Hagener Gesundheitskonferenz


Aufgaben


Veränderte Krankheitsbilder und die Zunahme chronischer Erkrankungen erfordern bei zunehmend schmaler werdenden finanziellen Spielräumen neue Lösungsansätze. Es gilt vorhandene Ressourcen bedarfsgerecht einzusetzen.

Um dies zu erreichen, werden eine optimierte Abstimmung von Leistungen und eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den vielen Dienstleistern angestrebt.

Unter anderem werden Angebote zur Krankheitsvermeidung aufgezeigt und gezielte Programme zur Gesundheitsförderung umgesetzt.


Akteure


In der Kommunalen Gesundheitskonferenz wirken Vertreter aller Einrichtungen der gesundheitlichen Versorgung mit. Sie beraten Probleme, verabschieden Lösungsvorschläge und setzen diese um. Der Rat der Stadt Hagen hat die Kommunale Gesundheitskonferenz im Jahr 2000 einberufen. Ihr gehören die Vertreter der Ärzte, Zahnärzte und Apotheker, die Beauftragten der Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulante Versorgungseinreichtungen an. Freie Wohlfahrtsverbände, Selbsthilfegruppen, Beiräte für Behinderte, Senioren, Frauen und Personen mit Zuwanderungsgeschichte sind genauso vertreten wie Repräsentanten des für die Gesundheit zuständigen Ausschusses der Stadt Hagen.

Die Kommunale Gesundheitskonferenz in Hagen umfasst derzeit rund 30 Personen.


Themen


Als Themen bieten sich exemplarisch folgende Felder an:


  • Gesundheitsförderung
  • Umweltmedizin
  • Psychiatrische und Suchtkrankenversorgung
  • Medizinisch-soziale Versorgung älterer Menschen
  • AIDS-Aufklärung, -Beratung und -Versorgung

Weitere Beispiele können sein:


  • Gesundheitsprophylaxe bei Kindern
  • Unfallopfer
  • Inanspruchnahme medizinischer Versorgungsprogramme
  • Angebote an Migranten

Organisation


Die vom Rat der Stadt Hagen berufenen Mitglieder kommen mindestens einmal jährlich in der Gesundheitskonferenz zusammen. Den Vorsitz hat Herr Huyeng, Beigeordneter der Stadt Hagen. Die Gesundheitskonferenz kann zur Vorbereitung und Vertiefung einzelner Fragestellungen und Themen Arbeitsgruppen bilden. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden abschließend in der Gesundheitskonferenz beraten, verabschiedet und in Selbstverpflichtung der Beteiligten umgesetzt.

Empfehlungen und Stellungnahmen der Gesundheitskonferenz werden dem Rat der Stadt Hagen zugeleitet.


Arbeitsgruppen


In den Arbeitsgruppen sollen Handlungsempfehlungen für die Gesundheitskonferenz erarbeitet werden. Experten, Betroffene sowie Mitglieder anderer Institutionen können hinzugerufen werden. In den Arbeitsgruppen werden Daten recherchiert, Fakten zusammengetragen und analysiert und Handlungsempfehlungen formuliert.


Zum Erreichen der gesundheitlichen Ziele soll eine Bestandsaufnahme erfolgen, auf deren Grundlage Maßnahmen, zuständige Träger, Verfahren sowie Möglichkeiten zur Umsetzung, Auswertung und Erfolgskontrolle entwickelt werden.


Bisher gab es folgende Arbeitsgruppen:


  • AG Selbsthilfeunterstützung
  • AG verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche
  • AG Gesunde Stadtentwicklung
  • AG zur Gesundheitsberichterstattung

Geschäftsführung


Der öffentliche Gesundheitsdienst spielt eine wichtige Rolle bei der Vernetzung der von Akteuren und Maßnahmen der Organisation der kommunalen Gesundheitskonferenz. So muss der Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hagen als sog. Untere Gesundheitsbehörde bei der Abstimmung gesundheitlicher Leistungen mitwirken und die Zusammenarbeit der hierfür verantwortlichen Einrichtungen fördern. Hierzu gehört auch die Geschäftsstelle der Gesundheitskonferenz. Im Rahmen dieser Aufgabe werden z. B. die Sitzungen vorbereitet und dokumentiert.


Darüber hinaus ist die Geschäftsstelle Anlaufstelle für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.