Wehringhausen hat viele Jugendstilobjekte, deren Stuckfassade im Rahmen des Förderprogramms "Fassaden- und Hofgestaltung" restauriert werden. Foto: Clara Berwe/Stadt Hagen

Förderprogramm „Fassaden- und Hofgestaltung“: Wohnumfeld in Wehringhausen nachhaltig verbessert

14. November 2017 – Die in vielen Bereichen gründerzeitlich geprägte Bausubstanz in Wehringhausen stellt ein wichtiges Potenzial für die Entwicklung des Stadtteils als Wohnstandort dar. Eigentümern bietet das Förderprogramm „Fassaden- und Hofgestaltung“ im Programmgebiet „Soziale Stadt Wehringhausen“ attraktive finanzielle Anreize, das Wohnumfeld nachhaltig zu verbessern.


Die Eigentümer sollen so animiert werden, ihre wohnungsnahen Bereiche durch die Gestaltung der privaten Fassaden und Hofflächen aufzuwerten. Durch die Erneuerung der Ansichtsflächen wird die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Stadtteil wesentlich geprägt. Eine ansprechende Hausfassade steigert den Wert der Immobilie und sorgt somit für eine bessere Vermietbarkeit des Objektes.


Insgesamt wurden seit 2013 in diesem Bereich Zuschüsse aus dem Fassaden- und Hofprogramm in Höhe von rund 850.000 Euro bewilligt. Durch die Gestaltung mehrerer Objekte nebeneinander hat der Stadtteil bei allen bekannten Problemen eine positive Entwicklung genommen.


Wehringhausen hat viele Jugendstilobjekte, die eine aufwändige und erhaltenswerte Stuckfassade aufweisen. Die Restaurierung dieser besonderen Fassaden wird durch die Gewährung eines Zuschusses für die Eigentümer bezahlbar.


Fördervoraussetzungen:

• Das Objekt muss im Fördergebiet liegen

• Das Gebäude muss mindestens zwei Wohneinheiten und zwei Vollgeschosse aufweisen


Fördermaßnahmen:

• Gestaltung von Innenhöfen, Abstandsflächen und Vorgärten

• Begrünung der Flächen (z.B. Fassaden, Mauern, Dächer, Garagen)

• Künstlerische Gestaltung von Fassaden

• Gestaltung von Außenwänden:

- Renovierung und Restaurierung

- Reinigen, Verputzen und Streichen von Fassaden

- Rückbau verunstalteter Fassaden

- Wiederherstellung der ursprünglichen Fenster- und Putzgliederung


Förderbedingungen:

• Der Eigentümer hat sicherzustellen, dass die geförderten Maßnahmen für mindestens zehn Jahre für die vorgesehene Nutzung zur Verfügung stehen und in einem gepflegten Zustand gehalten werden.

• Erforderliche, behördliche Genehmigungen anderer Stellen sind vorher einzuholen. Bei Fassadengestaltungen an Baudenkmälern ist vorab die schriftliche Zustimmung der Unteren Denkmalschutzbehörde erforderlich.

• Die Gestaltung der Fassaden soll den allgemeinen ästhetischen Ansprüchen entsprechen. Die im Bewilligungsbescheid vorgegebenen Farb- und Gestaltungkonzepte sind einzuhalten.


Förderausschluss:

• Maßnahmenbeginn vor Antragstellung

• Bagatellgrenze: 500 Euro

• Unterlassene Instandhaltungsmaßnahmen am Objekt (Modernisierungsstau); in diesem Fall ist eine Förderung nur dann möglich, wenn die notwendigen Instandsetzungen gleichzeitig vorgenommen werden

• Wenn sich das vorgelegte Farbkonzept nicht der näheren Umgebung anpasst. Dabei sind benachbarte Häuser, Baustruktur und Baustil zu berücksichtigen.


Art und Höhe der Förderung:

• Der Zuschuss beträgt 50 Prozent der als förderungsfähig anerkannten Kosten, grundsätzlich jedoch höchstens 30 Euro je Quadratmeter gestalteter Fläche. Der Antragsteller trägt somit mindestens 50 Prozent der Gesamtkosten selbst.




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