Vortrag: „Als Hagen am Äquator lag“

18. März 2019 – Auf eine spannende Reise durch mehr als 380 Millionen Jahre Natur- und Erdgeschichte entführt Geologin Antje Selter die Zuhörer ihres Vortrags „Als Hagen am Äquator lag – Geologie und Geotope im Umfeld von Hagen“ am Donnerstag, 21. März, um 18.30 Uhr im Auditorium des Kunstquartiers Hagen, Museumsplatz 1.


In Hagen hat es die Entstehung eines Gebirges und die Entwicklung einer Landschaft fast wie im Lehrbuch gegeben. Außerdem gibt es bedeutende Fossilien-Fundstellen sowie herausragende Lagerstätten von Mineralien. In Fachkreisen wird Hagen deshalb auch als Eldorado der Geologie bezeichnet. Bereits vor über 200 Jahren wurde vor Ort erstmals eine Forschungsarbeit in diesem Bereich geleistet.


In Hagen gibt es insgesamt 20 Geotope, von denen zwei eine herausragende Bedeutung haben. Das „Nationale Geotop“ in Hagen-Vorhalle ist Fundort für Pflanzen und Tiere, die vor etwa 320 Millionen Jahren gelebt haben. Rund 16.000 Fossilien konnten geborgen werden. Berühmt ist die Fundstelle wegen der hier vorkommenden fossilen Insekten und Spinnentiere.


Die Grenze der Erdzeitalter Devon und Karbon im Hasselbachtal bei Hohenlimburg dokumentiert ein Massenaussterben vor rund 360 Millionen Jahren. Nur in Frankreich und China gibt es zwei weitere Geotope dieser Art. Dort sind sie zu Touristenattraktionen ausgebaut worden.


Die Referentin stellt anhand von Fossilien, Gesteinen und Abbildungen die Hagener Geotope vor. Diskutiert wird auch die Frage, wie diese echten Alleinstellungsmerkmale in Zukunft touristisch für Hagen und die Region sowie für Schulen und Bildungsträger genutzt werden sollten. Die Veranstaltung wird unterstützt durch den Museums- und Archivverein „Geschichtsfreunde Hagen e.V.“. Der Eintritt beträgt drei Euro an der Abendkasse.


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