Stadtentwicklungsplanung
Aufgabe der Stadtentwicklungsplanung ist es, auf der Grundlage von Analysen und Prognosen für wichtige Bereiche der Stadtentwicklung (wie z.B. Wohnen, Gewerbe, Zentren und Einzelhandel, Verkehr, Freizeit und Erholung, Freiraum und Umwelt)
- Leitbilder
- Ziele
- Handlungsempfehlungen und
- Planungen für das :
| - | gesamte Stadtgebiet |
| - | Teile des Stadtgebietes |
| - | für raumrelevante Themen |
| - | oder Einzelprojekte |
zu erstellen. Die Inhalte der Stadtentwicklungsplanung fließen ein in förmliche Planungsinstrumente (Flächennutzungsplan, Bebauungspläne und informelle Planungen Stadtteilpläne, Rahmenplanung).
Zu den Aufgaben der Stadtentwicklungsplanung zählt auch die Abstimmung mit den übergeordneten Planungsebenen (Landes- und Regionalplanung) sowie mit den Nachbarkommunen.
Nachdem der Rat der Stadt Hagen im Dezember 2003 die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes beschlossen hat, stand dann die Erarbeitung von
Stadtbezirkskonzepten und themenbezogenen Fachbeiträgen zum Flächennutzungsplan im Vordergrund. Dabei wurden die Überlegungen der Verwaltung zunächst den Bezirksvertretungen vorgelegt und anschließend entsprechend ergänzt und überarbeitet den Bürgern präsentiert. Die Ergebnisse der Bürgerinformationsveranstaltungen wurden dokumentiert und den Bezirksvertretungen sowie dem Stadtentwicklungsausschuss zur Kenntnis gegeben. Die Diskussionen in den Stadtbezirken führten im Ergebnis dazu, dass in der Summe 153 Flächen für Wohnen mit einer Gesamtgröße von 258,8 ha und 9 Flächen für Gewerbe mit einer Gesamtgröße von 109,8 ha in das Prüfverfahren einbezogen werden mussten. Diese Vorschläge stammten sowohl von der Verwaltung, von der Politik als auch von einzelnen Bürgern.
In den Kapiteln
Wohnen und
Gewerbe sind die Ergebnisse der Gespräche mit der Bezirksregierung zur Bedarfsprüfung dargestellt. Hier zeigt sich insbesondere beim Thema Wohnen eine eklatante Differenz zwischen den Flächenwünschen der Stadt Hagen und den von der Bezirksregierung anerkannten Bedarfen. Bei der Festlegung der Flächenkontingente spielen die noch im Flächennutzungsplan vorhandenen Flächenreserven und die zu erwartende Bevölkerungsentwicklung eine bedeutende Rolle. Die Verwaltung hat bei den Gesprächen deutlich gemacht, dass der Mangel an Bauland in der Vergangenheit mit dazu geführt hat, dass Einwohner insbesondere in die ländlichen Umlandgemeinden abgewandert sind. Dem wurde entgegengehalten, dass die Stadt Hagen noch über eine enorme Anzahl von nicht ausgenutzten Wohnbauflächen im rechtsgültigen FNP verfügt. Auch beim Thema Gewerbe gibt es eine deutliche Spanne zwischen Flächenwünschen und Bedarfen, die aber noch Flächenoptionen für neue Gewerbeflächen im Flächennutzungsplan offen lässt.