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Kulturbüro

 
Die Städtelandschaft NRWs ist eine einzigartige Kulturlandschaft: weltoffen im Programm und kooperativ in der Organisation. Dafür steht auch Klangkosmos - Weltmusik. Ein Weltmusikkonzerterlebnis ist nicht nur Kultur pur, es ist auch Kulturaustausch live. Das Kulturbüro Hagen bringt das Ferne nah - nicht medial, sondern real. Aufs ganze Jahr gesehen umfasst Klangkosmos - Weltmusik 174 Konzerte in 31 Städten - umso mehr freuen wir uns, in Hagen dabei zu sein.

AKTUELL:
 
  Ensemble Varna – die Velikovs
(Bulgarien)
Musik aus Bulgariwen
Samstag, 26. November 2011, 20.00 Uhr


Georgy Velikov stammt aus Bulgarien und setzt als Oberhaupt der Gruppe "Ensemble Varna - die Velikovs" die Tradition seiner Familie fort, seit Generationen eine der herausragenden Musikerfamilien Bulgariens. Als Roma pflegen und bewahren sie nicht nur die reichhaltigen Traditionen der bulgarischen Volksmusik, sondern spielen seit jeher Lieder der Völker Europas wie auch ihre eigenen Romalieder.

"Wir spielen wie der Verlauf der Sonne. Von Osten nach Westen und verbinden alle Völker, damit unsere Zuhörer spüren, dass wir eine menschliche Familie sind, die in derselben Heimat lebt, der ERDE".
Mit diesem Motto hat die Gruppe ihr Können bereits auf zahlreichen Tourneen durch Europa einem breiten Publikum vorgestellt.

Schon in den Jahren 1972-1980 trat George Velikov auf Empfängen für Staatschefs (wie z.B. Fidel Castro) und Ministern in Varna-Goldstrand und Sofia auf. Er setzt damit die Tradition von Großvater Ilija und Vater Veliko fort, die ebenfalls Meister auf der Geige waren; Veliko begründete zudem zwei dramaturgische Theater in Rasgrad und Provadia.
1994 standen sogar drei Generationen von Musikern der Familie Velikov gemeinsam in einem Konzert in Deutschland auf der Bühne: In der WDR-Reihe „Matinee der Liedermacher“ spielten und begeisterten in Bielefeld George Velikov, sein Vater Veliko und sein Sohn Willi gemeinsam mit seinem Bruder Rumän und fünf weiteren Musikern ein staunendes Publikum.
Seit Anfang 2002 bereichert Tochter Milanka Velikova das Ensemble mit ihrer schönen und ausdrucksstarken Stimme.
Das breite Repertoire der Velikovs umfasst Lieder aus Ungarn, Russland, Deutschland, Italien, vom Balkan, Orient und natürlich die schönen Lieder der Roma. Darüber hinaus ist bei Auftritten der Velikov`s Kaffeehausmusik ebenso zu hören wie klassische Musik und Jazz.


Wo: AllerWeltHaus, Potthofstr. 22
Wann: 26. November 2011, 20.00 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

RÜCKBLICK:
 
  Geata Krar Collective
(Äthiopien/UK)
Musik aus Äthipien
Dienstag, 24. Mai 2011, 17.30 Uhr


Äthiopien ist ein sagenhaftes Land. Vor gut 3000 Jahren soll die Königin Saba mit dem König Salomon Menelik gezeugt haben, den Ur-Vater von Äthiopien. Die Bundeslade mit den 10 Geboten soll sich in Äthiopien befinden. Die Ur-Frau LUCY wurde hier gefunden. Der Nil wird zu seinem grössten Teil mit Wasser aus Äthiopien gespeist. Addis Abeba ist seit Jahren die afrikanische Boom Town. Die besten Langstreckenläuferinnen und Läufer kommen aus diesem Land. Es ist aber auch eines der ärmsten Länder der Welt. Und nicht erst seit dem eritreisch-äthiopischen Krieg (1998 - 2000) ist die Menschenrechtssituation unbefriedigend. So kamen in den letzten 25 Jahren Hunderttausende Äthiopier nach Europa – besonders ins Vereinigte Königreich, wo die größte Gruppe nun im Bereich Groß-London lebt. Sie haben ihre reichen kulturellen Traditionen mitgebracht, die tief in der 3.000 Jahre alten Geschichte gewurzelt sind. Unter ihnen sind zahlreiche Musiker und Tänzer, Dichter und Schauspieler, die sich in der äthiopischen Kunstorganisation GEAT (Genna Ethipoian Arts & Theatre) organisiert haben, zu der auch die wichtigste äthiopische Musik- und Tanzschule im Exil gehört, die auch vom British Council als offizielle Ausbildungsstätte anerkannt und gefördert ist.
Die Meisterschüler von GEAT bilden das Trio Geata, das auf uralten traditionellen Instrumenten wie Messenqu, einer einsaitigen gestrichenen Violine; der Trommel kebro und der Krar, einer sechssaitigen, mit Fingern oder einem Plektrum gespielten Leier präsentiert werden. Sie singen und spielen traditionelles Repertoire, das von Tänzen begleitet wird.


Wo: AllerWeltHaus, Potthofstr. 22
Wann: 24. Mai 2011, 17.30 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

  Rosa Zaragoza
(Spanien)
Musik aus Andalusien
Dienstag, 19. April 2011, 17.30 Uhr


Die Konzerte von Rosa Zaragoza widmen sich der Musik Andalusiens des 14./ 15. Jahrhunderts. Diese einzigartige Epoche in der Muslime, Christen und Juden friedlich zusammenlebten und eine Blütezeit der Kultur hervorbrachten, ist bis heute ein leuchtendes Beispiel interkultureller Toleranz.
AllerWeltHaus Hagen veranstaltet Musik aus Andalusien – und zwar um 17.30 Uhr im AllerWeltHaus, Potthofstr. 22.

Rosa Zaragoza hat sich seit den 1980er Jahren mit der geistlichen und weltlichen Musik dieser Zeit auseinandergesetzt. Sie begann ihre Laufbahn als Sängerin im Jahr 1984, als sie bei „Isaac el Cec“ in der früheren Synagoge des Judenviertels von Girona auftrat. 1986 vertonte sie die Texte von fünf Liedern der katalanischen Juden mit alten sephardischen Melodien – Hochzeitsgesänge aus dem 14. und 15. Jh.. Es sind die einzigen Melodien dieser Zeit, die überhaupt überliefert sind.
Rosa Zaragoza hat an den bedeutendsten Musikfestivals im Mittelmeerraum teilgenommen und ist in ganz Europa, in New York und in Israel aufgetreten.
Mit ihrer unverwechselbaren Stimme und Bühnenpräsenz präsentiert sie Lieder aus Sephard und Al-Andalus.
Sepharad ist der hebräische Name für Spanien. Sephardische Musik ist die, der sephardischen Juden, die mit den Aschkenasim und Mizrahim eine der drei ethnischen Hauptzweige der jüdischen Diaspora bilden. Die sephardische Musik entstand ursprünglich im mittelalterlichen Spanien, vorgetragen von Cancioneros an Fürstenhöfen. Traditionell gibt es drei Arten sephardischer Lieder – Balladen und Unterhaltungslieder, Romanzen sowie geistliche oder liturgische Gesänge. Die Texte können in unterschiedlichen Sprachen gesungen werden, zu denen das Ladino gehört und das Hebräische für religiöse Gesänge.
Traditionsgemäss sind die Sänger zumeist Frauen, die während der Hausarbeit singen. Diese Lieder sind normalerweise unbegleitet. Es gibt keine Harmonik. Tamburins und andere Perkussionsinstrumente werden zuweilen, besonders bei Hochzeitsliedern verwendet, aber auch andere begleitende Saiten-Instrumente.




Wo: AllerWeltHaus, Potthofstr. 22
Wann: 19. April 2011, 17.30 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

  Global Carneval Dance Party mit DJ Bongo
Samstag, 05. März 2011, 20.00 Uhr


Am Samstag, 5. März 2011 präsentiert die Reihe Klangkosmos Weltmusik einen Sonderklangkosmos mit DJ Bongo – und zwar um 20.00 Uhr im AllerWeltHaus, Potthofstr. 22. Dann steigt hier eine Dance-Party.
Zum Abtanzen bei einer musikalischen Weltreise durch die Metropolen
des Karnevals lädt dieser Sonderklangkosmos ein. In vielen Weltregionen
wird Karneval gefeiert, die uns DJ Bongo im Laufe des Abends vorstellen
wird. Teils mit europäischer, teils mit afrikanischer Prägung ist der Karneval
in vielen Ländern einer der Höhepunkte des Jahres. Jeder kennt die
großen Samba-Schulen des Brasilianischen Karnevals aus Rio, aber auch
in Salvadore de Bahia und Olinda wird traditioneller, urwüchsiger
Straßenkarneval gefeiert. Der Calypso-Karneval aus Trinidad, der Mardi
Gras aus New Orleans und der cubanische Straßenkarneval aus Santiago
de Cuba haben afrikanische Wurzeln und sind weitere Stationen dieser
Reise. Der europäische Karneval entspringt häufig Ritualen zur Austreibung
des Winters, wie z.B. die schweizer Fastnacht oder der Straßenkarneval
in Mallorca. Inzwischen gibt es große Weltmusik-Festivals zum
Thema Karneval wie z.B. das englische Nottinghill-Festival oder den Karneval
der Kulturen in Berlin.
Die Party im AllerWeltHaus wird von DJ-Bongo mit einem aufwendigen
Live Percussion Set begleitet. DJ Bongo, mit bürgerlichem Namen Matthias"
Bongo"Hiegemann, ist seit 1987 musikalisch aktiv als Percussionist,
Sänger, Gitarrist und Keyboarder in diversen Bands & Projekten.
Bei der garantiert rauchfreien Carneval Dance Party gibt es keinen Kostümzwang
- die Veranstalter freuen sich jedoch über alle Gäste, die in ungewöhnlicher
Verkleidung karibisches Flair verbreiten.


Wo: AllerWeltHaus, Potthofstr. 22
Wann: 05. März 2011, 20.00 Uhr.

Der Eintritt ist frei.




  Ti-Coca & Wanga-Nègès
(Haiti)
Merengue und andere Klänge
Dienstag, 15. Februar 2011, 17.30 Uhr


Haiti gilt als das „afrikanischste” Land der Karibik. Hier haben die Bevölkerungsströme über Jahrhunderte faszinierendes kulturelles und musikalisches Treibgut hinterlassen; hier sind die Erinnerungen der Konquistadoren lebendig. Hispaniola, die Insel auf der Haiti liegt, war die erste Kolonie in der Neuen Welt. Und hier kam es auch zum ersten erfolgreichen Sklavenaufstand.
Auf Haiti bewahren aber nicht nur die Trommeln des Voodoo das schwarze Erbe, sondern auch die Rhythmen und Gesänge der lokalen Troubadoure.
Ti-Coca und seine Wanga-Nègès (so heisst der Kolibri, der auf Haiti Symbol der Verführung ist) schöpfen aus einem reichen Liederschatz, der von untreuen Geliebten, gierigen Priestern, schrecklichen Chefinnen und guten Jägern handelt. Sie singen für den Geist des Wassers oder für die Geister aus der alten Heimat in Afrika.
Ti-Coca ist ein Twobadou, ein Troubadour der haitianischen Kultur mit einer Stimme, die an manche der grossen alten Kubaner erinnert. Mit Stücken von Toto Bissainthe setzt er der mittlerweile verstorbenen Grand Dame Haitis ein kleines Denkmal, die in den siebziger Jahren mit ihren Vokal-Improvisationen weltweit das Publikum in den Bann zog.
Ti-Coca & Wanga-Nègès erwecken aber auch spielerisch weitere alte musikalische Formen zum Leben: zum reichen Rhythmus-Repertoire der Band gehört Konpa, eine typisch kreolische Musik aus Haiti. Ihr Beginn wird mit der Gründung der Band Coronto International 1955 überliefert, die einen neuen Rhythmus entwickelte und Instrumente anders einsetzte. Im Vordergrund stand das Akkordeon, inspiriert von dominikanischer Merengue. Die Musik wurde „Compas Direct“ bzw. auf kreolisch „Konpa-dirèk“ genannt, da Compas das spanische Wort für Rhythmus ist und Konpa-dirèk „geradeaus laufender Rhythmus“ bedeutet.
Zum Repertoire der Band, gespielt mit Akkordeon, Kontrabass, Banjo und Trommeln gehören aber auch Boleros und sogar englischer Contredanse. So sind die vielfältigen Wurzeln des Merengue zu spüren, die auf der anderen Seite der Insel in der Dominikanischen Republik in einer High-Tech-Variante gespielt wird. Auf Haiti klingt „Mereng“ etwas langsamer und entspannter.



Wo: AllerWeltHaus, Potthofstr. 22
Wann: 15. Februar 2011, 17.30 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

  Duo Sidare
(Irak/ Deutschland)
Klassische und zeitgenössische Stücke im Bagdad-Stil
Dienstag, 25. Januar 2011, 17.30 Uhr


Die beiden Musiker des Duo Sidare, Saad Thamir und Bassem Hawar kommen aus dem Irak, wo sie am Bagdader Konservatorium in der über tausend Jahre alten arabischen Kunstmusik-Tradition geschult wurden.
Sidare bedeutet soviel wie »Käppi« oder »Schiffchenmütze«. Die Sidare ist eine typische Kopfbedeckung, die nur in Bagdad und bis heute von den Maqam-Rezitatoren beim Musizieren getragen wird.
Gespielt und gesungen wird vom Duo Sidare im typischen Bagdader Maqam-Stil, der von der UNESCO im Jahr 2003 als immaterielles Weltkulturerbe auf die Repräsentative Liste aufgenommen wurde.
Als Maqam (Plural maqāmāt), d.h. als „Modus" bezeichnet man die 7-tönigen Tonleitern der arabischen Kunstmusik. Ihre Intervalle zwischen den Tönen beschränken sich nicht nur auf Ganz- und Halbtonschritte wie sie in der abendländischen Musikkultur gebräuchlich sind, sondern werden zusätzlich ergänzt durch Dreivierteltonschritte, sodass eine enorme Vielfalt an Maqamat entsteht.
Aber der Begriff Maqam bezeichnet auch den Melodietyp eines Musikstückes, ist jedoch nicht einer bestimmten Tageszeit oder Jahreszeit zugeordnet.
Einzelne Maqamat bringen jedoch die filigransten Gemütserregungen zum Ausdruck. Nicht jeder Maqam ist regional gleichermassen gebräuchlich, da Emotionen wie Eifersucht, Trauer, Neugier, Interesse, Freude, Überraschung, Trauer, Wut, Ekel, Verachtung, Angst, Scham, Schuld auch in den verschiedenen Kulturen der arabischen Welt verschiedene Wertigkeiten und Bedeutungen haben. So gibt ca. 150 verschiedene Maqamat, von denen 7 - 15 als Basis-Maqamat gelten.



Wo: AllerWeltHaus, Potthofstr. 22
Wann: 25. Januar 2011, 17.30 Uhr.

Der Eintritt ist frei.