Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz
Aktuelles
Kalt, wie lange nicht mehr – Ratschläge für die Gesundheit
Die derzeitige Kaltluft entspringt dem Hochdruckgebiet „Cooper“ über Nordrussland und Sibirien, unter Meteorologen auch als „Russisches Kältehoch“ bekannt. Ungewöhnlich sind allerdings Stärke und Ausdehnung der Kaltluftzufuhr, die sich bis nach Griechenland hin erstreckt. Da solche Hochdruckgebiete sehr stabil sind, werden über längere Zeit deutliche Minusgrade erreicht.
Die sibirische Kälte kann zu erheblichen gesundheitlichen Beschwerden führen. Da sich bei Kälte die Hautgefäße zusammenziehen, um den Wärmeverlust zu verringern, steigt der Blutdruck. Soweit entsprechende Vorerkrankungen bestehen, resultieren aus dem Anstieg des Blutdrucks zusätzliche Gefahren. Erschwerend kommt hinzu, dass tiefe Temperaturen zusätzliches Adrenalin freisetzen, wodurch das Herz schneller schlägt.
Extreme Kälte schwächt außerdem das Immunsystem. Die weißen Blutkörperchen, die gegen Infektionskrankheiten antreten, vermindern sich durch den geringeren Blutdurchfluss. Zusätzlich werden durch die kalte Luft die Schleimhäute ausgekühlt. Dadurch können sich Viren vermehrt ausbreiten und zu Infektionserkrankungen führen. Damit noch nicht genug: In der dunklen Jahreszeit wird vom Körper weniger Vitamin D produziert, was den Organismus zusätzlich schwächt.
Kältewellen, wie sie uns aktuell erreichen, machen damit dem Organismus schwer zu schaffen. Ungewohnte Anstrengungen sollten daher unter freiem Himmel gemieden werden und ohnehin geschwächte Personen sollten lieber den Minusgraden fern bleiben.
Um Erkältungen zu vermeiden wird empfohlen, sich warm anzuziehen und viel zu trinken. Trockene Heizungsluft entzieht nicht nur der Raumluft Feuchtigkeit, sondern auch dem Körper. Erwachsenen wird empfohlen, mindestens 2 – 3 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich zu nehmen. Es bieten sich Wasser, Fruchtschorlen und Tees an, möglichst mit keinem oder wenig Zucker. Kaltes Wetter und Alkohol sind dabei ein gefährlicher Mix. Alkohol weitet die Gefäße und öffnet die Hautporen, wodurch mehr Wärme entweicht. Der Körper kühlt schneller aus. Die Wirkungen des Alkohols schmälern dabei oft das subjektive Empfinden.
Körperliche Fitness ist eine gute Vorsorge. So konnte durch Wissenschaftler in den USA nachgewiesen werden, dass sich die wöchentliche Trainingszeit auf die Zahl der Erkältungsinfekte, ihre Dauer und die Schwere der Symptome auswirken.
Tipps, um sich bei Kälte zu schützen:
- Kleidung aus Naturmaterialien/Mischgewebe halten i.d.R. wärmer.
- „Zwiebeltaktik“: Besser mehrere dünne Kleidungsstücke übereinander anziehen als einen dicken Pullover.
- Da Arme, Hände und Kopf am schnellsten auskühlen, ist hier besonders auf Kälteschutz zu achten.
- Bei Handschuhen windfeste Fäustlinge vorziehen, da sich so die Finger gegenseitig wärmen können.
- Die Mütze sollte auch die Ohren schützen.
- Bei stärkerem Wind zusätzlich Hals und Gesicht durch größere Halstücher schützen.
- Bei Anstrengung oder sportlicher Betätigung sollte auf Kleidung geachtet werden, die den Schweiß vom Körper weg transportiert, da man sonst friert.
- Chili, Pfeffer, Zimt oder Ingwer und heiße Tees wärmen von innen.
- Der Stoffwechsel ist an die Muskelmasse gebunden, - und damit auch die Wärmeproduktion. Hier sind Frauen benachteiligt.
- Gegen beginnende Erkältung ist ein sog. „ansteigendes Fußbad“ zu empfehlen. Durch mehrere Zugaben heißeren Wassers die Temperatur in 15 Minuten in erträglichem Maße ansteigen lassen.
- Vorbeugend die Sauna nutzen (nicht bei bestehenden Infekten!).
- Möglichst viel Tageslicht und Sonne „tanken“ (so sie denn da ist!). Das aktiviert das anregende Hormon Serotonin und schwächt das im Winter auftretende „Schlafhormon“ Melatonin ab.
- In geheizten Räumen für ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgen.
- Heizungsluft und Kälte bewirken ein Austrocknen der Haut. Geeignete Cremes verhindern dies.
- Kalte Füße vermeiden. Im Zweifelsfall im Bett eine Wärmflasche zu den Füßen legen (kein kochendes Wasser einfüllen, da Verbrennungsgefahr!).
- Nicht zu enge Schuhe anziehen. Da werden die Füße schnell kalt.
- Für warme Füße Wollsocken und in die Schuhe Thermo- oder Schafwolleinlagen.
- Last but not least: Ausreichend schlafen und möglichst stressfrei leben.
Fragen und Antworten zur E-Zigarette
Das Verbot in Nordrhein-Westfalen zum Handel und zur Abgabe von nicht zugelassenen nikotinhaltigen Liquids an Verbraucherinnen und Verbraucher ist aktuell Thema in den Medien.
Das Landesgesundheitsministerium NRW gibt Antwort auf viele Fragen. Die Informationen können Sie über den unten stehenden Link bekommen.
Hinweise des Gesundheitsministeriums NRW zur E-Zigarette
Der Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz informiert:
Küchenhygiene bei der Fleischzubereitung
Aktuelle Veröffentlichungen berichten von getestetem Hähnchenfleisch, bei dem antibiotikaresistente Bakterien nachgewiesen werden konnten. Mit der Thematik befasst sich u.a. das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR;
www.bfr.bund.de). Nach mehreren Untersuchungen war von dort bereits früher auf das Vorkommen von resistenten Keimen, insbesondere
E. coli und Salmonellen, im Fleisch hingewiesen worden.
Die Stadt Hagen, FB Gesundheit und Verbraucherschutz, rät in diesem Zusammenhang nochmals, dringend auf die Regeln der persönlichen Hygiene zu achten. Dies ist besonders wichtig bei der Fleischzubereitung.
Zunächst einmal: Die Hände kommen den ganzen Tag über mit Gegenständen und Menschen in Berührung – und deshalb auch mit Viren und Bakterien. Da die Erreger von den Händen leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übergehen können, ist es wichtig, der Hygiene der Hände besondere Beachtung zu schenken.
Weitere persönliche Schutzmaßnahmen, etwa durch Husten in die Armbeuge, sind zu beachten.
Personen mit Durchfallerkrankungen sollten aus verständlichen Gründen keine Speisen vorbereiten.
Aber auch das Lebensmittel selbst kann produktionsbedingt bereits mit krankmachenden Erregern behaftet sein (z.B. rohes Geflügelfleisch!)
Was ist nun bei der Fleischzubereitung in der Küche besonders zu berücksichtigen?
- Waschen Sie Ihre Hände vor und nach der Arbeit gründlich mit Flüssigseife und warmen Wasser und bei Bedarf auch während des Zubereitens von Speisen (z.B. wenn Sie mit rohem Geflügelfleisch hantiert haben).
- Rohes Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln lagern und zubereiten, auch verschiedene Bretter, Teller, Messer und Zangen benutzen.
- Flächen und Gegenstände nach Kontakt mit rohem Fleisch, dessen Verpackungen oder Tauwasser sofort gründlich reinigen und abtrocknen.
- Wisch- und Handtücher nach der Zubereitung von rohem Fleisch möglichst auswechseln und bei mindestens 60° C waschen.
- Fleisch nur gut durchhitzt verzehren.
Soweit diese Tipps beachtet werden, schützen Sie nicht nur sich, sondern auch andere.
Trinkwasser-Verordnung 2011
Für die Betreiber bzw. Inhaber von Trinkwasserversorgungsanlagen gem. § 3 Nr. 2 e ( Haus-Installationsanlagen) ergeben sich ab dem 01.11.2011 folgende Änderungen :
| 1. | Anzeigepflicht gem. § 13 Abs. 5 TrinkwV ..demnach sind Anlagen zur zentralen Wassererwärmung (und Abgabe im Rahmen einer öffentlichen oder gewerblichen Tätigkeit ) dem Gesundheitsamt zu melden! (eine Größenbegrenzung ist hier nicht angegeben) Auf die Vorlage technischer Pläne (im Sinne des § 13 Abs.3) wir zunächst verzichtet. |
| 2. | Untersuchungspflicht gem. § 14 Abs. 3 TrinkwV Das Wasser aus den o.g. Anlagen ist künftig ( im Rahmen einer repräsentativen Beprobung ) einmal / Jahr zu untersuchen. (Anlage 3, Teil II TrinkwV) |
| 3. | Probenahme, Probenehmer und Übermittlung von Untersuchungsergebnissen richten sich nach § 15 TrinkwV. |
Weitere Informationen:
Fachbereich Gesundheit- und Verbraucherschutz
Tel. : 207 -3658
Weitergehende Informationen vom Umweltministerium in NRW zum Legionellenschutz
Fragen und Antworten zur Grippeschutzimpfung 2011/12
Anlässlich der jüngst veröffentlichten Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur Impfung gegen die Grippe hat die BZgA für Bürgerinnen und Bürger die häufigsten Fragen und Antworten zusammengestellt. In übersichtlicher und verständlicher Form informiert dieser Fragenkatalog der BZgA rund um die Grippeimpfung, etwa wer sich im kommenden Herbst und Winter gegen Grippe impfen lassen sollte, wie sicher der Impfstoff ist und ob die Impfung auch vor der sogenannten „Schweinegrippe“ schützt.
Wie im vergangenen Jahr empfiehlt die STIKO Schwangeren die Impfung gegen die saisonale Grippe, auch beinhaltet der diesjährigen Grippeimpfstoff wieder eine Komponente des Grippevirus A(H1N1) von 2009 ("Schweinegrippevirus").
Ausführliche Informationen können unter dem Link
http://www.impfen-info.de/impfungen/fuer-erwachsene/grippe
eingesehen und heruntergeladen werden.
MRSA-Qualitätssiegel
Die zunehmende Ausbreitung multiresistenter Keime macht immer mehr Probleme im Gesundheitswesen. Ein besonderes Risiko, sich mit multiresistenten Erregern – besonders MRSA – zu infizieren, besteht für Menschen mit chronischen Erkrankungen, einem geschwächten Immunsystem und der Einnahme von Antibiotika. Die häufigste Quelle von MRSA-Infektionen sind damit Krankenhäuser, insbesondere die Intensivstationen, da hier viele zum Teil schwer kranke Menschen zusammenkommen und somit Übertragungsmöglichkeiten bestehen. Diese Erreger lösen vor allem Wundinfektionen, Entzündungen der Blase, der Nieren, der Atemwege und Blutvergiftungen aus. Lebensbedrohliche Zustände sind dabei nicht selten.
Alle Hagener Krankenhäuser haben schon seit vielen Jahren eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um die Patienten vor multiresistenten Erregern zu schützen und setzten täglich eine Menge an Strategien zur Bekämpfung dieser Keime um.
Jetzt haben sich 4 von 5 Hagener Kliniken zusätzlich entschlossen, ein MRSA-Qualitätssiegel zu erwerben. Um diese Auszeichnung innerhalb einer Zeitspanne von längstens zwei Jahren in Zusammenarbeit mit dem Institut für Hygiene am Universitätsklinikum in Münster, dem EUREGIO-Netzwerk Nordwest und dem örtlichen Gesundheitsamt zu erreichen, müssen die teilnehmenden Häuser 10 Qualitätsziele erfüllen. Dazu zählen u. a. Schulungen der Mitarbeiter, die Ermittlung und Erfassung von Infektionen, die Typisierung der Keime, die Umsetzung bundesweiter Hygiene-Empfehlungen des Robert Koch Instituts, die gesicherte Informationsweitergabe an weiterbehandelnde Stellen wie auch vermehrte Abstrichuntersuchungen bei stationärer Aufnahme der Patienten, insbesondere der sogenannten Risikopatienten.
Das oberste Ziel bei allen Maßnahmen ist, die Zahl der Neuinfektionen mit resistenten Keimen zu verringern, das heißt Übertragungswege konsequent zu unterbinden, damit Infektionen erst gar nicht entstehen können.
Der Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hagen freut sich, dass die Katholische Krankenhaus gem. GmbH mit ihren drei Standorten St.-Johannes-, St.-Marien- und St.-Josefs-Hospital, das Evangelische Krankenhaus Hagen-Haspe, das Evangelische Krankenhaus Hagen-Elsey wie auch die HELIOS-Lungenklinik Ambrock sich an dieser Zertifizierung beteiligen und das Qualitätssiegel als Bestätigung ihrer Bemühungen erwerben wollen.
Wenn nach den Sommerferien zeitgleich in den beteiligten Häusern das sogenannte Prävalenzscreening, eine Testung aller aufzunehmenden Patienten auf den Befall mit MRSA startet, wird die Hagener Bevölkerung erneut darüber in Kenntnis gesetzt werden. Diese gemeinsame Testung aller aufzunehmenden Patienten in den genannten Krankenhäusern gibt neben einer individuellen Feststellung für den einzelnen Patienten wichtige Aussagen für Hagen, wo wir als Stadt stehen, ob wir hier besondere Befallsquoten mit MRSA haben, oder ob hier besondere Befallsmodalitäten vorliegen. Damit werden wir für unsere Stadt ganz eigene Aussagen bekommen, um die Bekämpfung der multiresistenten Keime dann noch gezielter und effektiver anzusetzen.
Absenkung des Blei-Grenzwertes im Trinkwasser
03.03.2011
Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) sieht für den chemischen Parameter Blei einen Grenzwert von 25 Mikrogramm pro Liter vor. Ab 01.12.2013 gilt für Blei ein Grenzwert von 10 Mikrogramm pro Liter Trinkwasser. Dieser Wert kann nur eingehalten werden, wenn keine Bleirohre mehr im Wasserversorgungssystem vorhanden sind.
Hintergrund für die Absenkung des Grenzwertes ist die Toxizität, die von Blei ausgeht. Erhöhte Werte im Trinkwasser sind auf Hausinstallationen und Hausanschlussleitungen aus Blei zurückzuführen, die zum Teil bis Anfang der siebziger Jahre verbaut wurden. In Häusern, die nach 1973 errichtet wurden, sind keine Bleileitungen mehr verwendet worden.
Das Trinkwasser kann, insbesondere wenn es längere Zeit in den Leitungen gestanden hat, erhöhte Bleigehalte aufweisen, die zu chronischen gesundheitlichen Schäden führen können, wenn es regelmäßig getrunken wird. Blei ist ein giftiges Schwermetall, das bei Erwachsenen größtenteils in den Knochen gespeichert wird. In Phasen erhöhten Stoffwechsels (wie z. B. während der Schwangerschaft) kann es wieder mobilisiert werden und ins Blut übergehen. Junge Frauen, Kinder und Schwangere sollten deshalb kein Trinkwasser konsumieren, das erhöhte Bleigehalte aufweist, da insbesondere die Blutbildung und Intelligenzentwicklung bei Ungeborenen, Säuglingen und Kleinkindern beeinträchtigt wird.*
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an den Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadtverwaltung.
(* Quelle : Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz )
Arzneimittelhandel im Internet
Das Internet gewinnt als Informationsquelle über Krankheiten und deren Behandlung mit Arzneimitteln sowie als Bestellplattform für Arzneimittel immer mehr Bedeutung. Doch Vorsicht, nicht alle Informationen und Arzneimittelangebote sind seriös und können so zur ernsthaften gesundheitlichen Gefahr werden. Worauf sollte man beim Internetkauf achten, welche Risiken birgt die Bestellung von Arzneimitteln im illegalen Internethandel und woran kann man erkennen, ob es sich um einen legalen Anbieter handelt? Antworten auf diese Fragen und weitere Informationen zum Thema hat das LIGA.NRW unter dem Titel "Arzneimittelhandel im Internet" zusammengestellt.
Arzneimittelhandel im Internet. Informationen des LIGA.NRW
Aktion „Wir gegen Viren“ – Richtiges Händewaschen schützt
Gemeinsame Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts, des Bundesministeriums für Gesundheit und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
Viren sind überall, wo Menschen sind. Sie können beispielsweise beim Husten, Niesen oder Sprechen ausgestoßen und eingeatmet werden oder an den Händen haften und weitergegeben werden. Erkältungen, Magen-Darm-Infekte, aber auch lebensgefährliche Erkrankungen (wie z.B. Grippe) können durch Viren verursacht werden. Um den Infektionsschutz im Alltag zu verbessern, starten das Robert Koch-Institut (RKI) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit die Aktion „Wir gegen Viren“.
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