Präventives Treffen zum Thema Afrikanische Schweinepest

28. September 2018 – Die in den letzten Wochen in Belgien in Grenznähe zu Frankreich und Luxemburg aufgetretenen Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen haben auch in Hagen für Aufmerksamkeit gesorgt. Daher hat auf Einladung von Thomas Huyeng, Dezernent für Recht, Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Bürgerdienste, Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hagen, nun ein Institutionen übergreifendes Treffen stattgefunden, um präventiv die Zusammenarbeit in Hagen im Falle eines Ausbruchs der ASP im Stadtgebiet zu optimieren.


Teilnehmer von Seiten der Stadt waren Vertreter des Fachbereiches für Gesundheit und Verbraucherschutz, die untere Jagdbehörde, das Ordnungsamt und die Feuerwehr. Zu den externen Institutionen zählten ein Vertreter der Kreisjägerschaft Hagen, des Wirtschaftsbetriebes Hagen (WBH) und des Landesbetriebes Wald und Jagd.


Bei der Besprechung wurden ganz konkrete Situationen im Seuchenverdachtsfall und bei Seuchenausbruch angesprochen und überlegt, wie im akuten Fall beispielsweise bei der Kadaversuche eine Zusammenarbeit zwischen dem Veterinäramt der Stadt Hagen und der Jägerschaft erfolgen kann. Weitere Themen waren die Kadaverbergung, Maßnahmen im Falle des Ausbruchs wie zum Beispiel die Einrichtung von Restriktionszonen, die Anschaffung von Wildsammelstellen für die Zwischenlagerung erlegter Wildschweine und die mögliche Errichtung eines Zaunes um die sogenannte Kernzone, die im Bereich des Fundortes eines ASP-infizierten Wildschweines eingerichtet werden soll.


Für alle Beteiligten war der Austausch eine gelungene Auftaktveranstaltung für weitere Aktivitäten, die in speziellen Arbeitsgruppen vorangebracht werden sollen. Ein nächstes Treffen ist für Anfang November geplant.


Hintergrund: Die Afrikanische Schweinepest

Menschen oder andere Tiere können an dieser Virusinfektion nicht erkranken. Schweine können sich über direkten Kontakt anstecken oder über Körperflüssigkeiten, infizierte Gegenstände oder Lebensmittel aus infizierten Schweinen. Unachtsamkeit von Menschen gilt als Hauptübertragungsquelle der ASP. So kann der Erreger zum Beispiel über ein falsch entsorgtes Wurstbrot übertragen werden. Bürgerinnen und Bürger sollten auf keinen Fall Lebensmittelreste in freier Natur oder in offenen, leicht zugänglichen Mülleimern entsorgen.


Was tun, wenn man ein totes Wildschwein entdeckt?

Die Früherkennung ist eine der wichtigsten Maßnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung der Seuche. Tote Wildschweine sollen daher so schnell wie möglich auf ASP untersucht werden. Wenn Hagenerinnen und Hagener beim Waldspaziergang oder beim Pilze sammeln ein totes Wildschwein entdecken, sollte dies auf keinen Fall angefasst werden. Falls Betroffene Kontakt mit dem Kadaver hatten, sollten sie alles so gründlich wie möglich reinigen, um eine Verbreitung zu vermeiden.


Der Fund muss umgehend beim Veterinäramt der Stadt Hagen unter der Telefon 02331/207-3112 gemeldet werden. Durch den Ausbruch sind nicht nur unsere Wildschweine bedroht, sondern auch unsere Hausschweine. Jeder kann im Ernstfall mithelfen, eine Ausbreitung zu verhindern.


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