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Das Erinnerungsglas zur ersten westfälischen Kochkunstausstellung in Hagen besteht aus Weißglas mit Emailmalerei und stammt aus dem Jahr 1905. (Foto: Heike Wippermann)

Hagener Objekte: Erinnerungsglas zur ersten westfälischen Kochkunstausstellung

24. Februar 2021 – Aus dem Buch „Hagener Stücke – 111 Objekte aus dem Stadtmuseum“ präsentiert der Fachdienst Wissenschaft, Museen und Archive der Stadt Hagen ein Erinnerungsglas zur ersten westfälischen Kochkunst- und Fachgewerbeausstellung in Hagen im Jahr 1905.


Um 1900 hatte sich Hagen zu einem florierenden Zentrum von Handel und Gewerbe im Rheinland und in Westfalen entwickelt. So wurden im ausgehenden 19. Jahrhundert sowie im frühen 20. Jahrhundert mehrere Gewerbe- und Fachausstellungen auf der als Versammlungsplatz genutzten Hagener Springe veranstaltet. Für Ausstellungen diente dort außerdem eine seit den 1850er Jahren bestehende hölzerne Halle, die um 1880 durch einen Neubau ersetzt wurde. Die Gewerbe- und Fachausstellungen sollten an die großen und überregionalen Ausstellungen beispielsweise in Berlin anknüpfen.


Im Jahr 1905 war es dann soweit: Vom 6. bis 17. Mai 1905 fand die erste überregionale Kochkunst- und Fachgewerbeausstellung in Hagen statt. Zahlreiche Betriebe und Köche aus der Provinz Westfalen präsentierten sich in der Veranstaltungshalle sowie in weiteren Gebäuden auf der Springe. Organisiert wurde die Ausstellung von der „Westfälischen Zone“ des Deutschen Gastwirte-Verbandes. Zur Erinnerung an dieses überregionale Ereignis wurde neben einer Silbermedaille auch eine Postkarte mit einer Abbildung des Ausstellungsgebäudes herausgegeben. Die Postkarte war besonders beliebt; das Motiv diente vermutlich auch als Vorbild für das Erinnerungsglas, das dem Stadtmuseum 1994 gestiftet wurde.


Das Erinnerungsglas wird ab 2022 im Stadtmuseum Hagen zu sehen sein.