Löschgruppe Haspe: Chronik

Befasst man sich heutzutage mit regionaler Geschichte, so stößt man auf das Problem, dass man hier und da Informationen zu einem Thema findet, dass aber auch immer wieder neue Fragen aufgeworfen werden und dass Manches davon leider unbeantwortet bleiben muss. Der folgende Text entstand unter anderem mit Hilfe dieses Buches "Hagen einst und jetzt - Haspe, eine Stadt im Wandel" (1982).


Leider fehlen etliche wichtige Jahreszahlen, Hintergründe und Zusammenhänge. Für einen groben Überblick ist die Quelle aber auf jeden Fall brauchbar. Und so fing alles an:


Als gegen Mitte der 1870er Jahre der Stadtvertretung von Haspe der Feuerschutz, der bis dahin durch eine Pflichtfeuerwehr gewährleistet wurde, nicht mehr ausreichend erschien, versuchte Bürgermeister Boshammer, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Solche Pflichtfeuerwehren waren ca. seit den 1830er Jahren in Westfalen in (fast ?) jeder Gemeinde zu finden. Allerdings gehörte jeder Bürger einer solchen Pflichtfeuerwehr an, der lederne Löscheimer war zunächst noch die einzige Waffe gegen das Feuer. Man kann sich vorstellen, dass diese Art der Brandbekämpfung nicht gerade effektiv war.


1881 gelang es mit Hilfe von Mitgliedern des Hasper Turnvereins 1860 eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Das Gründungsdatum der Freiwilligen Feuerwehr Haspe ist der 20. August 1881. Gleich zu Anfang meldeten sich 75 Freiwillige zum aktiven Dienst. Die neu gegründete Freiwillige Feuerwehr Haspe war für das gesamte Hasper Stadtgebiet sowie die Außenbezirke Westerbauer und Tücking zuständig. Zwischen 1880 und 1915 wurden übrigens die meisten Löschgruppen gegründet, die es auch heute noch in Hagen gibt.


Im Jahre 1895 wurde in Westerbauer schließlich unter der Führung des Kaufmannes Julius Mummenhof die Freiwillige Feuerwehr Westerbauer gegründet, da Westerbauer noch eine eigenständige Gemeinde war. Auch auf dem Tücking kam es am 6. Juni 1895 zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr. Die drei Wehren Haspe, Tücking und Westerbauer waren vollkommen selbständig. Dies wurde erst anders, als Westerbauer in Haspe eingemeindet wurde und Bürgermeister Frank die Leitung der Stadt Haspe übernommen hatte. Ihm sowie den Führern der drei Wehren ist es zu verdanken, dass sich die Wehren Haspe und Westerbauer vereinigen konnten. Das im Jahre 1920 durchgeführte große Feuerwehrfest kann man eigentlich als Gründungsfest der Gesamtwehr bezeichnen. Führer dieser neuen Wehr war Brauereibesitzer Ernst Pfingsten. Er trug die Amtsbezeichnung Branddirektor.


Nach der Eingemeindung von Haspe zu Hagen – was viele Hasper übrigens heute noch ärgert – bezog die Berufsfeuerwehr Hagen ihr neues Domizil an der Enneper Straße. Ein solcher Standort am Rande einer Stadt mag verwundern. Hintergrund für die Einrichtung der Berufsfeuerwehr für die Auswahl des Standortes war aber die Tatsache, dass man aufgrund eines Bahnübergangs in Niederhaspe den aufstrebenden Industriestandort Haspe nicht rechtzeitig hätte erreichen können, da die Bahnschranken wegen des Güterverkehrs von und zur Hasper Hütte oft geschlossen waren. Also richtete man die Berufsfeuerwehr jenseits der Schranken an, um den normalen Feuerschutz zu gewährleisten. Die Schienen sind zwar mittlerweile weg, aber die Wache West (auf welcher wir so manche Stunde die Berufsfeuerwehr vertreten) gibt es heute noch.


Für die Freiwillige Feuerwehr änderte sich nach Angaben der oben erwähnten Quelle in den 1920er Jahren wenig.


In der Zwischenzeit musste die Löschgruppe Haspe oft ihr Domizil wechseln. So ging es von der Werkstraße zur Kurze Straße und dann zur Uferstraße am Heubing. 1981 bezog die freiwilligen Haspe dann das neue Gerätehaus an der Kölner Straße, ca. 60m von der Berufsfeuerwehr Wache West entfernt. Im August 1994 bekamen wir Zuwachs: Die Jugendfeuerwehr Hagen-West nutzt seitdem mit uns gemeinsam Gebäude und Hof an der Kölner Straße 76a.


Allerdings ist der nächste Umzug bereits jetzt beschlossen. Voraussichtlich 2005/2006 ziehen wir mit den Löschgruppen Tücking und Wehringhausen sowie der Jugendfeuerwehr West in ein Gemeinschaftsgerätehaus an der unteren Tückingstraße.


Heute besteht die Löschgruppe Haspe, seit November 2017geleitet von BOI Gerald Pfeiffer, aus 29 Aktiven (davon 26 Männer und 3 Frauen) sowie 2 Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung. Durch die Jugendfeuerwehr und andere junge interessierte Hasper ist erfreulicherweise mit weiteren Neuaufnahmen zu rechnen.


Während man vor 100 Jahren mit alten Handkolbenspritzen löschen musste, stehen uns drei moderne Einsatzfahrzeuge zur Verfügung: Ein TLF 3000, ein LF20KatS sowie ein MTF.

Einsätze

Sobald die Berufsfeuerwehr für längere Zeit im Einsatz gebunden ist, wird der Brandschutz im Hagener Westen von der Löschgruppe Haspe sichergestellt. Diese besetzt dann mit ihren Fahrzeugen das Gerätehaus, um bei Folgeeinsätzen schnelle Hilfe leisten zu können. Zur Sicherstellung der Hilfsfristen kann es aber auch durchaus erforderlich sein, dass sie Löschgruppe Haspe bei gewissen Alarmstichwörtern und Sonderoblekten im Erstabmarsch mitalarmiert wird.


Bei den nachfolgenden Bildern handelt es sich um Einsätze, bei denen die Freiwillige Feuerwehr Haspe neben der Berufsfeuerwehr mit im Einsatz war.

Neben den größeren Brand- und technische Hilfeleistungseinsätzen, besteht der Großteil der Einsätze aus dem Besetzen der leerstehenden BF Wachen sowie Brandmeldealarme kritischer Objekte im Hasper Stadtgebiet.


Besondere Einsätze aus dem Jahr 2020

Löschgruppe Haspe


Anschrift:
  • Tückingstr. 2z, 58135 Hagen

Kontakt
  • Löschgruppenführer:
    BOI Gerald Pfeiffer
  • Stellvertretender Löschgruppenführer:
    BI Christian Langosch
  • Kontakt:
    Tel: 02331-374 5430 (nur freitags von 18:30-21:00 Uhr)
  • E-Mail: buero@lg-haspe.de

Wer uns persönlich sprechen möchte - wir haben jeden Freitag Dienst von 18:30 Uhr bis 21:00 Uhr im Gerätehaus.

Interesse an der Freiwilligen Feuerwehr?

Feuer- und Rettungswache Hagen
Florianstraße 2, 58119 Hagen
Herr Thomas Lübold
Tel.: 02331 374 1111