Die Teilnehmer bringen zahlreiche Ideen für den Hagener Norden ein. Foto: Esther Schöttke/Stadt Hagen

„HAGENplant 2035“: Zahlreiche junge Menschen arbeiten gemeinsam an Zukunftsideen im Hagener Norden

20. Juni 2018 – Hagen plant weiter – in fünf Stadtbezirkswerkstätten können sich alle Bürgerinnen und Bürger aktiv in das integrierte Stadtentwicklungskonzept „HAGENplant 2035“ einbringen. Die Stadtbezirkswerkstatt im Hagener Norden übertraf gestern (19. Juni) alle Erwartungen: Der Gemeindesaal der Melanchthon-Kirchengemeinde in Boele war bis auf den letzten Platz besetzt.


Baudezernent Thomas Grothe zeigte sich besonders über den hohen Anteil junger Menschen begeistert, deren Kreativität und Vorbehaltlosigkeit sich auch in den Ergebnissen widerspiegelt. Unter dem Titel „2-Seen-Platte Hagens“ gab es unterschiedliche Entwicklungsvorstellungen für den Hengstey- und Harkortsee. Die einen wünschen, dass die Seen so ruhig und naturräumlich bleiben wie bisher. Die jüngeren Bürger wünschen sich einen pulsierenden Freizeitstandort mit Events und Aktionen wie einem Open-Air Kino und Übernachtungsmöglichkeiten.


Darüber hinaus diskutierten die Arbeitsgruppen über schnelles, flächendeckendes und kostenloses W-Lan. Arbeit findet in Zukunft immer öfter in Form von Heimarbeit statt – in der eigenen Wohnung oder der Wohnumgebung. Mit einem schnellen Internet könnte Arbeit dann auch in Cafés oder gar im Freien stattfinden.


„Gemeinsam wohnen, gemeinsam leben“ – unter diesem Titel lassen sich die zahlreichen Vorstellungen von gemeinschaftlichen und generationenübergreifenden Wohnprojekten und nachbarschaftlichen Gemeinschaften und Netzwerken im Hagener Norden zusammenfassen. Füreinander einkaufen oder gemeinsam grillen waren nur ein paar der vorgetragenen Ideen.


Wie bei den vergangenen Bezirkswerkstätten thematisierten mehrere Gruppen die Frage Mobilität und Verkehr. Für 2035 wünschen sich die Teilnehmer, dass es Mietfahrräder und Miet-E-Bikes sowie sichere Abstellmöglichkeiten gibt, um auf gut ausgebauten und vernetzten Radwegen sowohl die Innenstadt Hagens als auch die Seen erreichen zu können. Bahnhöfe und Mobilitätsknoten sollen reaktiviert und aufgewertet sowie ÖPNV-Verbindungen – vor allem in den Abendstunden – verbessert werden. Ergänzt werden könnte dies durch alternative und kreative Mobilitätsangebote.


Die Ergebnisse aller Stadtbezirkswerkstatt werden dokumentiert und in Kürze auf der Projekthomepage www.plan-portal.de/hagen veröffentlicht.


Nächste Woche Dienstag, 26. Juni, heißt es ab 18 Uhr wieder „HAGENplant 2035“. Dieses Mal empfängt das Planungsteam aus Planungbüro und Stadtverwaltung alle Interessierten im Gemeindesaal der Herz-Jesu-Gemeinde in Eilpe, Eilper Straße 14. Dann sind die Bewohnerinnen und Bewohner aus Eilpe und Dahl gefragt, wie sich ihr Stadtbezirk mittelfristig entwickeln soll.



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