OB Schulz (3.v.r.), Baudezernent Keune (2.v.r.) und Sozialdezernentin Kaufmann (7.v.l.) während des Rundgangs auf dem Bodelschwinghplatz- Foto: Franziska Michels/Stadt Hagen

Rundgang mit OB Erik O. Schulz: Soziale Stadt Wehringhausen 2012 – 2023

7. August 2020 - Auf einem Rundgang durch den Stadtteil Wehringhausen am Freitagvormittag haben Oberbürgermeister Erik O. Schulz sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung, Politik und Presse sich einen Überblick über den aktuellen Stand des Projektes "Soziale Stadt Wehrunghausen" verschafft.


Einstieg in die Förderung


Im Jahre 2008 wurde mit dem Ziel einer Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ für den Stadtteil Wehringhausen ein Integriertes Handlungskonzept (IHK 2008) erstellt. Dieses beschreibt zielorientierte, integrierte Lösungsansätze sowie konkrete Maßnahmen zur Behebung der städtebaulichen und sozialen Missstände im Quartier. Darauf aufbauend, wurden unter Beteiligung der Bevölkerung Masterpläne für Freiraum und Verkehr sowie ein Spielraumkonzept erarbeitet. Es zeigte sich, dass der Fördermittelrahmen der 1. Förderphase nicht ausreicht, die zur Erreichung des Förderzwecks erforderlichen Maßnahmen umzusetzen. Daher erfolgte im Jahr 2017 eine Fortschreibung des IHK 2008 als INSEK 2017 (Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept) mit weiteren Maßnahmen und Projekten.


Folgende wesentliche Ziele und Themenfelder sind im IHK / INSEK festgeschrieben:

  • Stadtgestaltung, Freiräume und Verkehr
  • Wohnen
  • Lokale Ökonomie, Versorgung und Beschäftigung
  • Kreativ.Quartier
  • Soziale und ethnische Integration
  • Stadtteilmanagement und Imagearbeit

Im Jahr 2012 erhielt die Stadt Hagen den ersten Bewilligungsbescheid über eine Zuwendung aus Städtebauförderungsmitteln für die Soziale Stadt Wehringhausen.


2014 wurde das Quartiersmanagement (QM) zur Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahmen und als Ansprechpartner im Stadtteil eingesetzt. Das Team besteht heute aus fünf Teilzeitmitarbeitern.


Aufgrund des hohen Anteils an Wohnraum mit nicht mehr zeitgemäßen Funktionen und Qualitäten mit einem überproportionalen Anteil an Bewohnern aus Südosteuropa wurde Wehringhausen 2017 in das Modellvorhaben „Problemimmobilien“ aufgenommen.


Bürgerbeteiligung

Die Bearbeitung der Themenfelder erfolgt stark partizipativ, die Bürgerbeteiligung ist ein wesentlicher Aspekt bei der Aufwertung des Stadtteils. Durch das Mitwirken und Mitentscheiden fühlen sich die Bewohner an ihren Stadtteil gebunden. Das bürgerschaftliche Engagement wird gestärkt.

Instrumente dafür sind:

  • Lenkungskreis (Stadtteilgremium)
  • Workshopverfahren bei öffentlichen Bauprojekten
  • Stadtteilkonferenzen
  • themenspezifische Arbeitsgruppen
  • Verfügungsfonds (bürgergetragene und stadtteilbezogene Projekten vor Ort)


Themenfelder


Stadtgestaltung, Freiräume und Verkehr


Ein wesentlicher Bestandteil der Sozialen Stadt sind städtebauliche Investitionen in die lokale Infrastruktur. Alle bisherigen Planungen wurden in einem umfangreichen Beteiligungsverfahren mit den Bürgern abgestimmt. Der Lenkungskreis hat die Planungen im Rahmen seiner Sitzungen beraten und bestätigt, die notwendigen Beschlüsse erfolgten durch die BV Mitte.


Folgende Projekte sind bereits umgesetzt.

  • Umgestaltung der Spielplätze Dömbergstraße, Rehstraße, Pelmkestraße
  • Herstellung der Grün- und Freizeitanlage Bohne (Pumptrack, Basketballfeld)
  • Aufwertung Lange Straße 1. BA
  • Umgestaltung Außengelände Villa Post 1. BA (Sitzplatz)
  • Umbau Bodelschwinghplatz (Brunnen, Tunnel) und Wehringhauser Straße
  • Umbau Wilhelmsplatz (Eröffnung 28.08.2020)

Für folgende Maßnahmen sind die Fördermittel bewilligt und die Ausführungsplanungen werden vorbereitet:

  • Umgestaltung Außengelände Villa Post 2. BA (Bolzplatz und Spielgelegenheiten)
  • Aufwertung Grundschulhöfe Janusz Korczak und Emil Schumacher

Für die folgenden Maßnahmen werden Fördermittelanträge gestellt:

  • 2020: Aufweitung des südlichen Ausgangs des Tunnels Bodelschwinghplatz – Augustastraße
  • 2021: Barrierefreihes Wehringhausen

Wohnen


Wehringhausen ist ein vielfältiger Stadtteil, hier ist „Wohnen mit allen Facetten“ das Ziel: bezahlbar und anspruchsvoll, klassisch und kreativ, generationenübergreifend und reich an Kulturen. Um Missstände zu beheben und entsprechende Angebote zu schaffen, gibt es verschiedene Ansätze:

  • Hof- und Fassadenflächenprogramm (einschl. Beratung der Eigentümer)
  • Eigentümerstammtisch
  • Strategische Konzepte für das untere Wehringhausen
  • Modellvorhaben Problemimmobilien (s.u.)
  • Austausch zwischen Wohnungsmarktakteuren (60, HEG, Wohnungsbaugesellschaften, Privateigentümer)
  • Aufwertung des Wohnungsbestands im unteren Wehringhausen (Sanierung, Rückbau, Blockkonzepte, neue Wohnformen)

Eine Akteurskonferenz im Herbst 2020 soll für die skizzierten Ziele Maßnahmen definieren und in die Umsetzung bringen.


Lokale Ökonomie, Versorgung und Beschäftigung


Die Zusammenarbeit mit den Händlern vor Ort bildet für die Arbeit des QM eine wichtige Basis. Darüber hinaus hat die Zusammenarbeit mit der HagenAgentur und der Stadtverwaltung eine große Bedeutung. Ziele sind:

  • Stärkung des Wochenmarktes
  • Imagearbeit für das Quartier (z.B. Stadtsauberkeit)
  • Leerstandsmanagement und Beratung flächensuchender Gewerbetreibender sowie Akteure der Kreativwirtschaft
  • Öffentlichkeitsarbeit

Die Vermittlung von leeren Ladenlokalen scheitert oftmals an der fehlenden Mitwirkung der Vermieter. Hier soll Aufklärung helfen.

Neue Konzepte des Marktwesens (z.B. Idee: Nachmittagsmarkt) konnten aufgrund es mangelnden Interesses der Marktbeschicker bisher nicht realisiert werden.


Kreativ.Quartier


Wehringhausen ist für seine Kultur, Subkultur und Kreativwirtschaft bekannt, dieses Image soll durch eine Unterstützung der entsprechenden Akteure weiter gestützt werden. Die im Stadtteil traditionell stark verankerte Szene aus Kunst-, Kulturschaffenden und Kreativen (z.B. Musiker, StreetArt, Designer, Grafiker) wird insbesondere durch das QM in verschiedenen Veranstaltungsformaten zusammengebracht.


Im Jahr 2015 wurden quartiersbezogene Fördermittel im Bereich Kunst und Kultur durch das „ecce“ (european centre for creative economy) erschlossen. „ecce“ berät Antragsteller in Zusammenarbeit mit dem QM und ist Ansprechpartner für Kommunen bei der Entwicklung von Quartieren mit künstlerisch-kreativem Schwerpunkt. In diesem Zusammenhang wurden für Wehringhausen bis Mitte 2017 vier Projekte beantragt und mit insgesamt ca. 150.000 Euro ohne notwendigen Eigenanteil der Stadt Hagen gefördert. Inhalte der Anträge, die sich zum Teil noch in der Umsetzungsphase befinden, sind:

  • Förderung Wehringhauser Schnurlosfestival 2016 und 2017
  • Loner! Dokumentarfilm über die Entwicklung der Musikszene im Quartier seit den 1980er Jahren
  • Wehringhausen – Das Vielviertel: Webauftritt samt offener Wort- und Bildmarke für den Stadtteil mit dem Fokus auf dem Themenfeld „Kultur und Kreativ.Quartier“
  • Nachhaltige Modenschau „Made in Wehringhausen“

Die Förderkulisse „Kreativ.quartiere Ruhr“ wird seit 2019 neu konzipiert. Derzeit stehen keine spezifischen Fördermöglichkeiten zur Verfügung.


Ausblick Lokale Ökonomie / Kreativ.Quartier


Es wird angestrebt, die lokale Ökonomie und die Kreativwirtschaft zu stärken. Durch das assoziierte Projekt „BiwaQ – Gemeinsam für Hagen“ ergeben sich vielfältige Potentiale bei der Unterstützung des lokalen Gewerbes, Themen dabei sind u.a. Digitalisierung und Qualifizierung, sowie die Integration von Betrieben unter der Leitung von Bürgern mit Einwanderungsgeschichte.

Einen Schwerpunkt sollen in diesem Themenfeld die Wehringhauser Straße und der Bodelschwinghplatz erhalten. QM und „BiwaQ“ stimmen derzeit eine arbeitsteilige Verfahrensweise für ein aktives Leerstandsmanagement ab, mit dem eine attraktive Nahversorgung und Aufenthaltsqualität und damit mehr Frequenz in dem Gebiet geschaffen werden sollen.


Problemimmobilien


Der vermehrte Zuzug von Menschen aus Osteuropa seit 2015 hat das Image des Stadtteils sehr belastet. Das Thema Problemimmobilien (= Immobilie, die eine nicht angemessene Nutzung und/oder bauliche Missstände mit negativen Auswirkungen auf das Umfeld aufweist) wurde akut. Hagen ist seit 2017 Teil des Landesprogramms „Modellvorhaben Problemimmobilien“ und wird in diesem Zusammenhang fünf Jahre bei der Begegnung des Problems unterstützt. Zahlreiche Initiativen und Projekte der Stadt widmen sich diesem Thema. Maßnahmen im Bereich des unteren Wehringhausens nicht nur durch das Modellvorhaben sind hier:

  • Ankauf und Rückbau von Gebäuden
  • Aufwertung und Entwicklung von Nachnutzungsperspektiven (u.a. auch durch das Fassadenprogramm, die HEG und private Investoren)
  • Etablierung des Perspektivhauses des Projektes BIWAQ
  • Umsetzung eines aktiven Leerstandsmanagements

Zukünftig soll es weitere Aktionen und Interventionen im Gebäudebestand im unteren Wehringhausen geben, die dazu geeignet sind, die Wohn- und Lebensverhältnisse zu verbessern.


Soziale und ethnische Integration – bisherige Projekte


Integration und das Zusammenleben der verschiedenen Gruppen im Wohnumfeld und im Quartier stellen ein zentrales Thema der Sozialen Stadt dar. Um der Herausforderung verstärkter Zuzug (nicht nur aus EU-2 Staaten) und zusammenleben im Quartier zu begegnen, konnten in den letzten Jahren mehrere sozialflankierende Maßnahmen initiiert werden. Diese werden sowohl kommunal (ko)finanziert als auch durch unterschiedliche Fördermittel von Land, Bund und EU.


Die bereits abgeschlossenen Projekte/Programme:

„NRW hält zusammen“ richtete sich im Rahmen der aufsuchenden Sozialarbeit an die neuzugewanderten Unionsbürger/innen besonders aus Rumänien und Bulgarien (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Familien und alleinstehende Personen) und die schon länger ansässige Bevölkerung in Wehringhausen. Das Ziel war, zum Zusammenleben im Stadtteil beizutragen durch Orientierung an der Lebenswelt der Betroffenen und ihren Bedürfnissen und Ressourcen, Identifizierung von "Sprecher/innen" der Zugewanderten, Kooperation, gemeinsame Entwicklung von Lösungsansätzen für Bedarfe/ Fragestellungen der Zugewanderten, sowie interkulturell vermittelnde Ansätze: Aufklären und Vermeiden von/ über interkulturelle Missverständnisse und Planung und Umsetzung gemeinsamer Aktionen von Neubürgern aus Südosteuropa und ursprünglicher Bevölkerung

Förderprojekte seitens des LWL (beispielhaft ausgewählt)

  • „Wehringhausen- auf der Suche nach unserer Kultur“ (SJD die Falken)
  • „Willkommen in Wehringhausen“- Sprachliche, gesellschaftliche und kulturelle Förderung (JZ Paulazzo)
  • „Gedenken auf Rumänisch“ (JZ Paulazzo & FB Jugend und Soziales)

Das Projekt „Soziallotsen“ (Sozialdienst katholischer Frauen e. V.) richtete sich vor allem an ältere Personen und alleinerziehende Frauen im Stadtteil. Das Projekt hatte Armutsprävention als Zielsetzung und bot eine neue Anlauf-, Kontakt- und Beratungsstelle an. Neben der Beratung und Begleitung der Ratsuchenden ging es um die Stärkung ihrer Ressourcen.

Im Rahmen des Landesprogramms „Hilfe im Städtebau für Flüchtlinge“ akquirierte die Stadt Hagen rund 5,1 Mio. € für den Umbau der Einrichtungen in drei Stadtteilen sowie begleitend das Quartiersmanagement und Projektmittel für Sprachförderung u. ä. Ein Teil der Mittel floss in die Kulturarbeit und Integrationsprojekte in Wehringhausen. So wurde die „Kulturoase“ an der Lange Straße in Kooperation vom Kulturzentrum Pelmke und Lutz Kinder und Jugendtheater bis Ende 2018 gefördert. Neben den kulturellen Angeboten für überwiegend Jugendliche fanden auch ein Elterncafé, niedrigschwellige Sprachförderung für Frauen aus Südosteuropa, Kinderprojekte u.v.m. statt.

Brückenprojekte werden vom Land Nordrhein-Westfalen finanziert. Das Brückenprojekt richtet sich an Zuwandererfamilien mit Kindern, die jünger als sechs Jahre sind und keinen regulären Kindergartenplatz haben.


Aufsuchende Arbeit in Wehringhausen/Streetwork


Der Bodelschwinghplatz wurde in der Vergangenheit insbesondere durch Problemgruppen der regionalen Drogenszene, Konsumenten von Alkohol und Zuwander*innen aus Südosteuropa aufgesucht. Mittels aufsuchender Arbeit sollte das Interesse aller im Quartier lebender Gruppen an der Nutzung des Platzes angeregt werden. Diese Aufgabe wird derzeit von kommunal geförderten Streetworker*innen und dem Projekt PaRT übernommen.


GEWINN Hagen

GEWINN Hagen ist ein Gesundheitsprojekt der Stadt Hagen für das Quartier Wehringhausen, gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Lebenswelten der gesetzlichen Krankenkassen in NRW. Ziel ist es, Präventionsangebote und Kurse zur Bewegungsförderung sowie zur Aufklärung über gesundheitliche Themen generationenübergreifend für die Bewohner im Quartier zu entwickeln. Das Projekt realisiert die Zusammenarbeit von Gesundheitsförderung und Stadtentwicklung und wird in Abstimmung mit dem Projekt „Soziale Stadt Wehringhausen“ gestaltet. Aktuell befindet sich das Projekt in der Endphase. Eine Verstetigung der bereits entstandenen Angebote wird angestrebt.


Urban Gardening

Im Oktober 2014 startete das Projekt „Garten.Reich! – Wehringhausen wächst zusammen“ im Rahmen des Förderprogramms. Entsprechend dem Leitsatz wurde das Ziel verfolgt, Bewohner*innen mit verschiedenen Hintergründen zusammenzubringen, um den Stadtteil gemeinsam grüner zu gestalten.


Des Weiteren fördert die Stadt Hagen bereits seit 2015 folgende Einrichtungen:

  • sprachkompetente Beratung (0,5 Stelle) beim Caritasverband Hagen
  • Arztmobil / Akutbehandlung nicht krankenversicherter EU Bürger aus Hagen
  • Impfprogramm / Beschaffung der Impfstoffe etc.

Darüber hinaus gibt es im Stadtteil Familienbegleiterinnen und Familienhebammen, die vom Fachbereich Jugend und Soziales im Rahmen der Frühen Hilfen kommunal und durch Bundesmittel finanziert werden. Beide Grundschulen im Einzugsgebiet sind mit Schulsozialarbeiter*innen nach Bildungs- und Teilhabepaket ausgestattet, um die Integration der neuzugewanderten Kinder optimal zu gestalten. Abweichend zur Regelung im übrigen Stadtgebiet sind die Grundschulen jeweils mit einer Vollzeitstelle ausgestattet, hingegen beträgt die Regelausstattung an anderen Standorten unabhängig von der Größe der Schule nur eine ½ Vollzeitstelle pro Standort.


Soziale und ethnische Integration – aktuelle und zukünftige Projekte


BIWAQ – Gemeinsam für Hagen

BIWAQ legt als Partnerprogramm des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“ den Schwerpunkt bewusst auf benachteiligte Stadt- und Ortsteile und verbessert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundesbauministeriums die Chancen von Bewohner*innen in diesen Quartieren. Das Programm fördert Projekte zur Integration in Arbeit und zur Stärkung der lokalen Ökonomie.

Die Stadt Hagen möchte mit dem Projekt „Gemeinsam für Hagen“ im Rahmen des BIWAQ Programms die Stadtteile Wehringhausen und Altenhagen fördern. Sie kooperiert dazu mit der agenturmark, dem Caritasverband Hagen e.V. und der Diakonie-Mark-Ruhr gGmbH.

Über die Akteure in den Stadtteilen (in Wehringhausen z.B. QM, VHS, Lenkungskreis Wehringhausen, “Wir in Wehringhausen“) möchte BIWAQ die Bewohner*innen erreichen, ihnen Beratungsangebote machen, sie bei Bedarf qualifizieren und bei der Arbeitssuche unterstützen. Die Zielgruppe sind Langzeitarbeitslose über 27 Jahre aus beiden Stadtteilen sowie angrenzenden Bereichen. Des Weiteren sollen die lokalen Unternehmen durch Beratungsangebote, digitale Vernetzung und gemeinsame Marketingaktionen gestärkt werden.


PaRT (ESF Projekt)

PaRT steht für Partnerschaftlich – ambitioniert – Resilienz – Teilhabe. Das Projekt, das in Kooperation mit der Zuwanderungsberatung der Diakonie Mark-Ruhr und der Caritas Hagen durchgeführt wird, hat einen stark aufsuchenden Ansatz. Sowohl über offene Sprechstunden als auch über aufsuchende Beratung und Präsenz im Quartier werden die Menschen in den Quartieren Wehringhausen, Altenhagen, Haspe und Stadtmitte angesprochen und erreicht. Neben den Beratungen zu sozialrechtlichen Fragen werden Freizeit- und Kulturangebote angeboten und in Sprachkurse und weitere Angebote vermittelt.


BiBer 2.0 (EHAP Projekt)

BiBer 2.0 ist die Abkürzung für Bildung, Begleitung und Beratung und befindet sich seit 2019 in der zweiten Förderperiode. Das Projekt ist in Kooperation zwischen dem Caritasverband Hagen e.V. und der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen GmbH ins Leben gerufen worden und es ist in vier Hagener Stadtteilen präsent: Mitte, Haspe, Altenhagen und Wehringhausen. Zielgruppe sind die am stärksten benachteiligten EU-Neuzuwanderer und deren Kinder unter 7 Jahren. Die Unterstützung wird in Form von Beratung, Begleitung, Vermittlung in anderen bestehenden Diensten und durch Kleingruppenarbeit angeboten. Es gibt Sprechstunden im Wehringhauser Stadtteilladen und die öffentlichen Plätze werden aufgesucht. Das Ziel des Projektes ist die Integration der Kinder in Regelsysteme und die Zusammenarbeit mit den Eltern. Durch die geeignete Unterstützung soll Hilfe zur Integration geleistet und Ausgrenzung und Armut reduziert werden.


Kunst vor Ort

Kunst vor Ort ist ein gemeinnütziger, eingetragener Verein zur Förderung von Jugendkunst und Jugendkultur in Hagen. Regelmäßig arbeiten lokale Künstler*innen zusammen mit pädagogischen Fachkräften in verschiedenen Stadtteilen auf öffentlichen Plätzen, um dort für Kinder und Jugendliche vielfältige und kostenlose Kunstaktionen anzubieten (Technikvermittlung, um Kreatives zu schaffen und sich individuell in ästhetischer Form auszudrücken, z.B. durch Malen, Gestalten, Graffiti)

Im Fokus stehen dabei Stadtteile, die eine heterogene Bevölkerung und große soziale Ungleichheiten aufweisen. Soziale und sprachliche Kompetenzen werden gefördert und ein kultureller Dialog geschaffen. Persönlichkeit, Selbstbewusstsein und soziale Kompetenzen werden aufgebaut.


Wiederherstell-Bar – Repair Café

Im Repair-Café soll sich jede*r willkommen fühlen. Neben der Konstante des sozialen Treffpunkts haben sich verschiedene Projektgruppen und Aktionen etabliert, die Hilfe zur Selbsthilfe leisten und der Wegwerfgesellschaft trotzen. Initiator ist der Grüne Stern Wehringhausen, eine Abteilung des Roten Stern Wehringhausen e.V. (einer Gruppe von Bürger*innen, die dazu beitragen, Wehringhausen zu einem lebens- und liebenswerten, multikulturellen Stadtteil mit Verständnis, Respekt und Toleranz zu formen). Angeboten werden:

  • Kleinelektronikreparatur
  • Fahrradreparatur
  • Nähen und Upcycling alter Dinge
  • Computer – Reparatur
  • Labor für Umweltfreundliches
  • Stricken und Häkeln
  • Foodsharing

Stadtteilmanagement und Imagearbeit


Durch die Berichterstattung über angestoßene und umgesetzte Projekte konnte in der Öffentlichkeit eine Aufbruchsstimmung geschaffen werden. Die Stadt Hagen und das QM unterstützen die Arbeit in den o.g. Themenfeldern seit Programmbeginn kontinuierlich mit großem Einsatz.

Das Image Wehringhausens soll durch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit aufgewertet werden. Dazu gibt es seit Beginn des Jahres einen regelmäßigen Austausch zwischen der Projektleitung Soziale Stadt, dem QM und der Pressestelle der Stadt Hagen. Flankiert wird dieses Bestreben durch die stadtteilbezogene Öffentlichkeitsarbeit auf der Plattform wehringhausen.org, die in der Vergangenheit gefördert wurde und sich inzwischen selbst trägt.