Die Hagener Steuerungsgruppe bei ihrem ersten Treffen im Rahmen des Projekts „Globale Nachhaltige Kommune“ im Rathaus an der Volme. (Foto: Kirsten Strehl/LAG 21 NRW)

Hagen startet als Globale Nachhaltige Kommune durch

27. Januar 2020 – Klimaschutz und Energie, Nachhaltiger Konsum und gesundes Leben: Das sind die Themenschwerpunkte in Hagen, für die sich die sogenannte Steuerungsgruppe im Rahmen des Projekts „Globale Nachhaltige Kommune in Nordrhein-Westfalen“ entschieden hat.


Die Steuerungsgruppe ist ein Arbeitsgremium zur Entwicklung und Umsetzung der kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie. Sie setzt die strategischen Akzente und erarbeitet demokratisch Vorschläge für die politischen Gremien zu den Themen, Ziele und Maßnahmen dieser Nachhaltigen Entwicklung in Hagen. Dabei setzt sich die Steuerungsgruppe aus verschiedenen institutionellen Akteuren zusammen, die unterschiedliche gesellschaftliche Interessen vertreten. „Insgesamt sind wir 28 Personen aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und auch aus der Fridays for Future-Initiative Hagen“, erklärt Dr. Ralf-Rainer Braun, Leiter des städtischen Umweltamtes. Das Gremium hat nun bereits zum zweiten Mal getagt: „Bei unserem ersten Zusammenkommen haben wir uns über mögliche Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken für Hagen im Zusammenhang einer Nachhaltigen Entwicklung ausgetauscht. In der zweiten Sitzung am 13. Januar wurden viele Vorschläge angesprochen, die Leitlinien und strategische Ziele der Nachhaltigkeit in unserer Stadt betreffen sollen“, so Braun weiter.


Strategische Ziele für Hagen

Beispiele für diese strategischen Ziele in Hagen sind die Installation einer Solaranlage oder Dachbegrünung auf jedem geeigneten Dach, eine Neugestaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs, etwa mit elektrischen Kleinbussen, die Kunden von der Haustür abholen können sowie die Aufstellung eines Nachhaltigkeitshaushaltes in der Stadtverwaltung. Ferner soll eine weitere Steigerung der bereits heute im Vergleich zur Metropole Ruhr überdurchschnittlich hohen Wiedernutzungsquote von Brachflächen erreicht und diese Brachflächen vornehmlich für moderne Gewerbeansiedlungen erschlossen werden. Ebenso sollen Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtrat mit 35 Prozent vertreten sein. Ein weiteres Ziel ist ein Angebot mit Bio- und fair gehandelten Lebensmitteln in den Kindertageseinrichtungen und Schulen. Die Ziele sollen 2030 erreicht sein. Die Steuerungsgruppe tagt in diesem Jahr noch viermal im weiteren Verlauf des Projekts.


Nachhaltigkeitsstrategie

Hagen ist eine von 15 ausgewählten Kommunen im Projekt „Globale Nachhaltige Kommune NRW“. Dabei werden Kommunen bei der Entwicklung von Strategien für eine global nachhaltige Entwicklung begleitet. Die Modellkommunen erarbeiten ihre Strategien im Kontext der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung und den 17 Globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs). Die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW) setzt das Projekt in Kooperation mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) um. Die Experten der LAG 21 NRW unterstützen Hagen und die anderen ausgewählten Kommunen in Form von Einzelberatungen, Workshops und Vernetzungsveranstaltungen.


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