Marktplatz

Beim Spatenstich (v.l.n.r.): Karsten-Thilo Raab (Leiter Servicezentrum Sport), Oberbürgermeister Erik O. Schulz, Bau- und Sportdezernent Henning Keune und Jens Rellecke (WBH-Bauleiter). (Foto: Linda Kolms/Stadt Hagen)

Spatenstich für Bau des Kunstrasenplatzes an der Alexanderstraße

18. Dezember 2020 – Am heutigen Freitag (18. Dezember) konnte trotz der coronabedingten Einschränkungen ein wegweisendes Bauprojekt für den Hagener Sport auf den Weg gebracht werden: Oberbürgermeister Erik O. Schulz nahm gemeinsam mit Bau- und Sportdezernent Henning Keune, Karsten-Thilo Raab, Leiter des Servicezentrums Sport sowie Jens Rellecke vom Wirtschaftsbetrieb Hagen den symbolischen Spatenstich für den Umbau des Sportplatzes an der Alexanderstraße zum Kunstrasen vor.


Der bisherige Tennenplatz war nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei angelegt worden. Damals wurde das Areal mit Kriegsschutt mehr als zehn Meter hoch aufgeschüttet. Über viele Jahrzehnte war das 1955 eingeweihte Areal die sportliche Heimat der Sportfreunde Westfalia Hagen. Mit dem Ratsbeschluss vom 28. März 2020 wurde die Umwandlung des in die Jahre gekommenen Platzes in Hagens ersten, nur mit Sand verfüllten Kunstrasenplatz beschlossen.


Der planerische Ansatz sieht vor, den Austrag sämtlicher Kunststoffpartikel vom Spielfeld zu verhindern. Aufgrund dessen wird auf die Verwendung von Kunststoffgranulat zur Verfüllung des Kunstrasens komplett verzichtet. Um sicherzustellen, dass auch der Austrag von Mikroplastik in Form von verschlissenen Kunstrasenfasern minimiert wird, erfolgt der Einbau eines Filterrinnensystems an den Längsseiten des Platzes. Der Rasen selber besteht aus zwei texturierten, also gekräuselten, Fasern mit circa 35 bis 40 Millimetern Höhe.


Der neue Platz, dessen Fertigstellung durch die Bielefelder Firma Heiler abhängig von der Witterung bis April oder Mai 2021 erfolgen soll, misst eine Länge von 104 Metern sowie eine Breite von 69 Metern und bedeckt eine Gesamtfläche von 7.200 Quadratmetern. Ergänzend dazu werden ein neuer Ballfangzaun sowie Zuschauerbarrieren errichtet. Die Baukosten betragen rund 1,2 Millionen Euro. Geplant ist zudem die Errichtung eines zweiten Umkleidegebäudes angrenzend an das bestehende, um dem Bedarf durch zusätzliche Vereine und Mannschaften, die künftig an der Alexanderstraße ihre sportliche Heimat finden sollen, gerecht werden zu können. Der Neubau ist mit zusätzlichen 300.000 Euro kalkuliert. Wann der Baubeginn für den Umkleidetrakt erfolgt, ist noch offen.