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Verbesserte Luftqualität: Hagen hält Grenzwert für Stickstoffdioxid ein

18. Februar 2021 – Hagens Luftqualität verbessert sich durch einen weiteren Rückgang der Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2): 2020 wurde an allen Messstationen der Jahresmittelwert von 40 µg/m³ Luft eingehalten. Das geht aus einer vorläufigen Datenauswertung des Landesumweltamtes hervor. Damit zeigen die von der Stadt Hagen gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe und dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Maßnahmen erste Wirkungen.


Im Laufe des vergangenen Jahres ließ sich an allen Hagener Messstationen erneut eine reduzierte Immissionsbelastung gegenüber dem Vorjahr feststellen. Am Märkischen Ring liegt der vorläufige Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid nun bei 37 µg/m3 und am Graf-von-Galen-Ring bei 39 µg/m3. Damit wird voraussichtlich an beiden „Hotspots“ der Grenzwert von 40 µg/m3 im Jahr 2020 eingehalten. Das gilt auch für die zwei neuen Messstellen am Bergischen Ring und in der Eckeseyer Straße. Hier liegen die Messwerte deutlich unterhalb des Grenzwertes von 40 µg/m3 Luft. Für diese beiden Stationen konnte aber noch kein Jahresmittelwert für NO2 ermittelt werden, da das Landesumweltamt hier erst seit September 2020 regelmäßig misst.


Die neuen Ergebnisse sind auf mehrere mit der Deutschen Umwelthilfe vereinbarte und kurzfristig umgesetzte Maßnahmen zurückzuführen. Dazu zählen etwa die Eröffnung der Bahnhofshinterfahrung, die Sperrung der Arbeitsamtrampe und einer Linksabbiegerspur auf der Heinitzstraße sowie die Busspuren in der Körnerstraße. Überlagert wird die positive Verkehrsentwicklung nur durch die noch bis Ende 2021 laufenden Bauarbeiten an der Marktbrücke. Diese führen insbesondere am Graf-von-Galen-Ring zu deutlich höheren Verkehrsbelastungen als erwartet, dennoch reduzierte der coronabedingte Lockdown hier das Verkehrsaufkommen genau wie am Märkischen Ring insgesamt um rund 20 Prozent. Auch das hat natürlich zu einem Rückgang der Emissionen beigetragen. Stärker belastet wird dagegen die „Finanzamtsschlucht“ durch Rückstaus der Linksabbieger in die Badstraße. Deshalb bittet die Stadt in diesem Zusammenhang alle Verkehrsteilnehmer, verstärkt die neue Bahnhofshinterfahrung zu nutzen, um damit die Innenstadt zu umfahren.


Insgesamt liegt der Anteil des Straßenverkehrs am Ausstoß von Stickstoffdioxid in Hagen bei über 60 Prozent. Um die Mobilität zukünftig nachhaltiger und emissionsärmer zu gestalten, arbeitet die Stadt Hagen mit vielen Akteuren sowie Bürgerinnen und Bürgern zusammen. Dazu wurde der Masterplan „Nachhaltige Mobilität“, einschließlich eines Elektromobilitätskonzeptes, entwickelt sowie ein Radverkehrskonzept aufgestellt. Zahlreiche Maßnahmen werden bereits umgesetzt. All dies wird dazu beitragen, dass sich die Luftqualität in den nächsten Jahren – nicht zuletzt auch durch den zunehmenden Anteil von Fahrzeugen mit verbesserter Abgastechnik und die deutliche Zunahme von E-Fahrzeugen – weiter verbessert.