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Coronavirus: Impfaktion in Haspe für Obdachlose und Bürger in prekären Wohnverhältnissen

10. Mai 2021 – Nach den zwei erfolgreichen Impfaktionen in Altenhagen und Wehringhausen findet die dritte Impfaktion für Obdachlose und Bürgerinnen und Bürger in prekären Wohnverhältnissen am Freitag, 14. Mai, zwischen 12 und 16 Uhr in der Voerderstraße vor dem Hasper Torhaus statt. Vor Ort erhalten die Personen eine Einmalimpfung mit dem Impfstoff der Firma Johnson&Johnson. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt den Impfstoff von Johnson&Johnson nur für Personen über 60 Jahren. Interessierte unter 60 Jahren können auf eigenen Wunsch nach einem entsprechenden Aufklärungsgespräch aber auch mit Johnson&Johnson geimpft werden.


Für Personen, die in der Vergangenheit eine Thrombose hatten, eine Gerinnungsstörung haben, in einer hohen Cortisonbehandlung sind oder Frauen, die rauchen und gleichzeitig die Antibabypille nehmen, ist die Impfung mit dem Impfstoff Johnson&Johnson an diesem Termin nicht möglich. Sollte eines der Kriterien zutreffen, wendet sich die betroffene Person an ihren Haus- oder Facharzt für eine medizinische Beratung rund um die Coronaschutzimpfung, bittet das Gesundheitsamt der Stadt Hagen.


In den kommenden Tagen werden Streetworker und Sprachmittler des Quartiersmanagements gezielt die priorisierten Personengruppen ansprechen und auf die Aktion unter anderem mit Handzetteln in acht Sprachen (arabisch, bulgarisch, deutsch, englisch, griechisch, italienisch, rumänisch und türkisch) aufmerksam machen.


Neben dem Quartiermanagement, Streetworkern und Dolmetschern, dem Gesundheitsamt und dem Impfzentrum unterstützen die Diakonie Mark-Ruhr und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Impfaktion in Haspe. Um die Hemmschwelle für eine Impfung möglichst niedrig zu setzen, finden die Impfungen vor Ort an öffentlich zugänglichen Stellen mittels Arztmobil und Zelt statt.


Die Impfungen sind im Rahmen der geltenden Impfreihenfolge. So lässt die Coronaimpfverordnung des Bundes ein Impfen von Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, ausdrücklich zu.


Aufgrund der positiven Resonanz zu den zwei Impfaktionen der vergangenen Woche hat die Stadt Hagen bereits weitere Impfdosen für diesen Zweck beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) beantragt. Weitere Aktionen dieser Art sind nur möglich, wenn das Land entsprechenden Impfstoff bereitstellt.