sein, ob denn nun die angerückte Freiwillige Feuerwehr eingreifen dürfe oder nicht. Die Freiwillige Feuerwehr soll angeblich unverrichteter Dinge wieder abgerückt sein.

  • 01. August 1886: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Altenhagen

  • 01. August 1886: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Eckesey

  • 1886: Einrichtung einer öffentlichen Wasserleitung mit eingebauten Hydranten für die Brandbekämpfung.

  • 31. Mai 1888: Auflösung der Bürgerfeuerwehr. In einem „Ortsstatut für die Stadt Hagen i. W. betreffend das Feuerlöschwesen“ wurden die Gliederung der Feuerwehr, die Rechte und Pflichten, drei Ausrückebereiche, Meldebezirke und Meldestellen festgelegt.

  • 1899: Anschaffung einer 21 Meter Drehturmleiter für die 2. Abteilung (Löschgruppe Wehringhausen).

  • 11. Sepember 1889: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Vorhalle

  • 06. Juni 1895: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Tücking

  • 01. August 1897: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Boele

  • 26. November 1899: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Dahl

  • 19. Mai 1900: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Nahmer

  • 1900: Auf Anregung des Bürgermeisters werden durch den Sanitätsrat Dr. von Manger 18 Feuerwehrleuten zu Sanitätern ausgebildet. Auf Antrag des DRK wurde die Kolonne 1911 wieder aufgelöst. Bei der Feuerwehr blieb nur eine Samariter-Kolonne für die erste Hilfe bestehen.

  • 01. Juli 1901: Gründung der Freiw. Feuerwehr Eppenhausen (zunächst als Nebendepot der 1. Abteilung (Altstadt) und ab dem 01. April 1903 als selbständige 6. Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hagen.

  • 01. April 1901: Eingemeindung von Altenhagen, Eppenhausen, Eckesey und Delstern nach Hagen. Die Bevölkerungszahl steigt auf 68.402. Die Zahl der Löschkräfte beträgt ca. 270 Mann.

  • Juli 1901: Gründung der Freiwillige Feuerwehr Delstern als Nebendepot der 3. Abteilung (Eilpe). Der Name dieser beiden Einheiten ist bis heute als Freiwillige Feuerwehr Eilpe-Delstern erhalten.

  • 12. Dezember 1901: Der Oberbrandmeister Heinrich Tasche von der Freiwilligen Wehringhausen wird zum ersten Leiter der Gesamtfeuerwehr ernannt.

  • 1903: Eine elektrische Feuermeldeanlage erstellt von der Firma Siemens & Halske wird in Betrieb genommen. Über diese Anlage waren alle Polizeistationen mit der Polizeizentrale im Rathaus verbunden. Von dort konnten dann 120 Feuerwehrmänner über elektrische Alarmglocken zum Einsatz gerufen werden.

  • 16. Dezember 1903: Nach kurzer Amtszeit verstirbt der Leiter der Gesamtwehr Heinrich Tasche.

  • 20. Februar 1904: Der Oberbrandmeister Fritz Schramm von der Freiwilligen Feuerwehr Eilpe wird Leiter der Feuerwehr Hagen (Branddirektor bis zu seinem Tode im Jahr 1927).

  • 03. Februar 1904: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Elsey

  • 22. Juli 1907: Ausrichtung des 17. Westfälischen Verbandsfestes mit ca. 8.000 Teilnehmern.

  • 27. Februar 1910: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Holthausen

  • 24. Juli 1910: Gründung der Freiw. Feuerwehr Boelerheide

  • 01. März 1912: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Berchum

  • 16. Mai 1914: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Halden

  • 1911: Der Stadtrat beschließt die Gründung einer Berufsfeuerwehr.

  • 1912 -1913: Die Wache für die Berufsfeuerwehr wird auf dem Gelände Wilhelmstraße (heute Bergischer Ring) Ecke Lange Straße errichtet. Die Wache wird nach immer wieder erfolgten An- und Umbauten noch heute als Feuer- und Rettungswache genutzt. Sie ist Sitz der Amtsleitung mit der Verwaltung.

  • 01. Mai 1912: Der Feuerwehr-Feldwebel Drewes, von der Berufsfeuerwehr Düsseldorf, nimmt als erster Leiter der Berufsfeuerwehr Hagen seinen Dienst auf.

  • 01. Aug. 1913: Die Wache der Berufsfeuerwehr nimmt ihren Betrieb auf. Die Feuermeldeanlage wird vom Rathaus in die neue Wache verlegt. Es mussten ca. 40.000 Meter Erdkabel verlegt werden. 12 Feuerwehrmänner wurden bis zum Beginn ihrer Ausbildung für diese Arbeiten eingesetzt. An die Feuermeldeanlage wurden 44 öffentliche und 26 private Feuermelder angeschlossen. Die neue Feuerwache erregte bei auswärtigen Feuerwehren so reges Interesse, dass allein im ersten Jahr 1.400 Personen zur Besichtigung kamen.

    An Fahrzeugen standen zur Verfügung:
    • Ein „benzinautomobiler“ Mannschaftswagen
    • Eine Automobil-Drehleiter
    • Drei Fahrräder

    Im ersten Jahr wurde die Berufsfeuerwehr bereits 84 mal alarmiert und es mussten 7 Großbrände im Stadtgebiet bekämpft werden.

  • 01. August 1914: Generalmobilmachung und Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Das gesamte Personal der Berufsfeuerwehr wird zum Militärdienst einberufen.

  • 1914 – 1918: Besetzung der Feuerwache durch Mannschaften der Freiwilligen Feuerwehr Hagen.

  • 15. September 1918: Ein Hagener Bürger stiftet der Berufsfeuerwehr einen Krankenwagen.

  • Juli 1920: Anschaffung der ersten Auto-Motorspritze für die Berufsfeuerwehr.

  • 1920: Sanitätsrat Dr. von Mager bildet alle Feuerwehrmänner im Sanitätsdienst aus.

  • 1923: Zehn Jahre Berufsfeuerwehr Hagen.

    Personalstand:
    • 31 Einsatzkräfte
    • 128 Mitglieder der Feuerwehr sind an eine Alarmweckerleitung angeschlossen.

    Fahrzeugpark:
    • Eine Motorspritze
    • Eine Motorleiter
    • Ein Mannschaftswagen
    • Ein Krankenautomobil
    • Zwei Personenkraftwagen
    • Ein Motorrad
    • Drei Dienstfahrräder

  • 06. Juli 1923: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Herbeck

  • 28. Juli 1923: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Fley

  • 06. August 1924: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Reh-Henkhausen

  • 1924: Übertragung des gesamten Krankentransportdienstes an die Berufsfeuerwehr

  • 1927: Brandinspektor Ulrich, aus Guben in Oberschlesien, übernimmt die Leitung der Berufsfeuerwehr.

  • 09. – 11. Juli 1926: 36. Westfälisches-Feuerwehr-Verbandsfest. 14.000 Teilnehmer verwandeln die Springe in „ein Meer blankgeputzter Helme“.

  • 17. Juni 1927: Der langjährige Leiter der Feuerwehr Hagen, Branddirektor Fritz Schramm Löschgruppe Eilpe) ist verstorben. Der Einheitsführer Carl Post von der Löschgruppe Eilpe–Delstern wird zu seinem Nachfolger ernannt.

  • 1928: Beschaffung eines Schaumgenerators für die Bekämpfung von Öl-, Benzin- und Lackbränden.

  • 29. Juli 1929: Neugliederung des Rheinisch-Westfälischen Industriegebietes. Eingemeindung der Stadt Haspe und der Landgemeinden Boele, Fley, Halden, Holthausen und Vorhalle nach Hagen.

  • 1929: Kurz vor der Eingemeindung wird in Haspe ein neues Feuerwehrhaus fertiggestellt. In der Wache waren Wohnungen für 7 Feuerwehrleute vorgesehen. Diese Wache steht der Berufsfeuerwehr bis heute als Feuer- und Rettungswache West zur Verfügung.

  • 1929: Dem Leiter der Berufsfeuerwehr wird die Ausübung der Feuerpolizei übertragen. 1929 kann also als das Geburtsjahr der Brandschau durch die Berufsfeuerwehr angesehen werden.

  • 1929 wird an der Feuerwache eine städtische Fahrschule eingerichtet. Es werden neben den Feuerwehrleuten auch Mitarbeiter der Gas- und Wasserwerke ausgebildet. Der Bestand der Fahrschule läßt sich bis in die 40er Jahre nachweisen.

  • 1929: Alle Berufsfeuerwehrleute werden an die Alarmweckeranlage angeschlossen.

  • 1930: Beginn des Wasserrettungswesens bei der Berufsfeuerwehr Hagen. Ein Falt-Rettungsboot und ein Tauchapparat werden beschafft.

  • 1930: Die Leitung der Gesamtfeuerwehr wird dem Branddirektor Ulrich übertragen. Sein Vorgänger, Oberbrandmeister Carl Post (Löschgruppe Eilpe-Delstern), wird zum Ehren–Branddirektor ernannt. An der Fleyer Straße wird eine provisorische Nebenwache eingerichtet.

  • 16. Januar 1932: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Garenfeld.

  • 15. Dezember 1933: Die Feuerwehren werden reichseinheitlich den Ortspolizeivorstehern unterstellt.

  • 1934: Einrichtung eines Feuerwehr-Nebendepots an der Fuhrparkstraße.

  • 23. Dezember 1938: Durch Gesetz werden die Berufsfeuerwehren zur Feuerschutzpolizei und die Freiwilligen Feuerwehren zur Hilfspolizeitruppen umgewandelt.

  • 1938: Planungen zum Bau einer neuen Feuerwache im Bereich des heutigen CVJM-Heimes. Die Planungen wurden 1939 mit Hinweis auf die schlechte Rohstofflage eingestellt.

  • 1939: Ein Sicherheitshilfsdienst wird ins Leben gerufen. Dieser SHD besteht zum größten Teil aus Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren. Im weiteren Verlauf des Krieges wird dieser Dienst zur Luft-schutz-Polizei (LSPol) ausgebaut.

  • 1940: „Tag der deutschen Feuerwehr“ auf der Springe.

  • 1940 – 1945: 104 Luftangriffe auf Hagen, davon 4 Großangriffe. Fast 2.000 Tote. Der Stadtkern ist zu 100% zerstört. Die Hauptwache an der Lange Straße wird zu 70%, die Nebenwache an der Fuhrparkstraße vollständig zerstört. Bei dem 3. Großangriff am 28.02.1945 fand auch der Leiter der Feuerschutzpolizei, Major Ulrich, den Tot.

  • 1945: Nach dem Tod von Major Ulrich wird kurzzeitig die Leitung der Wehr durch einen Major Todt übernommen. Auf Befehl der alliierten Militärregierung scheiden die Feuerwehren aus dem Polizeiverband aus. Bis zur Ernennung von Brandrat Dipl. Ing. Lorenz Böll von der Feuerwehr Münster zum Leiter der Feuerwehr Hagen übernimmt ein Hauptmann Neeb kommissarisch die Wehrleitung.

  • Jahreswechsel 1945/1946: 10 Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Hagen mit ca. 160 Mann sind wieder einsatzbereit.

  • 01. April 1946: Der Berufsfeuerwehr wird der Krankentransport- und Rettungsdienst übertragen (wurde ab 1944 vom Roten Kreuz durchgeführt). 5 Mitarbeiter des DRK wurden in den Feuerwehrdienst übernommen und im Brandschutz ausgebildet.

  • 01. Oktober 1948: Gesetz über den Feuerschutz im Lande Nordrhein-Westfalen.

  • 1948: Auch für Hagener Feuerwehrleute von Bedeutung: Gründung der Landesfeuerwehrschule in Warendorf.

  • 15. und 16. Juli 1950: Kreisverbandstreffen der Feuerwehr Hagen.

  • 1950: Wiederaufbau der Feuerwache Mitte ist beendet.

  • 21. Juli 1951: Gründung des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Hohenlimburg.

  • 01. April 1958: Gesetz über den Feuerschutz und die Hilfeleistung bei Unglücksfällen und öffentlichen Notständen.

  • Oktober 1958: Für den Betrieb einer UKW-Funkanlage werden der Feuerwehr Hagen eine Feststation und fünf Fahrzeuggeräte zugewiesen.

  • 1960: Erweiterungsbau an der Feuerwache Mitte (2 Fahrzeughallen, 1 Aufenthaltsraum, 1 Lehrraum).

  • 01. August 1963: 50 Jahre Berufsfeuerwehr Hagen.

  • 30. September 1964: Der Leiter der Feuerwehr Hagen, Oberbrandrat Dipl. Ing. L. Böll tritt in den Ruhestand. Die kommissarische Leitung wird dem Brandamtmann E. Römer übertragen.

  • 1965: Der Wiederaufbau der ältesten Hagener Feuerwehreinheit, die Löschgruppe Altstadt, ist nach dem Kriege nicht gelungen. Die verbliebenen Mitglieder treten der Einheit Eppenhausen bei.

  • 01. Juli 1965: Im Rahmen des Katastrophenschutzes werden Brandschutz-Bereitschaften durch die Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr gebildet. Die erforderlichen Löschfahrzeuge werden durch den Bund beschafft.

  • 1967: Übernahme der Wehrleitung durch Brandrat Albert Konnegen.

  • 07. November 1970: Einweihung der Feuerwache Hohenlimburg an der Gasstraße.

  • 03. März 1972: 100 Jahre Feuerwehr Hagen

  • 1973: Einweihung eines neuen Verwaltungsgebäudes mit Fahrzeughallen an der Feuerwache Lange Straße.

  • 05. November 1974: Eingemeindung der Stadt Hohenlimburg sowie der Gemeinden Berchum, Garenfeld, Dahl, Priorei und Rummenohl nach Hagen.

  • 1974: Neues Gesetz über den Rettungsdienst. Am Johannes-Hospital in Hagen-Boele wird ein Notarztwagen (NAW) als “fahrbare Klinik“ stationiert. Besatzung: 2 Beamte der Berufsfeuerwehr, 1 Notarzt. Die nach dem neuen Gesetz notwendige Ausbildung wird unter der Leitung von Prof. Dr. med. Stoffregen in Angriff genommen. 30 Feuermänner werden im Allgemeinen Krankenhaus für die Stadt Hagen in die Grundzüge der Intensivpflege und Anästhesie eingeführt. Beitritt der Stadt Hagen zur Trägergemeinschaft des Luftrettungsdienstes. Der Rettungshubschrauber „Christoph 8“ (Lünen) führt zu einer weiteren Verbesserung im Rettungsdienst.

  • 1975: Die Planungen für eine neue Leitstelle werden aufgenommen.

  • 1976: Mit den freiwilligen Sanitätsorganisationen in Hagen wird eine Vereinbarung über die Mitwirkung im Rettungsdienst geschlossen.

  • 01. Juli 1977: Gründung des Stadtverbandes der Feuerwehr Hagen.

  • 06. Oktober 1978: Bei seiner Ausbildung zum Feuerwehrtaucher verunglückt der Oberfeuerwehrmann Wilfried Arnold tödlich in der Glörtalsperre.

  • 01. Januar 1982: Die öffentlichen Feuermelder im Stadtgebiet Hagen werden abgeschaltet.

  • Anfang 1982: Beginn der Bauarbeiten für die neue Leitstelle an der Feuerwache Mitte.

  • 29. Oktober 1984: Inbetriebnahme der neuen computerunterstützte Leitstelle der Feuerwehr Hagen.

  • 1984: Neuordnung innerhalb der Stadtverwaltung Hagen. Das Amt für Zivil- und Katastrophenschutz wird dem Feuerwehramt zugeordnet.

  • 15. September 1984: Die Feuerwehr führt die Bezeichnung „Amt für Brand- und Katastrophenschutz“.

  • 31. August 1986: Branddirektor Albert Konnegen tritt in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird der Oberbrandrat Franz Josef Lippes von der Berufsfeuerwehr Wuppertal.

  • 1987: Beginn der Planungen zu einer Neuorganisation der Feuerwehr Hagen und einer neu zu errichtenden Wache für die Berufsfeuerwehr (Technik- und Ausbildungswache). In dieser Wache sollen auch zwei Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr untergebracht werden. Teil des Neukonzeptes ist auch der Neubau einiger Gerätehäuser für die Freiwillige Feuerwehr Hagen.

  • Dezember 1990: Zwei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) werden in Dienst gestellt (am Allgemeinen Krankenhaus und am Johannes-Hospital). Im Rendezvoussystem mit den Rettungswagen (RTW) im Stadtgebiet werden die Rettungsdiensteinsätze wahrgenommen. Der Betrieb des Notarztwagens (NAW) am Johannes-Hospital wird eingestellt.

  • 13. Mai 1993: Aufgrund knapper Haushaltsmittel verschiebt der Rat der Stadt der Bau der neuen Feuerwache Ost. Das Neukonzept wird aber weiterhin vorangetrieben.

  • 1994: Die Raumnot zwingt zu teuren Umbaumaßnahmen an der Feuerwache Mitte.

  • Juni 1995: Frau Dr. med. K. Hoffmann nimmt als Leitende Notärztin für die Stadt Hagen ihren Dienst auf. Gemeinsam mit der Stadt Iserlohn wird eine Lehranstalt für Rettungsassistenten ins Leben gerufen.

  • 1997: In der Leitstelle der Feuerwehr Hagen wird ein neuer Einsatzleitrechner in Betrieb genommen.

  • 03. April 2000: Zur Optimierung des Rettungsdienstes im Volmetal wird bei der Freiwilligen Feuerwehr Dahl eine „First Responder“-Gruppe eingerichtet.

  • 01.Januar 2001: Zur Sicherstellung von Hilfsfristen im Hagener Norden wird ein Rettungswagen am Johannes-Hospital in Hagen-Boele stationiert.

  • 07. Mai 2001: Für den Bereich Berchum und Garenfeld wird eine „First Responder“-Gruppe bei der Freiwilligen Feuerwehr Berchum gegründet.

  • 2001: Im Zuge der Neukonzeption werden die Planungen für ein neues Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppen Haspe, Tücking, Wehringhausen vorangetrieben.

  • 01. Oktober 2001: Der Leitende Branddirektor Franz Josef Lippes tritt in den im Ruhestand. Sein Nachfolger wird der Oberbrandrat Horst Wisotzki.

  • 01. Januar 2002: In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Iserlohn wird ein am Marien-Hospital in Iserlohn-Letmathe stationiertes Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) auch in Ortsteilen der Stadt Hagen eingesetzt.

  • 01. März 2002: Nach langen Anlaufschwierigkeiten erfolgt die Grundsteinlegung für die neue Feuerwache Ost im Ortsteil Reh-Henkhausen.

  • April 2002: Erste Planungen zum Neubau der Gerätehäuser Dahl, Altenhagen, Boelerheide, Eckesey sowie für das Gerätehaus Vorhalle.