Eisblockwette 2007 in Hagen
Am
20. April 2007 startete in Hagen die Eisblockwette.
Ein tonnenschwerer Eisblock wurde in ein hochwärmegedämmtes Holzhaus gepackt und acht Wochen dort gelagert. Es konnte gewettet werden, wieviel Prozent des Eises im Sommer noch übrig sein würden. Die Sponsoren hatten viele wertvolle Preise gestiftet.
Zeitungsmeldungen: Die Eisblockwette hat die Zeit fast um
Jetzt hat der Eisblock in Hagen fast die Zeit um. Die Hagener Bürger haben noch bis zum 16.6. um 14.oo Uhr die Gelegenheit, einen Tipp für die Wette abzugeben. Diese Aktion soll eindrucksvoll demonstrieren, wie eine gute Wärmedämmung am Haus einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Senkung der Energiekosten leisten kann.
Der tonnenschwere Eisblock mit einem Volumen von 1000 Litern ist optimal wärmegedämmt. Innen ist die Dämmung mit 18 cm Styropor versehen. Zum Boden und auf dem Dach des Holzhauses haben wir es mit rund 40 cm Dämmung zu tun. Das ist sozusagen ein Passivhausstandard. Zusätzlich zu der Innendämmung ist auf die Wände eine Wärmedämmung von 16 cm aufgebracht worden. Das ist noch mal ein komplettes Wärmedämmverbundsystem, welches z.B. den Energiestandard eines alten Hauses bei einer Gebäudesanierung auf den eines Neubaus hebt.
Diejenigen, die noch nicht gewettet haben, sind eingeladen, ihren persönlichen Tipp einmal abzugeben. Wer die Frage richtig beantwortet oder dem Ergebnis am nächsten kommt, dem winken attraktive Preise. Hierzu gehören unter anderem ein Romantikwochenende im Wellness-Hotel am Niederrhein für 2 Personen für 2 Übernachtungen im Wert von 800,- Euro inkl. Anreise, welches der Wohnungsverein Hagen eG spendet, ein Verwöhntag für 2 Personen in Bad Sassendorf von der Fa. Ambrock und ein Schlemmeressen im Schloß Hohenlimburg, welches die Fa. Hollmann+Partner Energiesysteme zusteuert. Die Wetten können weiterhin direkt am Eisblockhaus oder in den Bürgerbüros abgegeben werden.
Unterstützt wird die Aktion durch die Hofnagel+Bade GmbH, die Kreishandwerkerschaft Hagen, die Sparkasse Hagen, die Wirtschafts- und Servicegesellschaft des Handwerks mbH und den Innungen des Hagener Bau- und Ausbauhandwerks. Neben den Hauptpreisen locken themenbezogene Energieberatungsgutscheine, ein Luftdichtheitstest weiterer Unternehmen und Bücher der Thalia-Buchhandlung.
Ansprechpartner im Umweltamt der Stadt Hagen ist: Hans Joachim Wittkowski
Stadt Hagen – Umweltamt, Tel. 02331 207-3763
Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums messen Gletscherwasser
Unter die Klimaforscher gehen die Schüler und Schülerinnen der Klasse 5 a des Theodor-Heuss-Gymnasiums. Natürlich gibt es in Hagen keinen richtigen Gletscher. Aber der Eisblock der Hagener Eisblockwette am Friedrich-Ebert-Platz schmilzt auch. Als Partner der immer noch laufenden Wette ist die Schulklasse gefordert, zu ermitteln, wie viel Prozent des Eisblocks am 16. Juni am Aktionstag „Gesunde Umwelt- Gesunde Kinder“ nach sage und schreibe 8 Wochen noch übrig sind.
Karin Albrecht, die Lehrerin der 5a, hatte die Einwilligung der Kinder, als Partner im Rahmen der Durchführung der Klimaschutzaktion „Eisblockwette 2007 in Hagen“ zur Verfügung zu stehen, sofort erhalten. Im Unterricht hatten die jungen Klimaexperten Informationen um die Klimaveränderungen auf der Welt erhalten, schon bevor sie von der Wette erfahren hatten. Die Schulklasse konnte sich heute Mittag zusammen mit Phillip Hofmann von Radio Hagen persönlich davon überzeugen, dass die Hagener Handwerker die Einhausung des Eisblocks fachmännisch vorgenommen hatten. Die Kontrolle ist wichtig, schließlich steht der Eisblock bereits seit dem 20. April in der City.
Nachdem die Schülerinnen und Schüler das Eisblockhaus besichtigt hatten, konnten sie ihr Wissen im Ratsaal der Stadt Hagen mit Radio Hagen diskutieren und sich ein bisschen so fühlen wie die Politiker, die über Klimaschutz und Energiesparen entscheiden.
Mittlerweile haben viele Besucher und Interessierte an der Wette teilgenommen. Jeden Tag werden Teilnahmekarten in den Briefkasten am Eisblockhaus geworfen oder gehen per Post ein. Teilnehmen kann jeder, aber nur mit einem Tipp pro Person. Das Ergebnis kann erst am 16. Juni zum Aktionstag „Gesunde Umwelt – Gesunde Kinder“ feststehen, wenn die Klasse 5 von Frau Albrecht vom Theodor-Heuss-Gymnasium die Menge des Schmelzwassers abmessen wird. Dann erfolgt die Enthüllung der Eisblockwette auf einer Bühne mit einen Moderator auf dem Friedrich-Ebert-Platz gegen 15.00 Uhr einladen. Der Bezirksvorsteher der Bezirksvertretung Mitte, Herr Gläser, wird dabei den Schirmherrn Oberbürgermeister Peter Demnitz vertreten.
Das Hagener Eishaus wird versteigert
Mittlerweile haben alle Hagener viel über das Eishaus, in dem der Kubikmeter Eis schlummert gehört. Es gibt tolle Preise zu gewinnen, Schüler und Schülerinnen des Theodor-Heuss-Gymnasiums helfen, das Ergebnis zu ermitteln, wie viel Eis nach 8 Wochen im Eishaus übrig bleibt. Was aber passiert mit dem hochwärmegedämmten Holzhaus nach der Wette. Die Projektpartner haben sich darauf verständigt, das Haus zu versteigern. Der Erlös soll im Sinne des Klimaschutzes den Hagener Schulen zur Verfügung gestellt werden. Eine Ausrüstung für den Unterricht mit Energiesparkoffern, die von Lehrern und Fachleuten für den Unterricht ausgeliehen werden können, ist ein nachhaltiger Verwendungszweck zur Aufklärung über Energie und Klimaschutz.
Ob man das Eishaus nun als großen Gartenkühlschrank nutzen will, werbewirksam als ehemaliges Hagener Eisblockhaus aufstellt oder als Kassenhäuschen einsetzt. Die Übergabe und Lieferung erfolgt für den Meistbietenden innerhalb Hagens kostenfrei. Das Anfangsgebot liegt bei 500,- Euro. Gebote sind bei der Stadt Hagen bis zum 15. Juni 2007, 12 Uhr abzugeben (unter: Stadt Hagen – Umweltamt „Eishaus-Gebot“ 58042 Hagen), um die Bekanntgabe auf dem Umwelt- und Kindergesundheitstag am 16.06.2007 zu ermöglichen. An diesem Tage wird schließlich das Geheimnis gelüftet, wie viel Prozent des Eisblocks noch übrig sind. Das Eis steht eingepackt bereits seit dem 20. April in der City.
Noch sind Wetten möglich. Teilnehmen kann jede/r nur einmal. Teilnahmekarten gibt es am Eisblockhaus und bei allen Partnern der Wette, an städtischen Stellen, bei der Sparkasse Hagen, der Kreishandwerkerschaft Hagen, bei vielen Handwerkern, bei der Hofnagel+Bade GmbH sowie bei den Sponsoren der Preise, dem Wohnungsverein Hagen eG, der Fa. Ambrock GmbH, Hollmann+Partner Energiesysteme und der Thalia-Buchhandlung.
EISBLOCKWETTE HAGEN 2007 ist aufgelöst
8 Wochen war das Eisblockhaus Sonne, Wind und Wetter ausgesetzt sein. Es war eine der wärmsten Frühjahrsperioden. Dann am Samstag, dem Umwelt- und Kindergesundheitstag am 16. Juni, wurde endlich die spannende Frage geklärt, wie viel von dem Eisblock noch übrig geblieben ist. Schon rund 1000 Besucher und Interessierte haben allein in Hagen an der Wette teilgenommen. Die Wetten konnten bis Samstag abgegeben werden.
Als die Klasse 5a des Theodor-Heuss-Gymnasiums und ihre Lehrerin Karin Albrecht das Ergebnis ermittelt hatten, wurden im Anschluss die Gewinner festgestellt. Schließlich stand es fest: 35,66 % des Eisblocks waren noch übrig. Das schien im ersten Moment wenig. In Butzbach war der schlechter gedämmte Eisblock (70er Jahre-Standard) zum Vergleich vollständig verschwunden und sein Schmelzwasser sogar bereits 22 Grad C warm! Dies ist eine beachtliche Leistung, gemessen an der langen Laufzeit und der enormen Außenwärme. Die Wärmedämmung hat also sehr gut funktioniert!
Ein Frühjahr wie dieses hat es unter Temperaturgesichtspunkten noch nicht gegeben. Im Frühjahr 2007 jagt bisher ein Hitzerekord den nächsten und dies bereits ab April mit sogar anhaltend hochsommerlichen Temperaturen. Kürzlich kurzfristig unterbrochen von Wärmegewittern und Stürmen.
Auch ein Ergebnis von fast 36% zeigt demnach, dass gegenüber einem Standardhaus - die Dämmung das Ergebnis selbst unter diesen äußerst schwierigen Bedingungen verbessert hat. Andere Ergebnisse sind unter diesen Bedingungen eher zu erzielen, wenn die Laufzeit verkürzt wird, so stellt die Firma Isover ihre Eishäuser generell nur 4 Wochen auf, dann hält sich der Schmelzvorgang auch im Sommer in Grenzen.
Die Ergebnisse in ganz Deutschland schwanken zwischen 30 bis 90% und müssen mindestens in Verbindung mit den Laufzeiten gesehen werden. Vor Ort bestand meist die Notwendigkeit die Aktion an den lokalen Terminplan (Messen etc.) anzupassen, darunter leidet natürlich die Vergleichbarkeit, wichtig ist, dass die Aktion vor Ort aufmerksam verfolgt wurde. Rückmeldungen berichten von BürgerInnen deren Entscheidung für einen Neubau nach Passivhaus-Standard durch die Eisblockaktion herbeigeführt wurde.
Die Gewinner der ersten drei Hauptpreise sind am Dienstag, den 19. Juni 2007 um 16.30 Uhr in den Sitzungsraum A 201 des Rathauses an der Volme eingeladen, um ihrem Preis vom Sponsor zu erhalten.
Die Frage war ja, wie viel Prozent des Eisblocks sind am Tage der Enthüllung noch übrig? Wer diese Frage richtig beantwortet hat oder dem Ergebnis am nächsten kommt, hat nun folgenden Preis gewonnen:
1. Preis:
Das Romantikwochenende im Wellness-Hotel am Niederrhein für 2 Personen für 2 Übernachtungen, 2 x Frühstück mit Bioecke, 2 x Abendmenu, Wellness-Gutschein, inkl. Anreise im Wert von 800,- Euro, welches der Wohnungsverein Hagen eG spendet,
mit einem Wert von 35% für Herrn S. aus Hagen
2. Preis:
Der Verwöhntag für 2 Personen in Bad Sassendorf von der Fa. Ambrock
mit ebenfalls 35% für Herrn G. aus Schwerte und
3. Preis:
Das Schlemmeressen im Schloß Hohenlimburg, welches die Fa. Hollmann+Partner Energiesysteme zusteuert.
auch 35% für Frau G. aus Herdecke
Weitere Preise sind 1 Luftdichtigkeitstest der Zimmerei Platner, 3 Energieberatungen der Wirtschafts- und Servicegesellschaft des Handwerks mbH, 1 Energieausweis vom Ingenieurbüro Fastenrath und Sanierungsgesamtkonzept vom Architekten Wehner. Diese Preise können natürlich erst nach Ermittlung des Bedarfs vergeben werden.
Bereits am Samstag auf der Bühne des Umwelt- und Kindergesundheitstages wurden die 10 Buch- („Einfach das Klima verändern“, „Wir Wettermacher“ und 2 DVD-Preise („Eine unbequeme Wahrheit (mit Al Gore)“ von der Thalia-Buchhandlung ausgegeben.
Bundesweit nehmen mehr als 40 Städte und Gemeinden an der Eisblockwette teil. Zum Teil laufen noch einige Wetten, die meisten sind abgeschlossen. Die Kampagne zeigt, was mit guter Wärmedämmung für Klimaschutz und Energieeinsparung erreicht werden kann. Das Ergebnis fällt von Stadt zu Stadt unterschiedlich aus, denn jedes Haus wurde individuell von Handwerkern vor Ort gebaut und auch die Temperaturen sind nicht überall gleich. Wichtig ist dabei die Einhaltung des hohen Dämmstandards eines Passivhauses. Kontrollaktionen mit schlechter gedämmten Eishäusern – zum Beispiel nach der 70er Jahre Baustandard - haben die enthaltenen Eisblöcke schon vor der Enthüllung komplett schmelzen lassen!