Archivschachteln im Stadtarchiv

Stadtarchiv Hagen

Brandplan des Fleckens Hagen von 1724 mit Darstellung der romanischen Pfarrkirche, gezeichnet von dem Baumeister Johann Michael Moser aus Unna. Geheimes Staatsarchiv Berlin.

Die Geschichte des Stadtarchivs in Hagen reicht bis in das 18. Jahrhundert zurück. Durch die kommunale Gebietsreform 1929 wurde es zu einem Großstadtarchiv erweitert. Damals kamen die Archive der eingemeindeten Stadt Haspe sowie von weiteren Gemeinden und Ämtern hinzu. In den folgenden Jahren wuchsen die Bestände erheblich an. 1975 wurde unter anderem das Archiv der Stadt Hohenlimburg übernommen. Heute zählt das Stadtarchiv Hagen von seinen Beständen und Sammlungen zu den größeren Kommunalarchiven in Nordrhein-Westfalen. Seit 2018 ist es mit einer modernen archivarischen Infrastruktur und benutzerfreundlichen Serviceeinrichtungen im "Archivturm" auf dem WBH-Campus untergebracht.

Schrägluftaufnahme 1962 mit Blick auf den heutigen WBH-Campus mit dem "Archivturm", damals Archiv- und Lagergebäude der Elektromark.

Die Bestände des Stadtarchivs enthalten Schrift-, Sach- und Bildquellen aus einem Zeitraum vom Mittelalter über die Frühe Neuzeit bis in die Gegenwart. Das Stadtarchiv dokumentiert mehr als 800 Jahre Geschichte der Stadt, ihrer Stadtteile und der umliegenden Region. Es gliedert sich in über 70 größere Einzelbestände, zahlreiche Sammlungen, Depositate, und Nachlässe sowie ein umfangreiches Bildarchiv und eine Präsenzbibliothek mit rund 25.000 Bänden.

Prof. Dr. Fritz Schemann (1868-1946) - erster hauptamtlicher Leiter des Stadtarchivs. Fotografie, um 1930.

Die Bestände des Stadtarchivs enthalten auch überregional bedeutende Sammlungen. Das Bildarchiv verwahrt mehr als 1,5 Millionen Fotografien. Zum Stadtarchiv gehören unter anderem auch das Westfälische Literatur- und Musikarchiv sowie das Karl-Ernst-Osthaus-Archiv mit den angeschlossenen Sammlungen. Unter den Einzelbeständen sind besonders die Bestände zum Handlungshaus und Unternehmen Johann Dietrich Post, zum Papierunternehmen Vorster, zur Familie und Unternehmen Johann Caspar Harkort, zur Varta Batterie AG und zur Zwangsarbeit in Hagen 1939-1945 zu nennen. In das Stadtarchiv gelangten auch Teile der früheren Hausarchive der Adelssitze Haus Busch und Haus Dahl. Das Bauordnungsarchiv enthält unter anderem wertvolle Architekturpläne aus dem 19. bis 20. Jahrhundert, darunter zum "Hagener Impuls" vor 1914 und dem Wiederaufbau 1945-1955.

Die Bestände können zu den angegebenen Öffnungszeiten und nach vorheriger Vereinbarung im Benutzersaal eingesehen werden. Ein Teil der Archivalien ist als Mikrofilm-Editionen und in digitalisierter Form verfügbar. Im Internet sind derzeit rund 15.000 Akten online recherchierbar. Geplant ist eine Online-Bilddatenbank mit Recherche- und Bestellfunktionen.

Standort & Erreichbarkeit

Stadtarchiv Hagen

Eilper Straße 132 - 136

WBH-Campus

Gebäude D ("Archivturm")

58091 Hagen


Telefon: +49 (0) 2331/207-3339

Telefax: +49 (0) 2331/207-2447

E-Mail: info@stadtarchiv-hagen.de

Öffnungszeiten

Montagnach Vereinbarung
Dienstagnach Vereinbarung
Mittwoch10.00 - 12.00 und 13.00 - 16.00 Uhr
Donnerstag10.00 - 12.00 und 13.00 - 16.00 Uhr
Freitagnach Vereinbarung
Samstaggeschlossen
Sonntaggeschlossen