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Online-Vortrag zum Ende des Kohlebergbaus

10. Februar 2021 – Mit dem „Ende der Maloche im Kohlebergbau“ beschäftigt sich ein Online-Vortrag der Volkshochschule Hagen (VHS) in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit Hagen und Umgebung e.V. am Donnerstag, 18. Februar, um 19 Uhr. Dabei geht Referent Dr. L. Joseph Heid aus Duisburg besonders auf die jüdischen Arbeiter ein.


Ende Dezember 2018 war „Schicht im Schacht“: Mit einem zentralen Festakt wurde der deutsche Steinkohlenbergbau in Bottrop verabschiedet. In den Abschiedsreden wurde den Kumpel gedankt, die mit schwerster montaner Arbeit über Jahrzehnte hinweg den Wohlstand Deutschlands im Wortsinn zu Tage gefördert haben. Von den ausländischen Bergmännern, die im vorletzten Jahrhundert mit allerlei Versprechungen ins Ruhrgebiet geholt wurden, war jedoch nur wenig die Rede. Auch jüdische Arbeiter wurden während des Ersten Weltkrieges und danach in Russisch-Polen, teils freiwillig und teils mit Gewalt zur schwerindustriellen Arbeit nach Deutschland gelockt. Unter den Arbeitern aus dem russisch-polnischen Okkupationsgebiet befanden sich etwa 150.000 sogenannte „Ostjuden“. Allein 4.000 von ihnen arbeiteten als Kumpel in den Kohlegruben des rheinisch-westfälischen Industriegebietes unter Tage. Auch für ihre Arbeit stand das Wort „Maloche“, das als Ehrenwort der Ruhrgebietsarbeiter gilt. Woher dieser rein hebräische Begriff kommt und wie sich dieser allgemein verbreiten konnte, verrät der Vortrag.


Die Teilnahme an der Veranstaltung ist dank der Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit Hagen und Umgebung e.V. kostenlos. Interessierte brauchen nur einen PC, Laptop oder ein Smartphone mit Internetverbindung. Wer selbst Fragen stellen möchte, benötigt auch ein Mikrofon. Die Zugangsdaten für den Online-Vortrag gibt es nach der Anmeldung. Diese ist mit Angabe der Kursnummer 1391Z unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Internetseite www.vhs-hagen.de möglich.