Einblicke in den NSU-Prozess

17. März 2017 - Im Rahmen der Antirassismuswoche der VHS Hagen findet am Donnerstag, 23. März, im Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14, um 19.30 Uhr ein Vortrag zu Hintergründen und dem Stand des NSU-Prozesses statt. Nachdem der Münchener NSU-Prozess 2016 monatelang auf der Stelle getreten ist, rückt Anfang 2017 das Ende der Beweisaufnahme näher. Hinter dem Agieren des terroristischen NSU und seines wohl Hunderte Personen umfassenden Unterstützer-Netzwerks öffnete sich das Panorama des wohl größten Geheimdienstskandals der Geschichte der BRD und eines unvorstellbaren behördlichen Rassismus in den Mordermittlungen. Gegen die Familien und das soziale Umfeld der Opfer und die Ermordeten selbst wurde über Jahre mit Vorwürfen und rassistischen Anschuldigungen ermittelt; für die betroffenen Familien eine bis zu einem Jahrzehnt währende Demütigung. Wie weit staatliche Verstrickung in das Geschehen gegangen ist, ist bis heute nicht im Geringsten geklärt.


Friedrich Burschel ist Referent zum Schwerpunkt Neonazismus und Strukturen/Ideologien der Ungleichwertigkeit bei der Akademie für Politische Bildung der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin. Er ist akkreditierter Korrespondent des nicht-kommerziellen Lokalsenders Radio Lotte Weimar im NSU-Prozess und Mitarbeiter des Internetprojektes NSU-Watch. Der Eintritt zu dieser gemeinsamen Veranstaltung von Arbeit und Leben, DGB und VHS ist frei.



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