Projektefonds 2019 - geförderte Projekte


Hagener Baukunst in den 20er Jahren

Zwischen Tradition und Moderne


Das Bauhaus-Jubiläum hat der HAGENRING e.V. zum Anlass genommen, in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff die Hagener Baukunst in den Blick zu nehmen.

Zum einen haben sich die dem HAGENRING angehörenden Fotografen Peter Klein und Siegfried Rubbert zusammen mit ambitionierten Teilnehmern an Fotokursen des Themas angenommen. Die Fotoausstellung vom 7. bis 28. Juli 2019 in der HAGENRING-Galerie gab den Besuchern einen interessanten Einblick in die Architektur der 20er Jahre, aber auch in die Zeit unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg. Sie lud zugleich ein, Hagen unter dem Vorzeichen des Bauhauses neu zu entdecken.


Zum anderen hat sich Michael Eckhoff mit der Geschichte der Hagener Bauten jener Epoche befasst und sie in einer Broschüre zusammen mit ergänzenden Informationen veröffentlicht. Bekannte und weniger bekannte Hagener Bauten, die einen eindeutigen Bezug zum „Neuen Bauen“ der Weimarer Republik haben (Bauhaus, Expressionismus, Frühe Moderne etc.) werden vorgestellt.


Wehringhauser Schnurlos Festival 2019


Mitte August 2019 fand das Wehringhauser Schnurlos Festival zum vierten Mal neben dem Bismarckturm auf dem Goldberg statt. Seit 2016 wird das Festival als zweitägige Veranstaltung von einem ehrenamtlich agierenden Team aus Wehringhausen organisiert und mit Hilfe von weiteren 45 ehrenamtlich Helfenden umgesetzt. Das musikalische Repertoire reichte von Hip Hop über Country-Rock, Singer-Songwriter Musik bis zu klassischer Rockmusik. Die Bands erhalten ordentliche Gagen und kommen teils aus dem lokalen Umfeld als auch aus der Region und darüber hinaus. Der Eintritt war wie immer und auch für die Zukunft geplant frei. Das Festival hat sich inzwischen etabliert und ist für viele Hagener und regionale Besucher zur festen Instanz geworden.

"Mein Heim Allein" – Ein Kurzfilm von Alex Hosfeld mit Hagener Wurzeln


Bei "Mein Heim Allein" handelt es sich um einen Kurzspielfilm über einen alleinerziehenden Vater, der sich nach dem Auszug seiner Tochter mit dem Gefühl von Einsamkeit und unerklärlichen Vorgängen in seinem Haus auseinandersetzen muss.


An der Umsetzung von "Mein Heim Allein" war eine fast 30-köpfige erfahrene und ambitionierte Filmcrew, sowie ein talentierter Cast an Darstellern, beteiligt. Die Hauptrolle des Films, der alleinerziehende Vater Hanno, wurde von Peter Kotthaus gespielt. Kotthaus kann auf über 25 Jahre als Schauspieler zurückblicken, u.a. Rollen in "Meer bei Nacht" und "Verbotene Liebe".

Nachdem Anfang 2018 mit den Arbeiten am Drehbuch begonnen und im Herbst 2018 die Vorproduktion für "Mein Heim Allein" gestartet wurde, begannen im April 2019 die Dreharbeiten. Regisseur und Drehbuchautor Alex Hosfeld schloss mit dem Film sein Studium an der Ruhrakademie Schwerte ab. Am 16.11.2019 feierte "Mein Heim Allein" dann im Hagener Kino Babylon in der Pelmke mit einer Doppelaufführung Kinopremiere.

Konzert: Kunst für den Frieden – AWO Unterbezirk HA-MK


Am 07.10.2019 fand der AWO-Fachtag Migration in der Kreishandwerkerschaft Hagen statt. Die AWO beschloss diesen Fachtag um 19.00 Uhr mit einem Konzert von Aeham Ahmad im Auditorium des Emil-Schumacher-Museums. Das Konzert wurde in Kooperation mit dem Verein „stART international e.V. - emergency aid for children“, der sich um die Kunst- & Kulturförderung in Krisenregionen kümmert, veranstaltet.

Aeham Ahmad ist ein palästinensisch-syrischer Musiker und Träger des Internationalen Beethovenpreises für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion, der als „Pianist in den Trümmern“ weltberühmt wurde. Barbara Schiller, Geschäftsführerin von stART international e.V, hat zwischen den einzelnen Stücken Auszüge aus der Biographie des Musikers gelesen. Im Anschluss bestand noch die Möglichkeit sich mit dem Künstler auszutauschen.

MALOU & DOMINIQUE

Vom 5.12.2019 bis 5.03.2020 am Hagener HBF und an weiteren Bahnhöfen in NRW


„Malou & Dominique“: Spielerisch loten zwei Tänzer den Raum zwischen sich und der Welt aus. In kurzen Filmen zeichnen sie das Mosaik der menschlichen Begegnung. Der Kosmos der Tänzer: eine Industriehalle. Ihr Leben: dem Alltag entrückt. Und doch erzählen sie, in kuriose Kostüme gekleidet, vom Leben selbst: Von den Wirren und dem Zauber der Beziehung zwischen zwei Menschen. Inszeniert von dem schottischen Choreographen Mark Sieczkarek.

„Malou & Dominique“ übersteigert die Realität und wird in der augmented reality über die APP „motionartview“ präsentiert. „Malou & Dominique“ besteht aus einzelnen Episoden, die in 15 Bahnhöfen an gekennzeichneten Stellen zu sehen sind. Ein Klick auf die App „motionartview“ und die Filme legen sich im virtuellen Raum über die reale Szenerie. In jedem Bahnhof ein Film. Zu sehen auf dem Smartphone oder Tablet. Es ist ein Projekt im öffentlichen Raum – konzipiert von dem Videokünstler Kai Fobbe – bei dem sich die Bahnhöfe in Kulturräume verwandeln. Real und virtuell. Radikal demokratisch, begehbar für jeden und sichtbar rund um die Uhr.



Soundtrips NRW - Nr. 44


Die SOUNDTRIPS sind durch ihre langjährige Präsenz in NRW zu einem international beachteten Forum für qualitativ hochwertige Konzerte improvisierter Musik geworden. Das Konzert Nr. 44 war ein besonderes und hochklassiges musikalisches Erlebnis. Im ersten Teil des Abends stellte das Duo Chris Cutler (dr) und Tim Hodgkinson (git,clar) seine seit 1968 entwickelte Tonsprache vor, wobei einen die auf lange Sicht und mit traumhaft sicherem gegenseitigen Vertrauen aufgebauten Klangbilder in tranceähnliche Zustände mitrissen. Nach der Pause erweiterte als Vertreter der regionalen Musikszene der Posaunist Paul Hubweber aus Aachen und der Hagener Geiger Martin Verborg die Gruppe zum Quartett. Sie präsentierten die Improvisierte Musik als eigene Musikrichtung mit Verbindungen und Wurzeln aus Jazz und progressiver Rockmusik der 70er Jahre.

Soundtrips NRW - Nr. 47


Das Konzert Nr. 47 war ein sehr spezielles musikalisches Erlebnis. Im ersten Teil des Abends stellte das Duo Silke Eberhard (sax/clar) und Uwe Oberg (p) sein Musikkonzept vor, wobei die traumwandlerische Sicherheit, mit der die beiden quasi von Stil zu Stil switchten und gewissermassen einen Aufriss der Geschichte der musikalischen Improvisation vorführten (diverse Jazzepochen, neue Musik und Nonidiomatisches tauchten auf) das Publikum atemlos machte. Nach der Pause erweiterten als Vertreter der regionalen Musikszene der Schlagwerker Simon Camatta aus Essen und der Hagener Geiger Martin Verborg die Gruppe zum Quartett, welches nahtlos da anknüpfte, wo vorher aufgehört wurde und einen wahren Parforceritt durch die Möglichkeiten improvisierter Musik, ihre Geschichte und verschiedene Zustände lieferte.


Weitere Projekte sind ebenfalls finanziell unterstützt worden. Nähere Infos dazu folgen in Kürze.