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Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz

Aktuelles
 
Der Fachbereich Gesundheit- und Verbraucherschutz informiert

Gefahr von Salmonellen-Infektionen bei Säuglingen und Kleinkindern durch Kontakt zu exotischen Reptilien

Das Robert-Koch-Institut (RKI) berichtet im Epidemiologischen Bulletin vom 4. März 2013 über die mögliche besondere Gefährdung von Säuglingen und Kleinkindern (bis zu 5 Jahren) durch Salmonellen, die von exotischen Reptilien übertragen werden können.

Exotische Reptilien – hierzu zählen insbesondere Land- und Wasserschildkröten, Schlangen, Chamäleone, Bartagamen, Warane, Leguane etc. – erfreuen sich zunehmender Beliebtheit als Haustiere. Das RKI weist darauf hin, dass diese Tiere in aller Regel Träger von Salmonellen sind, ohne selbst dabei zu erkranken. Die Erreger finden sich häufig nicht nur im Ausscheidungsorgan (Kloake) der Tiere, sondern sind häufig auch auf der Haut und im Rachenraum nachzuweisen.

Eine Ansteckung erfolgt direkt über körperlichen Kontakt zu den Tieren oder indirekt über Gegenstände oder Flächen (z.B. auf dem Boden, wo die Kinder krabbeln). Es kann zum Auftreten von infektiösen Durchfallserkrankungen, Wundinfektionen, Erkrankungen der Atemwege, auch zu schweren, u. U. lebensbedrohenden Erkrankungen kommen.

Der beste Schutz ist der Verzicht auf solche Haustiere, wenn Säuglinge und Kleinkinder im Haushalt sind.

Ansonsten ist dringend geboten, darauf zu achten, dass der Kontakt (Kind/Tier) möglichst komplett vermieden wird, Händehygiene ist konsequent zu betreiben und die sorgfältige Reinhaltung von Terrarien und sonstigen Utensilien der Tierpflege ist unbedingt zu beachten.

Wünschenswert wäre es, wenn der Händler beim Kauf derartiger Tiere die Kunden umfassend über die Problematik unterrichten würde.


 
Die Grippewelle hat Nordrhein-Westfalen erreicht

Eine heftige Grippewelle hat Nordrhein-Westfalen erfasst. Am häufigsten betroffen sind Kinder und Erwachsene mittleren Alters.
Das Ansteckungsrisiko kann außerdem durch regelmäßiges und gründliches Händewaschen verringert werden. Personen, die bereits erkrankt sind, sollten sich zu Hause auskurieren, Personen mit Vorerkrankungen sollten zeitnah ihre Hausarztpraxis aufsuchen.
Mehr auf den Seiten des Landeszentrums Gesundheit NRW, dort finden sich auch wöchentlche Infwektionsberichte.
Zu den wirksamsten vorbeugenden Maßnahmen gegen die Influenza gehört die Schutzimpfung, die jährlich rechtzeitig im Herbst (vorzugsweise September bis November) vor Beginn der Influenzasaison durchgeführt werden sollte.

Wegen der Fähigkeit der Influenzaviren zur genetischen Veränderung muss jährlich der Impfstoff an die zirkulierenden Varianten angepasst werden und jährlich neu geimpft werden.

Laut der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) sind unter anderem Personen mit erhöhter Gefährdung, z.B. medizinisches Personal, Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr sowie Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Personen fungieren können, Zielgruppen der Impfung.

Erstmals empfiehlt die STIKO die Impfung auch für Frauen, die während der Influenzasaison schwanger sind.

Die Impfung ist in der Regel gut verträglich und wird nur selten von Nebenwirkungen begleitet. Bezüglich der Gegenanzeigen, Risiken und Nebenwirkungen lassen Sie sich bitte von Ihrem Hausarzt beraten.

Cirka 2 Wochen nach der Impfung ist der Impfschutz gegen Influenza voll ausgebildet. Die Impfung schützt allerdings nicht vor Erkältungen und grippalen Infekten.

Auch den Mitarbeitern der Stadtverwaltung Hagen, die oft Publikumsverkehr haben, wird dringend empfohlen, sich impfen zu lassen.

„Durch die Impfung schützen Sie sich vor Infektionen und vermeiden eine mögliche Übertragung der Erkrankung auf Ihre Angehörigen, Kollegen und Besucher.“


Sie können die Grippeimpfung problemlos bei Ihrem Hausarzt durchführen lassen.

Es wird bei der Impfung keine Praxisgebühr erhoben.


Deshalb die herzliche Bitte:

Setzen Sie sich mit Ihrem Hausarzt wegen der Impfung in Verbindung!


 
Häusliche Gewalt: erkennen und helfen

Im Regelfall sind es Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Aus Scham teilen sich die Betroffenen oft nicht mit, Partnerschafts- bzw. Familienkonflikte, unter denen auch Kinder leiden, bleiben ungelöst und die Gewalt setzt sich fort.

„Häusliche Gewalt: erkennen und helfen" ist ein Projekt der Zeitbild Stiftung und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

www.gesundheit-und-gewalt.de

Ärztinnen und Ärzte sind häufig die ersten Ansprechpartner/innen für die Opfer von häuslicher Gewalt. Das neue Zeitbild MEDICAL gibt ihnen Anregungen zur Diagnostik, Dokumentation und zu den Interventionsmöglichkeiten bei häuslicher Gewalt. Ebenfalls Teil des Projekts ist ein Magazin, das Patientinnen ermutigt, über Gewalterfahrungen zu sprechen und sich Hilfe und Beratung zu holen.

Die Materialien können Sie hier herunterladen: www.zeitbild.de (ext. Link)
oder online durchblättern bzw. bestellen unter: www.gesundheit-und-gewalt.de

Der „Runde Tisch gegen häusliche Gewalt Hagen“, an dem der Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz aktiv mitarbeitet, bietet im Internet ebenfalls Informationen an und stellt den örtlichen Bezug her: www.hagen-gegen-haeusliche-gewalt.de


 
Erste Qualitätssiegel für Hagener Kliniken

Krankenhauskeime verhindern

„… und fang Dir bloß keinen Krankenhauskeim ein!“ Hinter diesem landläufigen Rat vor Aufnahme in das Krankenhaus verbirgt sich ein gesundheitliches Problem von nicht geringer Tragweite. Es geht um den Schutz der Menschen vor bestimmten Bakterien, die unempfindlich gegen die gängigen Antibiotika sind, somit um den Kampf gegen eine weitere Ausbreitung resistenter Keime, die bei Betroffenen und für deren Angehörige viel Leid nach sich ziehen können. Ziel muss dabei die Verhütung von nosokomialen (= im Krankenhaus erworbenen) Infektionen sein und dies unter Berücksichtigung der jeweiligen Risikosituation der verschiedenen Klinikbereiche, wie z.B. Operationstrakt, Dialyse, Intensivmedizin, Pflege immungeschwächter Patienten sowie die Wundversorgung.


Um den lebensgefährlichen Infektionen nachhaltig gegenzusteuern, hatten sich vor einem Jahr vier von fünf Hagener Krankenhausträger dazu entschlossen, ihre schon seit Jahren bestehenden innerbetrieblichen Bemühungen extern überprüfen zu lassen und durch gezielte Maßnahmen zu ergänzen, wie z.B. Reihenuntersuchungen, Kooperationen und besondere Fortbildungen. Oberstes Ziel war und ist es, Übertragungswege zu kappen, um Infektionen erst gar nicht entstehen zu lassen. Vorbildfunktion hat dabei das niederländische Gesundheitssystem.


Die Klinik für Pneumologie der HELIOS Klinik Hagen-Ambrock wie auch die Katholische Krankenhaus Hagen gem. GmbH mit den Kliniken St.Johannes-, St. Josefs- und St.-Marien-Hospital haben in der Zwischenzeit die Voraussetzungen erfüllt, um das MRSA-Gütesiegel zu erhalten.


Zur feierlichen Siegel-Übergabe an die Häuser ist am 13. September Herr Dr. Robin Köck als deutscher Leiter des MRSA-Euregio-Netzwerks Twente Enschede / Münster und Kooperationspartner des MRE-Netzwerks Nordwest und Arzt am Institut für Hygiene und Mikrobiologie des Universitätsklinikums Münster nach Hagen gekommen, um die Auszeichnung persönlich zu überreichen.


Frau Dr. Sommer hatte als Leiterin des Fachbereichs Gesundheit und Verbraucher¬schutz für die Verleihung in das Hagener Rathaus eingeladen. Dank ihrer Initiative konnte sich Hagen als sog. assoziiertes Netzwerk an der Zertifizierung beteiligen. Hierzu Frau Dr. Sommer:

„In unserer Stadt zeigen die Verantwortlichen der beteiligten Kliniken die nötige Ein- und Weitsicht, um das Risiko von Infektionen in ihren Häu¬sern zu minimieren. Für den besonderen und unermüdlichen Einsatz gegen die multiresistenten Keime möchte ich an die ersten beiden Hagener Krankenhausträger meinen Dank richten und meinem Respekt für die geleistete Arbeit Ausdruck verleihen. Der Dank richtet sich auch an alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der beiden Häuser. Nur durch koordiniertes und klar fest gelegtes Verhalten im Umgang mit den Keimen können wir Erfolge erzielen“


Zu den Hagener Aktivitäten noch folgender Hinweis: Erweitertes und erklärtes Ziel des Hagener Netzwerks gegen die Ausbreitung resistenter Keime sind zusätzliche Schutzmaßnahmen in der sog. Versorgungskette hin zur ambulanten ärztlich-therapeutischen Behandlung sowie der häuslichen und (teil-) stationären Pflege. Nächster Baustein in dieser Kette war die MRE-Netzwerkkonferenz, die am 19. September d. J. an den Fortbildungstag (5. Hagener Forum für angewandte Hygiene) anschloss. Darin erfolgte vor allem mit niedergelassenen Ärzten/innen aus Hagen ein fachlicher Austausch über die häusliche Versorgung von Patienten/innen mit multiresistenten Erregern (MRE).


 
Organspende – dringender denn je

Wartelisten für Organspenden werden bei der Stiftung Eurotransplant im niederländischen Leiden geführt. Demnach warteten Ende Juni 2012 allein für Deutschland Tausende auf ein Spenderorgan (Niere 11.000; Herz: 1.000, Leber 2.000, Lunge 500 und Bauchspeicheldrüse 50).

Von Januar bis Juni 2012 erhielten tatsächlich nur etwas mehr als 2000 schwer kranke Patienten eine entsprechende Organspende. Jeden Tag sterben drei der unversorgten Patienten.

Nicht zuletzt nach der Spende eines bekannten Politikers für dessen Frau rückte das Thema stärker in das öffentliche Bewusstsein. So beschloss der Deutsche Bundestag am 25. Mai 2012 eine umfassende Reform der Organspende. Künftig sollen alle Krankenversicherten ab dem 16. Lebensjahr regelmäßig befragt werden, ob sie nach ihrem Tod zur Organspende bereit sind. Am 15. Juni 2012 stimmte auch der Bundesrat den Änderungen im Transplantationsgesetz zu.

Der dann offen gelegte Organspendeskandal rief landesweit Bestürzung hervor. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob in den Trans¬plantationszentren Göttingen und Regensburg "Spenderorgane in vielen Fällen nicht nach medizinischer Notwendigkeit und Dringlichkeit vergeben wurden. Sollte das zutreffen, wäre dies gesetzeswidrig und ethisch in höchstem Maße verwerflich", so der zuständige Bundesminister.

Als Konsequenz daraus soll in der in der Transplantationsmedizin vor allem für mehr Kontrolle und Transparenz gesorgt werden. So wird nun¬mehr die Prüfungskommission der Bundesärztekammer um zusätz¬liche unabhängige Experten erweitert und die Vergabe künftiger Organspenden von einer interdisziplinären Transplantationskonferenz in den Kliniken überwacht.

Die Stadt Hagen, Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz, weist wegen der Tragweite, die sich durch zu geringe Organspenden ergibt, nochmals auf Informationen rd. um das Thema „Organspende“ hin. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat hierzu gute Veröffentlichungen ins Netz gestellt. Erfahrungsgemäß ist die Bereitschaft bei gut informierten Menschen höher, den Ausweis ausgefüllt bei sich zu tragen.


Link: www.organspende-info.de

 
Gesundheitsförderung für Erwerbslose
Die Stadt Hagen entwickelt modellhaft Strukturen

Nach dem Gesetz über denÖffentlichen Gesundheitsdienst hat der Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hagen an Angeboten der Gesundheitsförderung sowie der Prävention mitzuwirken und dabei insbesondere Personen zu berücksichtigen, die auch aufgrund sozialer Umstände beson¬derer gesundheitlicher Fürsorge bedürfen. Hierzu zählen dann u.a. die Menschen, die ihre Arbeitsstelle verloren haben oder noch gar nicht beruflich eingegliedert waren.


Der Gesundheitszustand und die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitslosen sind dabei zwei Seiten derselben Medaille: Ist die Gesundheit eingeschränkt, gilt dies auch für die Beschäftigungsfähigkeit. Wer gesundheitliche Einschränkungen hat, ist auf dem Arbeitsmarkt nur schwer vermittelbar. Der beste gesundheitliche Schutz besteht sicherlich in einer Arbeitsvermittlung. Bei vielen ist dies kurzfristig aber nicht zu realisieren.


Dabei ist Arbeitslosigkeit für die Betroffenen ein einschneidendes Erlebnis, das ihnen den Boden unter den Füßen wegzieht. Lebensperspektive, gesellschaftliches Ansehen, finanzielle Absicherung, Lebenssinn und Lebensstruktur – nichts ist mehr, wie es war. Die - insbesondere anhaltende - Arbeits¬losigkeit kann früher oder später eine Krankheit auslösen, das belegen auch nationale und internationale Studien. Bereits heute weist jeder dritte Leistungsberechtigte in der Grundsicherung („Hartz IV“) gesundheitliche Einschränkungen auf. Nachgewiesen ist auch, dass die mentale wie physische Verfassung der arbeitslosen Menschen Vermittlungserfolge stärker beeinflussen können als ihre formalen Qualifikationen. Bei vielen droht daher eine soziale und gesundheitliche Abwärtsspirale, was wiederum Vermittlungshemmnisse aufbaut. Diesem Teufelskreislauf soll nun in Hagen durch gemeinsames Handeln begegnet werden.


Obwohl gerade Arbeitslose Präventionsmaßnahmen bräuchten, nimmt diese Gruppe die vorhandenen Angebote der Krankenkassen seltener an. Jobcenter und Arbeitsagenturen sollen daher Möglichkeiten nutzen, den Präventionsgedanken stärker im Beratungs- und Vermittlungsprozess zu verankern, so die gemeinsame Empfehlung der Bundesagentur für Arbeit und den Spitzenverbänden der Gesetzlichen Krankenversicherung von Februar 2012.


Bereits zu einem früheren Zeitpunkt hatte sich der städtische Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz zu diesem Thema um Fördermittel beim Land NRW beworben. Hagen ist nun neben Duisburg und Essen eine der Städte, die für die anderen Kommunen in Nordrhein-Westfalen modellhaft zu Wegen guter Praxis kommen soll. Umgesetzt wird dies durch Kooperation und Vernetzung all der Stellen, die in unserer Stadt Kontakte zu arbeitslosen Menschen haben, aber auch weitere, wie z.B. die Sportvereine. Durch leicht zugängliche Angebote soll besonders seelischen Belastungen und Störungen vorgebeugt werden. Die Begegnung mit Anderen, Bewegung, gesunde Ernährung oder auch Hilfen zur Persönlichkeitsstärkung und Krisenbewältigung stehen dabei im Vordergrund.


Bei der Auftaktveranstaltung im September 2012 waren 30 Hagener Organisationen vertreten, um hierzu unter Federführung der Stadt Hagen programmatisch zu arbeiten. Die besondere Herausforderung wird darin bestehen, die gesundheitliche Sicht bei den Betroffenen zu schärfen, da soziale Probleme zunächst einmal überwiegen.


Zu dem Kooperationsvorhaben gibt weitere Auskunft:

Herr Matzke, Fachbereich Gesundheit u. Verbraucherschutz,
Tel: 02331 207-3689, richard.matzke@stadt-hagen.de

 
Neues Online-Portal www.reden-ist.-gold.org

Mit dem Online-Portal besteht seitens der Telefon-Seelsorge Hagen-Mark ein neues Angebot, um Menschen emotionale Entlastung geben zu können.


Stress im privaten wie auch im beruflichen Leben nimmt zu, ebenso die damit in Verbindung zu sehende psychische Belastung. Hierzu Birgit Knatz als Leiterin der Telefon-Seelsorge in Hagen: „Bevor einem die Sorgen über den Kopf wachsen, sollte sich jeder den Rat eines Außenstehenden einholen und oft hilft schon ein Gespräch, ob am Telefon, per Mail oder Chat.“ Angesprochen werden Menschen, die bislang nicht erreicht werden und im Netz der Gefahr ausgesetzt sind, an unseriöse Anbieter einer Onlineberatung zu geraten, wo dann schnelle Hilfe gegen Geld angeboten wird. Dem will www.reden-ist.-gold.org qualifiziert entgegentreten. Hinter dem Angebot stehen 80 ausgebildete, ehrenamtliche Beraterinnen und Berater, die nach festgesetzten Standards der Deutschen Gesellschaft für Onlineberatung und der Telefon-Seelsorge ausgebildet sind.


Die Anrufe, Mails und Chats sind anonym, und alle datenschutzrechtlichen Bestimmungen werden eingehalten.

 
Der Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz informiert:
Küchenhygiene bei der Fleischzubereitung

Aktuelle Veröffentlichungen berichten von getestetem Hähnchenfleisch, bei dem antibiotikaresistente Bakterien nachgewiesen werden konnten. Mit der Thematik befasst sich u.a. das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR; www.bfr.bund.de). Nach mehreren Untersuchungen war von dort bereits früher auf das Vorkommen von resistenten Keimen, insbesondere E. coli und Salmonellen, im Fleisch hingewiesen worden.


Die Stadt Hagen, FB Gesundheit und Verbraucherschutz, rät in diesem Zusammenhang nochmals, dringend auf die Regeln der persönlichen Hygiene zu achten. Dies ist besonders wichtig bei der Fleischzubereitung.


Zunächst einmal: Die Hände kommen den ganzen Tag über mit Gegenständen und Menschen in Berührung – und deshalb auch mit Viren und Bakterien. Da die Erreger von den Händen leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übergehen können, ist es wichtig, der Hygiene der Hände besondere Beachtung zu schenken.


Weitere persönliche Schutzmaßnahmen, etwa durch Husten in die Armbeuge, sind zu beachten.

Personen mit Durchfallerkrankungen sollten aus verständlichen Gründen keine Speisen vorbereiten.


Aber auch das Lebensmittel selbst kann produktionsbedingt bereits mit krankmachenden Erregern behaftet sein (z.B. rohes Geflügelfleisch!)


Was ist nun bei der Fleischzubereitung in der Küche besonders zu berücksichtigen?


  • Waschen Sie Ihre Hände vor und nach der Arbeit gründlich mit Flüssigseife und warmen Wasser und bei Bedarf auch während des Zubereitens von Speisen (z.B. wenn Sie mit rohem Geflügelfleisch hantiert haben).
  • Rohes Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln lagern und zubereiten, auch verschiedene Bretter, Teller, Messer und Zangen benutzen.
  • Flächen und Gegenstände nach Kontakt mit rohem Fleisch, dessen Verpackungen oder Tauwasser sofort gründlich reinigen und abtrocknen.
  • Wisch- und Handtücher nach der Zubereitung von rohem Fleisch möglichst auswechseln und bei mindestens 60° C waschen.
  • Fleisch nur gut durchhitzt verzehren.

Soweit diese Tipps beachtet werden, schützen Sie nicht nur sich, sondern auch andere.


 
Absenkung des Blei-Grenzwertes im Trinkwasser

03.03.2011

Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) sieht für den chemischen Parameter Blei einen Grenzwert von 25 Mikrogramm pro Liter vor. Ab 01.12.2013 gilt für Blei ein Grenzwert von 10 Mikrogramm pro Liter Trinkwasser. Dieser Wert kann nur eingehalten werden, wenn keine Bleirohre mehr im Wasserversorgungssystem vorhanden sind.


Hintergrund für die Absenkung des Grenzwertes ist die Toxizität, die von Blei ausgeht. Erhöhte Werte im Trinkwasser sind auf Hausinstallationen und Hausanschlussleitungen aus Blei zurückzuführen, die zum Teil bis Anfang der siebziger Jahre verbaut wurden. In Häusern, die nach 1973 errichtet wurden, sind keine Bleileitungen mehr verwendet worden.

Das Trinkwasser kann, insbesondere wenn es längere Zeit in den Leitungen gestanden hat, erhöhte Bleigehalte aufweisen, die zu chronischen gesundheitlichen Schäden führen können, wenn es regelmäßig getrunken wird. Blei ist ein giftiges Schwermetall, das bei Erwachsenen größtenteils in den Knochen gespeichert wird. In Phasen erhöhten Stoffwechsels (wie z. B. während der Schwangerschaft) kann es wieder mobilisiert werden und ins Blut übergehen. Junge Frauen, Kinder und Schwangere sollten deshalb kein Trinkwasser konsumieren, das erhöhte Bleigehalte aufweist, da insbesondere die Blutbildung und Intelligenzentwicklung bei Ungeborenen, Säuglingen und Kleinkindern beeinträchtigt wird.*


Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an den Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadtverwaltung.


(* Quelle : Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz )
 
Arzneimittelhandel im Internet

Das Internet gewinnt als Informationsquelle über Krankheiten und deren Behandlung mit Arzneimitteln sowie als Bestellplattform für Arzneimittel immer mehr Bedeutung. Doch Vorsicht, nicht alle Informationen und Arzneimittelangebote sind seriös und können so zur ernsthaften gesundheitlichen Gefahr werden. Worauf sollte man beim Internetkauf achten, welche Risiken birgt die Bestellung von Arzneimitteln im illegalen Internethandel und woran kann man erkennen, ob es sich um einen legalen Anbieter handelt? Antworten auf diese Fragen und weitere Informationen zum Thema hat das LIGA.NRW unter dem Titel "Arzneimittelhandel im Internet" zusammengestellt.


Arzneimittelhandel im Internet. Informationen des LIGA.NRW
 
Aktion „Wir gegen Viren“ – Richtiges Händewaschen schützt
Gemeinsame Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts, des Bundesministeriums für Gesundheit und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
Viren sind überall, wo Menschen sind. Sie können beispielsweise beim Husten, Niesen oder Sprechen ausgestoßen und eingeatmet werden oder an den Händen haften und weitergegeben werden. Erkältungen, Magen-Darm-Infekte, aber auch lebensgefährliche Erkrankungen (wie z.B. Grippe) können durch Viren verursacht werden. Um den Infektionsschutz im Alltag zu verbessern, starten das Robert Koch-Institut (RKI) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit die Aktion „Wir gegen Viren“. [weiter]