Die Eröffnung des Programms findet am Hohenhof statt. (Foto: Karsten Thilo-Raab/Stadt Hagen)

Vielfältiges Programm zum Tag des offenen Denkmals in Hagen

2. September 2019 – „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ lautet das Motto zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals der Deutschen Stiftung Denkmalschutz am Sonntag, 8. September. Die Abteilung Denkmalschutz und Stadtarchäologie der Stadt Hagen hat dazu ein spannendes Programm rund um Baudenkmäler aus der Zeit des frühen 20. Jahrhunderts entwickelt, das zugleich Bezug auf das 100-jährige Bauhausjubiläum nimmt. Dazu bieten Privateigentümer und Initiatoren aus öffentlichen Einrichtungen ein eigenes Programm zu ihren Denkmälern an.


Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz eröffnet den Denkmaltag um 11 Uhr im Hohenhof. Im Anschluss werden Führungen zu aktuellen denkmalpflegerischen Maßnahmen und Restaurierungen in und am Hohenhof angeboten. Unter anderem gewähren Archäologin Dr. Eva Cichy und Kollegen von der Archäologie des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) Einblicke in die laufenden Ausgrabungen auf dem Außengelände. Für das leibliche Wohl sorgen die Muschelsalatretter. Der Hohenhof kann bis 18 Uhr besichtigt werden.


Städtisches Programm am Denkmaltag

Neben dem Programm am Hohenhof öffnet auch das ehemalige Umspannwerk in Haspe, Voerder Straße 131 a, seine Türen. Von 10 bis 17 Uhr können die Besucherinnen und Besucher das Gebäude, das heute eine christliche Gemeinschaft beheimatet, besichtigen. Das ehemalige Umspannwerk diente ursprünglich der Hagener Straßenbahn AG für die Umstellung der Hochspannungsleitungen der Straßenbahn an der Strecke Hagen-Haspe-Ennepetal/Voerde-Breckerfeld. Es wurde zur Zeit des damaligen Hasper Stadtbaurates Günther Oberste-Berghaus entworfen und steht mit seiner Architektur in der Tradition des Bauhauses.


Auf dem Elbersgelände wird das ehemalige Kesselhaus für zwei geführte, kostenlose Rundgänge um 15 und 16.30 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung zu den Führungen ist per E-Mail an gabriele.fuchs@stadt-hagen.de bis zum 6. September erforderlich, da die Teilnahmezahl pro Führung auf 20 Teilnehmende begrenzt ist.


Der Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff bietet von 14 bis etwa 17.30 Uhr eine Busrundfahrt zu Orten und Denkmälern aus der Zeit des Jugendstils und des Bauhauses an. Die Fahrt führt unter anderem durch die Stadtteile Haspe, Emst, Eckesey und Wehringhausen vorbei am früheren Hallenbad an der Berliner Straße und der Christ-König-Kirche in Boelerheide. Die Teilnahme kostet 12 Euro pro Person und kann vor Ort gezahlt werden. Eine Anmeldung ist bis zum 6. September unter Telefon 02331/54654 oder per E-Mail an info@michaeleckhoff.de erforderlich. Treffpunkt ist die Villa Cuno, Haßleyerstraße/Ecke Stirnband.


Der Flyer zum Tag des offenen Denkmals liegt in den städtischen Gebäuden aus und steht unter www.hagen.de auf der Seite der Unteren Denkmalbehörde als PDF-Datei zur Verfügung. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei Mirjam Kötter, städtische Bodendenkmalpflege, unter Telefon 02331/207-3026.


Auch Privateigentümer öffnen ihre Pforten Des Weiteren bieten einige Privateigentümer und öffentliche Einrichtungen ein eigenes Programm zum Denkmaltag an. Die Liebfrauenkirche in Vorhalle, Liebfrauenstraße 23, ist von 13 bis 15 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Interessierte können zudem an einer Führung teilnehmen. Erbaut zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch den Bochumer Architekten Carl Pinnekamp, ist die Kirche ein Zeugnis der Neoromanik, zeigt aber auch Anklänge des Jugendstils. Um 15 Uhr findet noch eine 15-minütige Andacht statt.


Auch die evangelisch-reformierte Kirche in Hohenlimburg, Freiheitstraße 37, ist für Interessierte ab 12 Uhr geöffnet. Mitglieder der Gemeinde stehen für Fragen zur Verfügung. Um 17 Uhr veranstaltet die Kirche ein Orgelkonzert.


Am Denkmaltag kann ebenfalls der „Hof Niemeyer“ in Berchum, Tiefendorfer Straße 8, von 12 bis 16 Uhr besichtigt werden. Hier wird den Besucherinnen und Besuchern die Instandsetzung eines Fachwerkhauses unter denkmalrechtlichen Aspekten näher gebracht. Ein Höhepunkt der Besichtigung ist das eingerichtete Schustermuseum in einem Nebenraum der Tenne, einem gepflasterten Platz in der Scheuen zum Dreschen von Getreide.


Die Bewohner des 1705 errichteten und mehrfach erweiterten Bauernhauses Baukey in Vorhalle, Baukey 1, öffnen von 12 bis 16 Uhr die Diele und das Kaminzimmer des Hauses. Eine Diashow zeigt eindrucksvoll die Restaurierungen der vergangenen Jahre.


Hintergrundinfo:

Laufende Restaurierungen am Hohenhof

Als Kernstück des Hagener Impulses und somit wichtiger Bestandteil des Osthaus Museums werden sowohl das Gebäude selbst als auch die Außenanlagen des Hohenhof seit einiger Zeit saniert. Bis heute sind das Dortmunder Architektenbüro Spital-Frenking+Schwarz, der Restaurator Dr. Christoph Hellbrügge sowie weitere Restauratoren und Handwerksbetriebe damit beauftragt, an mehreren Stellen im Inneren Ausbesserungen im Bereich der Wände, Fußböden und Fenster vorzunehmen. Außerdem legte die Landschaftsarchitektin Susanne Weisser aus Wuppertal 2018 ein umfassendes gartendenkmalpflegerisches Gesamtkonzept zum Umgang mit dem Gartengelände vor, das heute als Grundlage für die archäologischen und gartendenkmalpflegerischen Arbeiten auf dem Außengelände dient. Das Hagener Architekten Büro von Christoph Harder kümmert sich zudem fortlaufend um die Sanierung der Einfriedungsmauern, welche die gesamte Anlage umfassen.


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