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WBH: Überflutungsgefahr der Gewässer besteht weiterhin

21. Juli 2021 – Das Jahrhunderthochwasser, das Hagen in der vergangenen Woche getroffen hat, hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Die Folgen sind im gesamten Stadtgebiet sichtbar. Der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) rechnet bei zeitnahen Niederschlägen weiterhin mit einer Überflutungsgefahr der Gewässer.


An den Straßenrändern türmen sich meterhoch zerstörte Haushaltsgegenstände, Autowracks sowie Geröll, Schlamm und Treibgut. Gleiches gilt für viele der 270 Fluss- und Bachläufe in Hagen. Der Vorstand des WBH schätzt, dass rund 100.000 Tonnen Geröll, Schlamm und Baumstämme in diesen Gewässern liegen und somit Hindernisse für den Wasserlauf darstellen. Um einen sicheren Wasserabfluss zu gewährleisten und ein erneutes Hochwasser zu verhindern, müssten diese umgehend beseitigt werden. Aufgrund der enormen Menge an Treibgut und sogenanntem Geschiebe rechnet der WBH mit mehreren Wochen bis hin zu Monaten, bis die normalen Abflussbedingungen wiederhergestellt sind. Solange ist von einer erhöhten Hochwassergefahr auch bei kleineren Niederschlägen auszugehen.


Um die Gewässer so schnell wie möglich wieder in ihren normalen Zustand zu versetzen, hat der Wirtschaftsbetrieb Hagen seine Arbeitszeiten ausgeweitet und wird durch Freiwillige sowie beauftragte Firmen unterstützt. Der Vorstand des WBH hofft, im Oktober die Arbeiten weitestgehend abgeschlossen zu haben, sodass von den Gewässern, auch bei höheren Wasserständen, keine Überflutungsgefahr mehr ausgeht.


Neuer Regen: Warnapp „NINA“ installieren

Am kommenden Samstag, 24. Juli, und Sonntag, 25. Juli, werden neue Niederschläge mit Gewittern in Hagen erwartet. Die Stadt Hagen bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger, sich nach Möglichkeit die Warnapp „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) zu installieren, um rechtzeitig über Wetterwarnungen wie Hochwasser informiert zu werden.