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Der Frisier- und Schminktisch aus dem 18. Jahrhundert gehörte zur Einrichtung der Villa Laufenberg und gelangte 1960 in den Besitz der Stadt Hagen. (Foto: Heike Wippermann)

Hagener Objekte: Frisier- und Schminktisch aus der Villa Laufenberg

17. Februar 2021 – Aus dem Buch „Hagener Stücke – 111 Objekte aus dem Stadtmuseum“ präsentiert der Fachdienst Wissenschaft, Museen und Archive der Stadt Hagen eine Poudreuse aus der Einrichtung der Villa Laufenberg. Dabei handelt es sich einen aufwendig konstruierten Frisier- und Schminktisch aus der französischen Wohnkultur des 18. Jahrhunderts.


Im 18. Jahrhundert stellten Kunsttischler, sogenannte Ebenisten, Möbel für die königlichen Höfe von Ludwig XV. und Ludwig XVI. sowie für die adelige und großbürgerliche Gesellschaft her. Ihre Möbel zeichneten sich durch hohe handwerkliche Qualität und Ausstattung aus, was sie zu hochpreisigen Kunstwerken machte. Dazu zählt auch der Frisier- und Schminktisch aus der Villa Laufenberg, der in den französischen Möbelstil „Louis-seize“ um 1770 bis 1790 datiert werden kann und unter anderem aus verschiedenem Holz besteht sowie Applikationen aus Bronze und Messing trägt. Die genaue Werkstatt lässt sich nicht feststellen.


Die Familie von Laufenberg-Wittmann war Eigentümer der Gussstahlwerke Wittmann AG in Hagen-Haspe und bewohnte die um 1890 errichtete Villa Laufenberg. Nach dem Tod der letzten Erbfolgerin Adele von Laufenberg-Wittmann im März 1960 erwarb die Stadt Hagen die Villa mitsamt ihrer Einrichtung und dem Grundstück. So gelangte auch der Frisier- und Schminktisch, der sich im Schlafzimmer des Gebäudes befand, in den Besitz der Stadt.


Heute dient die Villa Laufenberg als Kindertagesstätte. Neben der Poudreuse werden ab 2022 weitere aus der Villa Laufenberg erhaltene Gegenstände wie Gemälde und Porzellan im Stadtmuseum Hagen zu sehen sein.