Fachtag des Hagener Kinderschutzforums: „Wege zur sicheren Bindung“

13. März 2018 – 135 Interessierte aus der Kinder-, Jugend-, und Bildungsarbeit sind der Einladung des städtischen Fachbereichs Jugend und Soziales, des Jugendhilfeträgers Kompass und der Arbeitsgruppe Bindung zu einem Fachtag zum Thema „Wege zur sicheren Bindung“ im Werkhof Hohenlimburg gefolgt. „Mit einer so hohen Interessentenzahl haben nicht alle Mitglieder der Vorbereitungsgruppe gerechnet“, sagt Bettina Thiede vom Fachbereich Jugend und Soziales. „Das große Interesse freut uns sehr“.


Für den Fachtag konnte Professor Rüdiger Kißgen, Erziehungswissenschaftler, Kinder- und Jugendtherapeut sowie Professor für Entwicklungswissenschaft und Förderpädagogik an der Universität Siegen, gewonnen werden. Er informierte am Vormittag über die Grundlagen der Bindungstheorie und der Bindungsforschung im Kontext der Frühen Hilfen. Im Mittagsbereich gab es Informationsinseln durch Hagener Anbieter der Frühen Hilfen. So konnten sich die Fachleute über verschiedene Methoden, Ansprechpartner und Angebote informieren. Im Nachmittagsbereich fanden vier Workshops zu altersspezifischen Gruppen statt. Die Ergebnisse wurden im Plenum vorgestellt und werden demnächst im Hagener Kinderschutzforum analysiert, um die Präventions- und Unterstützungsangebote für Hagener Eltern effektiver nutzen zu können.


Der Fachtag für Hagener Mitarbeiter aus Jugendhilfe, Schule, Kindertageseinrichtungen und Gesundheitshilfe ist im Auftrag des Hagener Kinderschutzforums organisiert worden. Das Forum bilden Vertreter aus Jugendhilfe, Gesundheitshilfe, Polizei, Familiengericht, freien Wohlfahrtsverbänden und Vertreter der Kinderärzte sowie der Geburts- und Kinderklinik. Bereits seit 2016 diskutiert das Kinderschutzforum die Themen „Bindungsförderung im Rahmen der Prävention“ und „Bindungsstörungen im Rahmen der Intervention“.


Hintergrund: Was bedeutet Bindung?

Bindung ist die Grundlage für ein gesundes Aufwachsen von Kindern. Bindung wird in der frühen Kindheit bis zum Alter von zwei Jahren entwickelt. Man unterscheidet von sicher gebunden bis desorganisiert. Risikofaktoren dafür sind unter anderem Misshandlung, Vernachlässigung oder Gewalt. Desorganisierte Kinder haben lebenslange Probleme in Beziehungen in Gesellschaft und Arbeitsleben und geben dies oft in einem hohen Prozentsatz an ihre Kinder weiter.



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