Allgemeines

In der Zentralen Fachstelle sind die Aufgaben der kommunalen Obdachlosenhilfe integriert.

Die Hauptziele sind die Verhinderung von Obdachlosigkeit und die dauerhafte Wohnraumversorgung.


Zielgruppen:

  • Unmittelbar von Wohnungslosigkeit bedrohte Personen
  • Aktuell von Wohnungslosigkeit betroffene Personen
  • Aus sonstigen Gründen in unzumutbaren Wohnverhältnissen lebende Personen

Weitere Ziele der Zentralen Fachstelle sind:

  • Vermeidung von Wohnungslosigkeit durch Intensivierung der präventiven Maßnahmen im Rahmen der vorbeugenden Obdachlosenhilfe
  • Vorübergehende und nicht dauerhafte Unterbringung in Notunterkünften
  • Begleitende stabilisierende Hilfen in neuen Lebensverhältnissen zur dauerhaften Wohnraumsicherung
  • Die schwerpunktmäßige Ausrichtung der Arbeit auf Reintegrationshilfen vor kompensatorischen Hilfen mit dem Ziel, die Aufenthaltsdauer in den Obdachlosenunterkünften so kurz wie möglich zu halten
  • Abbau bzw. Vermeidung von sozialen Brennpunkten

Ansprechpartner

  • Herr Gierke, Zimmer: D.102a, Telefon: 02331 207-5863

Männerasyl

Das städtische Männerasyl in der Tuchmacherstraße 2 dient zur Unterbringung alleinstehender, wohnungsloser Männer. Eine Aufnahme ist jederzeit möglich. Das Haus wird rund um die Uhr durch städtische Mitarbeiter betreut.


Die Übernachtungsstelle im Erdgeschoss mit Mehrbettzimmern dient überwiegend der kurzfristigen Unterbringung. Dort stehen in drei Schlafräumen 19 Bettenplätze zur Verfügung. Es gibt täglich ein Frühstück und Abendessen. Neben ausreichenden Sanitäranlagen gibt es auch eine kostenfreie Möglichkeit Wäsche zu waschen und zu trocknen. Der Sanitär- und Aufenthaltsbereich ist tagsüber auch für Obdachlose zugänglich, die nicht im Asyl schlafen.


In der ersten Etage wird in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk die "Wohnetage" betrieben. Diese Möglichkeit der Unterbringung bietet bis zu 10 Männer in 8 Einzel und einem Zweibettzimmer die Perspektive nach erfolgreichem Wohntraining wieder eine eigene Wohnung anzumieten. Die Betreuung durch eine Sozialarbeiterin soll die Bewohner befähigen, in angemessener Zeit wieder in normale Wohnverhältnisse zurückzukehren.


In dem zweiten und dritten Obergeschoss gibt es Schlaf- und Aufenthaltsräume für weitere 10-12 Männer. Hier leben zum größten Teil Männer, die längerfristig auf eine heimähnliche Unterbringung angewiesen sind. In der Regel ist hier Einzelzimmerunterbringung möglich. Daneben stehen auch Krankenzimmer zur Unterbringung und ggf. Pflege von erkrankten Obdachlosen zur Verfügung.


Ein ambulanter Pflegedienst bietet täglich im Haus entsprechende Hilfen an.


Bei Notfällen ist das Männerasyl zu jeder Zeit aufnahmebereit. Es stehen erfahrungsgemäß immer ausreichende Bettenkapazitäten zu Verfügung.


Die Übernachtungs- und Verpflegungskosten von derzeit 6,60 Euro können in diesen Fällen bis zur Klärung der finanziellen Verhältnisse des Wohnungslosen gestundet werden. In vielen Fällen werden die Gebühren vom Sozialhilfeträger übernommen.



Kontakt

Fachbereich Jugend und Soziales - Männerasyl
Tuchmacherstr. 2, 58095 Hagen
Telefax: 02331 207-2083


Ansprechpartner

  • Herr Müller, Telefon: 02331 22604

Öffnungszeiten
Täglich von 00:00 - 23:59 Uhr, Besuchszeiten von 08:00 -18:00 Uhr


Obdachlosigkeit

Die Stadt Hagen unterhält zur vorübergehenden und nicht dauerhaften Unterbringung obdachloser Personen Notunterkünfte und Übergangswohnungen.


Alleinstehende Personen werden in der Regel im Städtischen Männerasyl/Übernachtungsstellen untergebracht. Auch diese Unterbringung ist nur von vorübergehender Dauer.


Das Ordnungsbehördengesetzes bildet die Rechtsgrundlage einer ordnungsrechtlichen Unterbringung in eine Notunterkunft/Übergangswohnung/Hotelzimmer.


Die Bereitstellung eines Obdaches erfolgt im öffentlich-rechtlichen Rahmen, d.h. für die Bereitstellung wird eine Benutzungsgebühr erhoben, wodurch sich aber kein Mietverhältnis begründet.


Des weiteren werden Unterkunftsnutzer und hilfesuchende Klienten über wirtschaftliche und persönliche Hilfen beraten. Hierbei werden auch Wege aufgezeigt, wie die Betroffenen wieder geeigneten Wohnraum finden können.


Ansprechpartner

  • Frau Bremer, Zimmer: D.102, Telefon: 02331 207-5864
  • Herr Skrobek, Zimmer: D.101b, Telefon: 02331 207-5867
  • Frau Utikal, Zimmer: D.101b, Telefon: 02331 207-5867

Reintegrationshilfen

1. Hilfen für wohnungslose Personen zur Vermeidung der ordnungsrechtlichen Unterbringung

  • Persönliche Beratung und Unterstützung zur Wohnraumversorgung und Realisierung von Leistungsansprüchen
  • Kooperation mit Wohnungsanbietern und dem Amt für Wohnungswesen
  • Kooperation mit kommunalen sozialen Dienste und der Wohlfahrtspflege


2. Hilfen für wohnungslose Personen, bei denen eine ordnungsrechtliche Unterbringung nicht vermieden werden kann

  • Einweisung in Notunterkünfte unter Berücksichtigung der sozialen Umstände des Betroffenen
  • Unterstützung und gegebenenfalls Begleitung bei nötigen Behördengängen


3. Reintegrative Hilfen zur Überwindung der Obdachlosigkeit

  • Erstellung eines Hilfeplans in Zusammenarbeit mit weiteren sozialen Diensten
  • Koordinierung der Hilfen der verschieden sozialen Dienste
  • Einbeziehung der Arbeiterwohlfahrt mit dem weiterführenden Hilfeangebot:
  • "Nachgehende stabilisierende Hilfen für Wohnungsnotfälle"


4. Nachgehende Betreuung

  • In Einzelfällen erfolgt eine kurzfristige und punktuelle Nachbetreuung in Form von Hausbesuchen und Ansprechfunktion für Mieter und Vermieter.


Ansprechpartner

  • Herr Ketzer, Zimmer: D.101a, Telefon: 02331 207-5865

Vorbeugende Obdachlosenhilfe


Zielgruppen:

Unmittelbar von Wohnungslosigkeit bedrohte, d.h. Personen

  • denen der Verlust ihrer derzeitigen Wohnung unmittelbar bevorsteht
  • weil gegen sie ein nicht vollstreckter Räumungstitel vorliegt
  • weil gegen sie eine Räumungsklage erhoben wurde
  • weil ihre Wohnung gekündigt wurde oder
  • weil die Kündigung ihrer Wohnung droht
  • und sie dabei ohne institutionelle Hilfe nicht in der Lage sind, sich ausreichenden Wohnraum zu beschaffen.

Sofern Wohnraumverlust droht, aber noch nicht eingetreten ist (z.B. bei fristloser Kündigung, Räumungsklage), sind die Maßnahmen der Zentralen Fachstelle auf den Wohnraumerhalt ausgerichtet.


Neben der materiellen Hilfe wird hier auch Beratung und persönliche Hilfe zum Erhalt des Wohnraums gewährt. Dabei werden auch die Hilfemöglichkeiten der Schuldnerberatung, der Zentralen Beratungsstelle für Haftentlassene sowie der Regionalen Sozialen Dienste genutzt.


Da häufig Mietrückstände Grund für den drohenden Wohnraumverlust sind, ist die Übernahme von Mietrückständen, ggf. auch die Übernahme von Verfahrenskosten bei einer anstehenden Räumungsklage geeignet, den Wohnungsverlust abzuwenden.


Die §§ 22 SGB II und 36 SGB XII bieten hier die entsprechende Hilfemöglichkeit. Dieses Instrument hat sich in der Vergangenheit als effektives und effizientes Mittel erwiesen, Neueinweisungen in Obdachlosenunterkünfte zu verhindern.



Ansprechpartner
  • Frau Schuster, Zimmer: A.104, Telefon: 02331 207-3642
  • Herr Rolleri, Zimmer: D.146, Telefon: 02331 207-3652
  • Herr Nolzen, Zimmer: A.103, Telefon: 02331 207-2717

Veröffentlichungen

  • Wohnungslos - obdachlos?
    Die Broschüre steht als PDF-Dokument zur Verfügung.

Weitere Hilfeangebote

In Hagen gibt es seit 1993 den Arbeitskreis Wohnungslosenhilfe, der sich in regelmäßigen Abständen trifft und der Vernetzung der verschiedenen Angebote dient.


Eine Übersicht der teilnehmenden Anbieter mit direkten Links zu dem jeweiligen Angebot steht Ihnen als PDF-Dokument zur Verfügung.


Standort & Erreichbarkeit

Fachbereich Jugend und Soziales
Zentrale Fachstelle für Wohnraumsicherung und Wohnraumversorgung in Notfällen
Berliner Platz 22, 58089 Hagen


Telefax: 02331 207-2083

Öffnungszeiten

Wir beraten Sie nach Terminvereinbarung.

Am Günstigsten erreichen Sie uns telefonisch montags bis freitags von 8:30 Uhr bis 9:30 Uhr.

Außerhalb dieser Zeit können Sie eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen.

Wir rufen Sie gerne zurück!


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