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Grußwort von Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Özlem Basöz, stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates, zum Beginn des Fastenmonats Ramadan

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Liebe muslimische Mitbürgerinnen und Mitbürger,

liebe Leserinnen und Leser!


Am 12. April beginnt weltweit der muslimische Fastenmonat Ramadan. Eine religiöse Pflicht, der auch viele muslimische Hagenerinnen und Hagener als wichtiger und großer Bestandteil unserer Stadt nachkommen.


Das gemeinsame Praktizieren des Glaubens und das damit verbundene Zusammenkommen in der Gemeinschaft sind wichtige Elemente beim Fasten. Auch Menschen anderer Glaubensrichtungen werden immer öfter zur Teilhabe an diesen besonderen Anlässen eingeladen. Das schafft in unserer Stadt ein neues Gefühl von Gemeinschaft und verbindet unsere Bürgerinnen und Bürger untereinander – ganz unabhängig davon, welchem Glauben sie angehören.


An dieser Stelle möchten wir uns bei Ihnen für Ihre Geduld, Rücksicht und Ihr Verantwortungsbewusstsein bedanken. Gerade der Glaube ist durch die vielen nötigen Einbußen besonders stark betroffen. Das stellt Glaubensgemeinschaften immer wieder auf die Probe.


Auch in diesem Jahr wird der Ramadan-Monat anders aussehen, als viele ihn kennen. Wichtige Feste, die zum Ausdruck des muslimischen Glaubens gehören, können nicht wie gewohnt stattfinden. So auch das Zuckerfest, das von vielen muslimischen Gläubigen gemeinsam am Ende des Fastenmonats gefeiert wird. Ein wichtiger Bestandteil des Glaubens, der bereits im letzten Jahr wegen der anhaltenden Pandemie von vielen Einschränkungen betroffen war.


Trotzdem appellieren wir in diesem Jahr an das Verantwortungsbewusstsein unserer muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, ihre religiösen Pflichten, Gebete und das Fastenbrechen ausschließlich privat und zu Hause zu verrichten. Auf die Einladung von Freunden und Familien, um gemeinsam zu essen und zu feiern, müssen wir aktuell leider verzichten – auch wenn dies für alle besonders schwierig ist.


Jede größere Zusammenkunft stellt eine zusätzliche Gefahr für Sie, Ihre Familien, Freunde und für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt dar. Denn leider ist die Situation aufgrund der Coronapandemie immer noch sehr ernst. Stattdessen hoffen wir, dass viele von Ihnen gemeinsam virtuell zusammenkommen, um zum Beispiel Gebete zu übertragen, oder das Fastenbrechen per Videoanruf als Gemeinschaft zu feiern.


Denn nur wenn wir jetzt mit Rücksicht und Vernunft handeln und uns an die bekannten Corona-Regeln halten, können wir die Gesundheit aller schützen und hoffentlich im nächsten Jahr den Ramadan-Monat wieder in gewohnter Weise begehen.


Wir wünschen allen Musliminnen und Muslimen in unserer Stadt – trotz der herausfordernden Situation – eine gesegnete und sichere Fastenzeit.


Bitte bleiben Sie gesund und sorgen Sie dafür, dass auch andere gesund bleiben!


Es grüßen Sie herzlich


Erik O. Schulz (Oberbürgermeister der Stadt Hagen)

und

Özlem Basöz (Stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Hagen)