Mit WLAN online auf dem Friedrich-Ebert-Platz: Stefan Ciupka, Betriebsausschuss HABIT, Christian Lazar, Christoph Gerbersmann, Dezernent, Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Volker Zimmermann, HABIT (v.l.n.r.). Foto: Linda Kolms/Stadt Hagen

Mehr Service im Rathaus und auf öffentlichen Plätzen: Stadt Hagen erweitert Angebot für freies WLAN

29. Mai 2019 – Wartezeiten im Bürgeramt überbrücken, WLAN auf dem Friedrich-Ebert-Platz nutzen, Recherche mit dem Smartphone beim Volkshochschulkurs: Die Hagener Stadtverwaltung bietet ab sofort bei fast allen Verwaltungsstandorten freies WLAN an. Seit Anfang 2017 hat die Stadt Hagen in der Stadtbücherei auf der Springe und den Stadtteilbüchereien in Haspe und Hohenlimburg so gute Erfahrungen mit dem Angebot von freiem WLAN gesammelt, dass sie eine Ausweitung für weitere Verwaltungsstandorte nun in einem Konzept gebündelt hat. Mitarbeiter des Hagener Betriebs für Informationstechnologie (HABIT) haben in den letzten Monaten mit Hochdruck an der technischen Realisierung gearbeitet.


An folgenden zusätzlichen Standorten im Hagener Stadtgebiet ist das Angebot ab sofort verfügbar:

  • Friedrich-Ebert-Platz im Bereich vor dem Rathausturm,
  • Museumsplatz vor dem Haupteingang des Kunstquartiers,
  • Berliner Platz (Bahnhofsvorplatz),
  • Wartebereich des zentralen Bürgeramtes in der Rathausstraße,
  • Wartebereich des Bürgeramtes Hohenlimburg,
  • Wartebereich Kfz-Zulassungsstelle und Führerscheinstelle,
  • Vorplatz des Rathauses Hohenlimburg,
  • Wartebereich im Bürgeramt Boele inklusive Bereich vor dem Amtshaus,
  • Wartezonen im Ordnungsamt in der Böhmerstraße,
  • Gebäude der Volkshochschule in der Schwanenstraße und Villa Post,
  • Max-Reger-Musikschule.

Für den Bereich vor dem Torhaus in Haspe und die Hasper Fußgängerzone sucht die Verwaltung aktuell noch einen geeigneten Standort.


Für Oberbürgermeister Erik O. Schulz ist die Ausweitung des Angebots ein klares Signal auf dem Weg in die Digitalisierung der Stadt: „Ein breitbandiger Zugang zu digitalen Angeboten ist ein grundlegender und elementarer Schritt in Richtung einer ‚Smart City‘-Infrastruktur. Durch die Ausstattung der Wartebereiche in den publikumsintensiven Fachbereichen bieten wir gleichzeitig den Bürgerinnen und Bürgern einen Service an, mit dem Wartezeiten überbrückt werden können, wenn beispielsweise kein Mobilfunkempfang im Gebäude möglich ist“, so Schulz.


Aber auch für die Angebote der Stadtverwaltung im Bereich der Volkshochschule und Musikschule bietet die WLAN-Infrastruktur deutliche Mehrwerte. So können zukünftig pädagogische Konzepte unter Einbeziehung neuer Medien neu entwickelt und deutlich aufgewertet werden. Im Bereich der Stadtbüchereien wurde dies bereits erfolgreich umgesetzt.


Der Name des Netzwerkes, der sogenannte Service Set Identifier, lautet „free-key Hagen“. Nach der Verbindung des Smartphones, Tablets oder Notebooks sind nur noch die allgemeinen Geschäftsbedingungen zu bestätigen und dem Surfvergnügen steht nichts mehr im Wege.


Erste Tests durch Mitarbeiter des HABIT lieferten durchweg positive Ergebnisse. Gleichwohl wird sich erst im Echtbetrieb zeigen, ob die eingesetzten Ressourcen für das WLAN gegebenenfalls noch ausgeweitet werden müssen. Sofern dies notwendig ist, wird der HABIT hier entsprechend nachsteuern. Zusätzlich steht in den einschlägigen App-Stores eine entsprechende App des Anbieters unter dem Namen „free-key CityApp“ zur Verfügung, die weitere Informationen zur Stadt Hagen für den Nutzer bereitstellt. Die App bietet gewerblichen Anbietern die Möglichkeit, als Werbeplattform genutzt zu werden. Außerdem stehen Informationen zu Hagen unter anderem aus dem Bereich Sightseeing zur Verfügung. Die über die App angebotenen Inhalte werden sukzessive ausgebaut und bieten dem Nutzer einen schnellen Überblick über die Stadt Hagen.


Fördergelder für den weiteren Ausbau

Auch zukünftig will die Stadtverwaltung die WLAN-Infrastruktur in Hagen weiter ausbauen. Um die finanzielle Belastung des städtischen Haushalts so gering wie möglich zu halten, setzt die Verwaltung hierbei auch auf die Akquirierung von Fördergeldern: „Die Europäische Union hat ein Förderprogramm zum WLAN-Ausbau mit dem Namen ‚Wifi4EU‘ auf den Weg gebracht, bei dem sich Kommunen aus ganz Europa um einen Fördergutschein in der Höhe von 15.000 Euro bewerben konnten. Wir haben uns im ersten Förderaufruf mit rund 13.000 anderen europäischen Kommunen beteiligt und den Zuschlag erhalten“, erklärt Christian Lazar, Leiter der Stabstelle Digitalisierung der Stadt Hagen. Die Verwaltung prüft derzeit, für welches WLAN-Projekt diese Fördermittel zukünftig eingesetzt werden können.


Zusammenarbeit mit Freifunkern

Parallel steht die Stadtverwaltung in Kontakt mit dem Verein Freifunk Hagen. Mit Freifunk e.V. wird der kontinuierliche Ausbau des WLANS geplant, um die restlichen Lücken insbesondere in den Stadtbezirken zu schließen. Der Verein ermöglicht es, dass private und gewerbliche Teilnehmer Teile ihrer Internetbandbreite über eigens für das Freifunk-Netz konfigurierte WLAN-Router für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Das hierbei entstehende WLAN-Netz wird umso dichter und schneller, je mehr Nutzer mitmachen. Besonders für Gastronomen und ansässige Geschäfte bietet sich somit eine gute Möglichkeit, ihren Kundenservice auszubauen.


Der Fokus bei der Kooperation mit dem Freifunk e.V. liegt hier aktuell auf dem Stadtteil Wehringhausen. Hier sollen prototypisch für weitere Stadtteile die Lücken in der WLAN-Versorgung beseitigt werden. Der Verein lädt in Kürze zu einer Informationsveranstaltung in das Kulturzentrum Pelmke ein, um interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibende über die Möglichkeiten der Freifunktechnologie zu informieren. Weitere Informationen gibt es auf https://freifunk-hagen.net.


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