Fachkräfteforum zu Integrationsmaßnahmen für Menschen aus Südosteuropa

2. März 2018 – Dem Thema „Zuwanderung aus Südosteuropa“ kommt gegenwärtig eine hohe Aufmerksamkeit zu. Auf reges Interesse stieß daher eine Veranstaltung des Kommunalen Integrationszentrums (KI) der Stadt Hagen im Rathaus an der Volme. In Kooperation mit der Landesweiten Koordinierungsstelle der Kommunalen Integrationszentren (LaKI) begrüßte Güler Kahraman, Leiterin des KI, rund 80 Fachkräfte zu der Veranstaltung, die unter dem Motto „Fragestellungen und Maßnahmen zur Integration zugewanderter Menschen aus Südmittelosteuropa (SMOE) vor dem Hintergrund dortiger Lebensbedingungen, Bildungsstandards und Lerntraditionen am Beispiel Rumäniens“ stand.


Nach Grußworten von Susanne Blasberg-Bense, Abteilungsleiterin des Ministeriums für Schule und Bildung, und Natalia Keller, Abteilungsleiterin des Fachbereichs Jugend und Soziales der Stadt Hagen, hielt Dr. Rolf Willaredt, Mitarbeiter der LaKI, einen Vortrag über das Land Rumänien. Durch die eigenen Erfahrungen vor Ort sowie seine Fachkenntnisse erhielten die Teilnehmer einen umfassenden Überblick über die Lebensbedingungen und Bildungsstrukturen Rumäniens. Ergänzend hielten die Mitglieder der Hagener Uni50plus-Gruppe Kurzvorträge mit eindrucksvollem Bildmaterial, das sie während ihrer zwei Rumänienreisen unter der Leitung von Dr. Ralf Willaredt sammelten. Dagmar Speckmann, Marie-Luise Borchmann, Dr. Marianne Groten und Klaus Hirschberg berichteten von ihren Erfahrungen bei Besuchen von Roma-Siedlungen. Dabei vermittelten sie plastische Einblicke sowie Hintergründe zum Alltag der Roma-Gemeinschaften.


Nach den Vorträgen konnten sich die Teilnehmer an acht Expertentischen zu unterschiedlichen Projekten und Integrationsansätzen informieren. Annamaria Papp-Derzsi, Mitarbeiterin der LaKI, stellte die Projekte „Rucksack“ und „Griffbereit“ zur Elternbeteiligung Schule vor. Für weitere Fragen über Rumänien stand Dr. Ralf Willaredt ebenfalls zur Verfügung. Am Stand der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Hagen informierte Mitarbeiterin Sara Brandstedt über schulpsychologische Unterstützungsmaßnahmen zur Integration durch Bildung. „Von der Alphabetisierung bis zum Regelunterricht“ – von ihren Erfahrungen in der Unterrichtspraxis in der Sekundarstufe I berichteten Miriam Osterfeld, Susanne Escher und Tanja Velgiovic von der Realschule Hagen-Halden. Über Maßnahmen gegen Schulabsentismus informierte Anja Krüselmann von der Grundschule Im Kley. An zwei Expertentischen stellte das Quartiersmanagement Hagen die eigene Arbeit vor: Gabriele Schwanke und Maximiliam Adams berichteten über ihre Arbeit im Allgemeinem und Myuslyum Asan und Andreas Binderlegten legten den Fokus speziell auf ihre Tätigkeit als muttersprachliche Sprach- und Kulturmittler. Zudem stellten Erika Wienand und Silvia Spitzer, Mitarbeiterinnen der Caritas Hagen, das Projekt „BiBer – Bildungs- und Beratungsangebote für neu Zugewanderte“ vor.


Die rege Teilnahme während der Vorträge sowie an den Expertentischen zeigte, dass die Teilnehmer ein hohes Interesse an Informationen zu dem Thema haben. Das KI der Stadt Hagen plant dieses Jahr weitere Veranstaltungen, um den Informations- und Weiterbildungsbedarf der Fachkräfte abzudecken. Weitere Schwerpunktthemen sind dabei Kindertagesstätten sowie die frühe Bildung.


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