Regierungspräsident Hans-Josef Vogel übergibt den Förderbescheid für den Breitbandausbau in Hagen an Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Bertram Schmidtke, Breitbandkoordinator der Stadt Hagen. (Foto: Maximilian Gerhard/ Stadt Hagen)

Breitbandausbau: Hagen erhält 25,2 Millionen Euro von Bund und Land für schnelles Internet

21. Januar 2020 – „Ich freue mich sehr, dass nunmehr auch förderseitig der Startschuss für den Breitband-Ausbau gefallen ist und ein weiterer, wichtiger Schritt getan wurde, um die große Zukunftsaufgabe ‚Digitalisierung‘ in Hagen, insbesondere in den unterversorgten, ländlichen Ortslagen voranzutreiben“, mit diesen Worten nahm Oberbürgermeister Erik O. Schulz gestern im Rathaus an der Volme einen entsprechenden Förderbescheid des Landes von Regierungspräsident Hans-Josef Vogel entgegen. Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen fördern zu je 50 Prozent den Breitbandausbau in Hagen mit 25,2 Millionen Euro. Ein Eigenanteil der Stadt Hagen fällt nicht an. Nach einem sehr anspruchsvollen Antrags- und Vergabeverfahren ergingen Ende Dezember letzten Jahres dazu die entsprechenden Zuwendungsbescheide.


Mehr als 2.650 förderfähige „weiße Flecken“, also unterversorgte Haushalte, Unternehmen und Institutionen (darunter 55 Schulen) sollen nach und nach mit einem schnellen Glasfaseranschluss mit bis zu 1GBit/s symmetrisch ausgestattet werden. Als unterversorgt im Fördersinne gelten dabei Standorte mit einer maximal technisch möglichen Ist-Bandbreite von 30 Mbit/s im Download, soweit diese nicht auf eigene Kosten der Netzbetreiber innerhalb von drei Jahren aufgerüstet werden. Die Standorte hat die Stadt Hagen über eine Mitte 2017 durchgeführte und förderseitig vorgeschriebene Markterkundung bei den hier tätigen Telekommunikationsanbietern ermittelt, sie basieren also auf den entsprechenden Rückmeldungen und Eigenausbauabsichten der Netzbetreiber.


Bis Ende 2021 soll nach derzeitigem Planungsstand der Bau des Glasfasernetzes abgeschlossen sein. Die von der Stadt Hagen in einem europaweiten, mehrstufigen Vergabeverfahren als wirtschaftlichster Anbieter ermittelte und noch Ende Dezember mit der Umsetzung beauftragte INEXIO Informationstechnologie und Telekommunikation GmbH aus Saarluis befindet sich bereits in der Feinplanung der einzelnen Teil-Ausbaugebiete sogenannte „Baucluster“. Diese können dann nach jeweiliger Fertigstellung unabhängig voneinander in Betrieb genommen werden. Dabei richtet sich die Reihenfolge des Ausbaus insbesondere nach technischen, topographischen und logistischen Erwägungen des ausbauenden Netzbetreibers, INEXIO GmbH.


Die einzelnen Hausanschlüsse erfolgen auf Basis von FTTB (engl.: fibre to the building), das heißt, die Glasfaser wird – für Hauseigentümer kostenlos – bis in die Gebäude gelegt. Bei dem geförderten Breitbandprojekt wird Glasfaser nach dem sog. Wirtschaftlichkeitslückenmodell über eine Strecke von insgesamt rund 523 km in 356 km Leerrohren mit einem Bauvolumen von über 32 Millionen Euro verlegt.


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