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Als eine der Ersten ließ sich Karin Thikötter (81) im Hagener Impfzentrum impfen. Foto: Franziska Michels

Trotz Schneechaos: Erfolgreicher Start für Hagens Impfzentrum

8. Februar 2021 – Seit Fertigstellung des Impfzentrums in der Stadthalle Mitte Dezember wartet Hagen auf den Startschuss zum Impfen – am heutigen Montag ab 14 Uhr war es dann soweit: Trotz extremen Wetterverhältnissen mit Eis und Schnee im gesamten Stadtgebiert konnten impfwillige Hagenerinnen und Hagener über 80 Jahre die Erstimpfung entgegennehmen. Darunter Karin Thikötter: „Ich bin froh, dass es jetzt losgeht mit den Impfungen. Das ist ein großer Schritt Richtung Normalität. Hoffentlich können die Kinder auch bald wieder in die Schulen und Kitas“, sagt die 81-Jährige.


Aktuell 100 Impfdosen täglich für Ü 80-Jährige

Mit insgesamt sieben Impfstraßen auf rund 3.000 Quadratmetern bietet das Impfzentrum in der Hagener Stadthalle die Möglichkeit, täglich bis zu 1.000 Personen zu impfen. Da aktuell allerdings nur eine begrenzte Menge an Biontech-Impfstoff zur Verfügung steht, der sich für die Impfung von Personen ab 80 Jahren eignet, startet der Betrieb zunächst mit zwei Impfstraßen, 22 Mitarbeitern pro Schicht sowie einem entsprechend der verfügbaren Impfstoffmenge aufgestelltem Ärzteteam der KVWL. „Zunächst können wir rund 100 Impfdosen pro Tag verimpfen, sodass wir jedem Impfling bei Bedarf eine 1:1-Betreuung durch unser Personal anbieten können“, erklärt Lars Stein, organisatorischer Leiter des Impfzentrums bei der Stadt Hagen. „Wir starten in den ersten drei Wochen für Personen, die über 80 Jahre alt sind, an sieben Tagen pro Woche ab 14 Uhr. Ab dem 1. März. kommt dann die Vormittagsschicht hinzu, um auch die Zweitimpfungen abwickeln zu können.“


Ablauf im Impfzentrum

Vor Ort sind in jeder Schicht ärztliche und medizinische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KVWL, der Stadt Hagen und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für die zu impfenden Personen da. „Hinsichtlich der Barrierefreiheit haben wir das Impfzentrum noch einmal nachgerüstet“, sagt Stein. „Wir haben einen weiteren Check-In-Bereich auf der oberen Ebene installiert, um den gehbehinderten Impflingen einen einfachen Zugang über den Fahrstuhl mit einer separaten Zugangsstraße zu ermöglichen.“ Die Fachkräfte messen beim Einlass die Körpertemperatur, gleichen Personendaten ab, führen ärztliche Aufklärungsgespräche, geben anschließend die eigentliche Impfung und gewährleisten eine persönliche Betreuung im Ausruh-Bereich. Somit ist für jeden Patienten eine umfassende, persönliche Beratung gewährleistet und es stehen jederzeit Ansprechpartner zur Verfügung.


Das medizinische Team vor Ort wird durch einen eigenen Ordnungs- und Sicherheitsdienst und Reinigungskräfte, die eine kontinuierliche Reinigung aller Flächen durchführen, tatkräftig unterstützt. Um die Haustechnik kümmern sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadthalle selbst.


Internes Impfstofflabor und Notfallstation

Für die Aufbereitung des tiefgekühlt angelieferten Impfstoffes wurde vor Ort ein eigenes Impfstofflabor aufgebaut. Personal der Apothekerkammer bereitet dort den Impfstoff für die Impfung vor. Mit einer eigenen Notfall-Station und zwei Rettungssanitätern ist das Impfzentrum auch auf medizinische Notfälle vorbereitet.


Sonderkontingent für bestimmte Berufsgruppen

Ab Mittwoch, 10. Februar, werden auf Erlass des Landes Nordrhein-Westfalen außerdem Angehörige bestimmter Berufsgruppen aus dem Gesundheits- und Pflegebereich über ein Sonderkontingent im Hagener Impfzentrum geimpft. Termine für diese Impfungen werden separat vergeben und können nicht über die 116117 gebucht werden. Die jeweiligen Verantwortlichen werden gebeten, gebündelt für alle Beschäftigten, einen Termin zu beantragen. Weitere Informationen dazu finden sich hier.