Vortrag über Diskriminierung und Teilhabe von Roma und Sinti

12. November 2019 – Was bedeutet die anhaltende Diskriminierung für eine gleichberechtigte Teilhabe von Roma und Sinti in der Gegenwart? Mit dieser Frage beschäftigt sich Alexander Diepold in dem Vortrag „Zwischen Diskriminierung und Teilhabe – Roma und Sinti in der Gegenwartsgesellschaft“ des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Hagen am Dienstag, 19. November, von 18 bis 20 Uhr in der Jüdischen Gemeinde Hagen, Potthofstraße 16.


Nach wie vor ist die Lebenssituation von vielen Angehörigen der Roma und Sinti in Europa von Diskriminierung, Ausgrenzung und Abschiebung ins Abseits geprägt. Zugänge zu angemessenem Wohnraum, guter gesundheitlicher Versorgung, zu Bildung und Arbeit sind europaweit erheblich eingeschränkt oder sogar verschlossen. Die dauerhafte und scheinbar nicht auflösbare Diskriminierung unter dem Begriff „Antiziganismus“ von allen Ländern der Europäischen Union wird als besonders problematisch benannt, die eine gelingende Inklusion verhindert.


Alexander Diepold, Diplomsozialpädagoge, Familiengerichtsgutachter und Antigewalttrainer, beleuchtet in seinem Vortrag das Spannungsverhältnis zwischen Diskriminierung und Teilhabe von Roma und Sinti. Anhand von Beispielen konkretisiert er Diskriminierungen, die ihm und Marko Knudsen, Mitglied des Integrationsbeirates der Hansestadt Hamburg und Vorsitzender im Europäischen Zentrum für Antiziganismusforschung, im Rahmen ihrer sozialen Tätigkeit mit Roma und Sinti begegnen. Zudem soll ein Filmdokument eines Münchener Vorfalls exemplarisch zeigen, wie tief der Rassismus in der Mehrheitsgesellschaft verwurzelt ist. Im Anschluss an den Vortrag sind Interessierte zu einer Diskussion mit Alexander Diepold und Marko Knudsen eingeladen.


Sozialdezernentin Margarita Kaufmann eröffnet die Veranstaltung mit einem Grußwort. Einlass ist um 17.45 Uhr, Beginn um 18 Uhr. Für weitere Fragen steht Dr. Dominik Schreiber, Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte, unter Telefon 02331/207-3707 oder per E-Mail an dominik.schreiber@stadt-hagen.de zur Verfügung.


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