Bebauungsplan Nr. 9/19 (695) Wohnbebauung Auf der Gehre

Verfahren nach § 13a BauGB


Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB und

frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher

Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB


vom 03.08.2020 bis einschließlich 28.08.2020


Hier kommen Sie zur Online-Beteiligung mit der Möglichkeit, Stellungnahmen und Anregungen abzugeben


Die Einsichtnahme der Planunterlagen sowie die Abgabe von Stellungnahmen und Anregungen sind nach vorheriger Anmeldung ebenfalls vor Ort im Rathaus I möglich. Informationen hierzu entnehmen Sie bitte der Öffentlichen Bekanntmachung. Bei Fragen oder zur Abgabe von Stellungnahmen können Sie sich auch telefonisch oder per E-Mail an den unten angegebenen Ansprechpartner des Fachbereichs Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung wenden. Fragen zur Vermarktung der Baugrundstücke richten Sie bitte per E-Mail an den unten angegebenen Ansprechpartner der HEG.


Ziel und Zweck der Planung

Das Plangebiet soll zu Wohnbaufläche entwickelt werden, da es von Wohnbebauung umgeben ist und weiterhin hoher Bedarf an Baugrundstücken für freistehende Einfamilienhäuser in Hagen besteht. Ziel des Bebauungsplans Nr. 9/19 ist die Förderung der Innenentwicklung sowie die Steuerung der Gestaltung dieses neuen Wohngebiets. Für das Plangebiet besteht der rechtsverbindliche Fluchtlinienplan R49 „Fluchtlinienplan zwischen der Steinruther-, Gehr- und Eppenhauser Straße“, auf dessen Grundlage bereits Planungsrecht besteht („einfacher Bebauungsplan“ gemäß § 30 Abs. 3 BauGB) und wodurch bereits mit dem Bau der Erschließung begonnen werden kann. Aus städtebaulichen Gründen wird mit dem Bebauungsplan Nr. 9/19 ein qualifizierter Bebauungsplan aufgestellt. Es werden verschiedene Festsetzungen und Gestaltungsvorschriften getroffen, um die bauliche Ausnutzung und Gestaltung des Plangebiets zu steuern. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Klimaschutz und der Klimaanpassung.


Städtebaulicher Entwurf

Es ist die Bebauung des Plangebiets mit 30 Einfamilienhäusern vorgesehen. Die durchschnittliche Größe der Baugrundstücke beträgt etwa 600 m². Über Festsetzungen im Bebauungsplan wird die Begrünung der Grundstücke, insbesondere der Vorgärten, geregelt. Es werden voraussichtlich zwei Vollgeschosse festgesetzt. Vom Fluchtlinienplan wird die Lage der Erschließung übernommen; die überdimensionierten Straßenbreiten von bis zu 10 m werden auf 5,80 m angepasst. Hierdurch ist ausreichend Platz für Parkplätze und Bäume im Straßenraum vorhanden. Für den im Norden angedeuteten Fußweg wird kein Bedarf gesehen, da die fußläufige Erreichbarkeit in Richtung Eppenhauser Str. über die Gehrstraße gegeben ist. Über einen Fußweg durch das südliche Waldstück könnte eine Verbindung der beiden Wohngebiete Im Langen Lohe und Auf der Gehre geschaffen werden. Der konkrete Verlauf sowie die Ausgestaltung der Wege sind Gegenstand der weiteren Planung.


Die Haupterschließung des Plangebiets sollte ursprünglich über den Sperberweg in Richtung Emster Straße und Ascherothstraße/Eppenhauser Straße erfolgen. Der Erschließung über die Gehrstraße in Richtung Eppenhauser Straße wurde aufgrund der geringen Straßenbreite und der problematischen Abbiegesituation nur eine untergeordnete Rolle zugewiesen. In einer verkehrstechnischen Untersuchung wurde die Leistungsfähigkeit der geplanten Erschließung sowie die mögliche Anbindung des Plangebiets über die Gehrstraße zur Eppenhauser Straße näher betrachtet. Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass der durch die geplante Wohnbebauung erzeugte Neuverkehr grundsätzlich über den Sperberweg und die Ascherothstraße abgewickelt werden kann und der Nachweis der verkehrlichen Erschließung für das Plangebiet erfüllt ist. Nichtsdestotrotz wird im weiteren Verlauf der Planung der Lösungsvorschlag verfolgt, die Gehrstraße in Richtung Eppenhauser Straße auszubauen und einen Teil des Neuverkehrs hierüber abzuwickeln. Einer Zusatzbelastung des Sperberwegs und der Ascherothstraße soll hierdurch teilweise entgegengewirkt werden.


Die innere Erschließung in Form einer Ringerschließung folgt, mit Ausnahme der Straßenbreiten, den Vorgaben des Fluchtlinienplans. Die öffentlichen Parkplätze werden im Straßenraum untergebracht, der als Verkehrsmischfläche ausgebaut wird.


Die Lage und Abgrenzung des Plangebiets ist dem folgenden Übersichtsplan zu entnehmen:



Weitere Planungsinhalte und Erläuterungen können Sie den folgenden PDF-Dateien entnehmen:


Kurze Übersicht über den Verfahrensablauf


  • In der Ratssitzung am 12.12.2019 wurde die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens Nr. 9/19 beschlossen.

  • Die Unterrichtung der Öffentlichkeit über die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die wesentlichen Auswirkungen der Planung gemäß § 13a Abs. 3 Nr. 2 BauGB erfolgte vom 13.01.2020 bis einschließlich 24.01.2020.

  • Aufgrund der Stellungnahmen der Anwohnerschaft zur Erschließungssituation des Plangebiets wurde ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben und sich dazu entschlossen, mit dieser Online-Beteiligung eine zusätzliche Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB durchzuführen, bei der die Planung weiter erörtert wird.

  • Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB findet vom 03.08.2020 bis einschließlich 28.08.2020 statt. Die Bekanntmachung erfolgte am 24.07.2020 im Amtsblatt der Stadt Hagen Nr. 29/2020.

  • Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB findet parallel statt.

Ansprechpartner

Bei Fragen oder zur Abgabe von Stellungnahmen können Sie sich an den folgenden Ansprechpartner wenden:


Fragen zur Vermarktung der Baugrundstücke richten Sie bitte per E-Mail an:

  • Hagener Erschließungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (HEG)
    Herr Bänsch
    E-Mail: pbaensch@wbh-hagen.de

Standort & Erreichbarkeit

Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung

Fachgruppe Bebauungsplanung

Rathausstraße 11, 58095 Hagen


Telefon: 02331 207-4614

Telefax: 02331 207-2461

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Termine nach Absprache mit der zuständigen Sachbearbeiterin / mit dem zuständigen Sachbearbeiter.

(hier zu den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern)

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