„Kultur und Schule“: Förderprogramm des Landes unterstützt 17 Projekte an Hagener Schulen


Mit insgesamt 45.900 Euro werden Kreativprojekte für Hagener Schüler*innen im Schuljahr 2020/21 gefördert. Künstler*innen und Kunstpädagog*innen aus den Bereichen Theater, Literatur, Bildende Kunst, Musik, Tanz, Film und Neue Medien werden an hiesigen Schulen Projekte durchführen. Die von der Bezirksregierung Arnsberg bewilligten Maßnahmen sollen das schulische Lernen ergänzen. Ziel ist es, bei den Schüler*innen das Interesse an Kunst und Kultur zu fördern, unabhängig von familiärem Hintergrund und sozialem Status. Die Projekte finden über das ganze Schuljahr hinweg regelmäßig statt.

Die Sparten Tanz und Musik bzw. Tanz und Theater vereinen acht Projekte: An der Grundschule Helfe und an der Emil-Schumacher-Grundschule bringt Thorsten Schuller Neue Medien in tänzerische und musikalische Erkundungen ein. Mit Gabriele Laatsch heißt es am Ricarda-Huch-Gymnasium “Auf die Bühne - fertig - los!“. In der Grundschule Volmetal erkunden Schüler*innen mit Sandra Brammen den „märchenhaften Alltag“. Mit Jozsef Csaba Hajzer steht am Albrecht-Dürer-Gymnasium das „Miteinander - Füreinander“ im Vordergrund. „Tanzen kann jeder - wir tanzen um die Welt“, sagt Katharina Fiona Tiemann und lädt Schüler*innen der Grundschule im Kley mit Teilstandort Reh zur Projektarbeit ein. „Meine Erde“ thematisiert Mona Stöcker tänzerisch in der Funckeparkschule und in der Grundschule Boloh.

Die Förderung der individuellen Kreativität und kulturellen Integration stellt Ciria Hauert-Colunga für den Bereich Bildende Kunst an der Grundschule Kipper und an der Funckeparkschule in den Mittelpunkt. An der Fritz-Reuter-Schule erstellen die Schüler*innen unter der Leitung der Künstlerin Margit Wölk „Szenenbilder“. Um „Kunst am Bau“ dreht sich alles bei der Sekundarschule Altenhagen im Projekt mit Andreas Busch, und Emily Kunzes Kunstprojekt steht unter dem Motto „Ich bin ein Teil von Wir - Gemeinsam an der Heideschule Hohenlimburg“. Mit den Aktiven des Gymnasiums Hohenlimburg erstellt Andreas Busch einen „Kunstpfad“. Auch Mode & Design fallen in den Bereich Bildende Kunst, wie Silja Meise an der Grundschule Friedrich-Harkort beweist. Im Grenzbereich zwischen Bildender Kunst und Literatur bewegt sie sich, wenn sie mit Schüler*innen der Freiherr-vom-Stein-Grundschule „Geschichten aus dem Ärmel schüttelt...“ Und zu guter Letzt zeigt Steffen Schmidt an der Hermann-Löns-Grundschule: „Trommeln macht glücklich“. Alle Projekte münden in eine Abschlusspräsentation.

Der Juryprozess für die Auswahl der Projekte wurde vom Kulturbüro Hagen begleitet und bezog fünf Personen aus den Bereichen Bildende Kunst, Schauspiel/Theater, Schulverwaltung, kulturelle Jugendbildung und eine Vertreterin der Bezirksregierung Arnsberg ein. In der vorigen Projektrunde wurden 18 Projekte an Hagener Schulen durchgeführt. Der nächste Aufruf, Ideen für neue Kooperationen einzureichen, wird im Frühjahr 2021 veröffentlicht.




Nähere Informationen zum Förderprogramm gibt es auf der Internetseite des Ministeriums:

https://www.mkw.nrw/kultur/foerderprogramme/landesprogramm-kultur-und-schule/



https://kultur-und-schule.de/de_DE/home




Neue Richtlinie und Aktuelle Änderungen (Stand: 4. Februar 2020)


https://www.mkw.nrw/system/files/media/document/file/200214_Richtlinie_Kultur-und-Schule.pdf


Eine grundlegende Veränderung bezieht sich auf Ziffer 4, Buchstabe a: künftig werden im Umfang von 5 Einheiten Zeiten für die Vor- und Nachbereitung der Projekte berücksichtigt, der Gesamtumfang wird auf 45 Einheiten (Einheiten à 90 Minuten) erhöht.

Blockprojekte sind nicht mehr nur als Ausnahme sondern als „Regelprojekte“ möglich. Voraussetzung bleibt, dass der zeitliche Gesamtumfang eingehalten werden muss.

Aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung wird der Zuschuss für eine Abschlusspräsentation in die Sach- und Reisekostenpauschale integriert, zudem wird die Pauschale um 50,00 Euro auf dann 900,00 Euro angehoben.

Es ergibt sich ein neuer Gesamtbetrag i. H. v. 3.375 Euro

Der Eigenanteil pro Projekt steigt somit auf 675,00 Euro

• Bzgl. der Gruppengröße wird nun keine Mindestanzahl an Teilnehmenden mehr vorausgesetzt, abhängig von der jeweiligen Projektbeschreibung wird nunmehr lediglich eine Gruppengröße von i.d.R. zwölf bis 25 Teilnehmenden empfohlen.


Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen stellt auch für das kommende Schuljahr 2020/2021 den Hagener Schulen wieder Mittel aus dem Förderprogramm „Kultur und Schule“ zur Verfügung, um den schulischen Alltag mit interessanten Projekten zu bereichern.

So wird Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit eröffnet, in die Schulen zu kommen und außergewöhnliche Projekte neben dem normalen Unterricht durchzuführen. Sie unterstützen Schülerinnen und Schüler dabei, selbst künstlerisch aktiv zu werden und weitere Kulturangebote wahrzunehmen. Die Projekte ergänzen das schulische Lernen und eröffnen Kindern und Jugendlichen hautnah die Begegnung mit Kunst und Kultur. Es werden neue Zugangschancen für alle eröffnet, unabhängig von sozialem Status und kultureller Vorbildung.

Selbst künstlerisch aktiv zu werden und Kultur direkt zu erleben fördert die Entwicklung junger Menschen. Eine differenziertere Wahrnehmung sowie ein besseres Ausdrucksvermögen erweitern die eigene ästhetische Kompetenz und bereichern die Gestaltung des eigenen Lebens.

Möglich sind solche Projekte in allen Sparten, von der Bildenden Kunst über Musik, Tanz, Theater, Literatur, Film bis hin zu neuen Medien. Eine Beteiligung ist für Schulen aller Schulformen möglich, von Grundschulen bis hin zur Erwachsenenbildung.

Wichtig im Sinne des Förderprogramms ist es, Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Kunstsparten in Kontakt zu bringen. Immer wiederkehrende Projekte an einer Schule mit denselben Künstlerinnen und Künstlern können nicht gefördert werden, neue Konstellationen sind gewünscht. Die Förderung erfolgt als fester Zuschuss in Höhe von 2.700 Euro je Projekt. Der Eigenanteil, den die Schulen etwa durch Fördervereine oder Sponsoring erbringen müssen, beträgt 675 Euro. Mit diesem Geld führen dann Künstlerinnen und Künstler ein ganzes Schuljahr die Projekte neben dem normalen Unterricht durch. Die Anträge sind bis zum 31. März 2020 beim Kulturbüro der Stadt Hagen zu stellen. Eine Jury wählt dann die Projekte aus, die gefördert werden.


Ansprechpartnerin: Elena Grell

Telefon 02331/2073509

Elena.Grell@stadt-hagen.de




Standort & Erreichbarkeit

Kulturbüro Hagen
Museumsplatz 3
58095 Hagen