Ex und hopp, ein Slogan, der die Einführung der Getränkedose begleitete, kennzeichnete das Konsumklima dieser Epoche. Über die ganze Republik verteilt nahmen tausende von Kippen die Abfälle auf. Vergraben und vergessen?! Das hat nicht funktioniert. Die Deponien von gestern sind die Altlasten von heute.
Gesetzlicher Rahmen
Unter dem Druck der Ereignisse wurde 1972 das Abfallbeseitigungsgesetz in Kraft gesetzt. Im Vordergrund standen Gefahrenabwehr und Seuchenhygiene. Hieraus entwickelte sich das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, in dessen Wertehierarchie Vermeidung und Verwertung der bloßen Beseitigung übergeordnet wurden. D.h., die umweltschonende Beseitigung bleibt Basis jeglicher Abfallwirtschaft. Vorab sind allerdings Maßnahmen zur Vermeidung und Verwertung zu prüfen und umzusetzen, wenn wirtschaftlich vertretbar. Die höheren Kosten von hochwertigem Recycling haben in der Vergangenheit häufig deren Umsetzung behindert. Mit steigenden Rohstoffpreisen hat sich das geändert.
Die Europäische Gemeinschaft übernimmt die deutsche Abfallhierarchie in ihre Abfallrahmenrichtlinie und baut diese noch aus:
Zukünftige Entwicklung
Es ist in den Köpfen angekommen, dass Rohstoffe nicht unbegrenzt verfügbar sind. Das gilt insbesondere für Länder, die stark von Rohstoffimporten abhängig sind. Die Rohstoffe, die sich in unseren Wirtschaftskreisläufen, Altablagerungen, Gebäuden, Rohr- und Kabelnetzen befinden, gewinnen immer mehr an Bedeutung. Diese Stoffe zu nutzen, verbirgt sich hinter dem Begriff Urban Mining. Mittlerweile ist die Aufkonzentration bestimmter Rohstoffe in den Städten höher als in den natürlichen Lagerstätten. Zudem ist die Aufbereitung von Abbruch- und Rückbaumaterialien mit weniger Aufwand verbunden und die Rohstoffe sind im eigenen Lande.
Neben der
Müllverbrennungsanlage stehen in Hagen gemäß Abfallsatzung weitere Entsorgungsanlagen zur Verfügung:
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Sondermüllsammelstelle
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C.C. Reststoffaufbereitung (Bauschutt, Straßenaufbruch, Baustellenabfall)
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Werkhof gGmbH (Elektroschrott)
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Asphaltsplittwerk Kemna-Bau (Straßenaufbruch)
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Städtische Grünkompostierungsanlage
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Deponie Enerke (Inertstoffe)
Haben Sie Fragen zu den Möglichkeiten der Vermeidung, Verwertung und Beseitigung Ihrer Abfälle? Die Abfallberatung des Umweltamtes steht Ihnen gern zur Verfügung:
Tel. 02331/207-2957, 207-2722 oder 207-2796.