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Zuwanderung und Problemimmobilien: Ausländerrechtliche Kontrolle zur Prüfung des Aufenthalts und der Lebensverhältnisse

25. November 2021 – Bei einer gemeinsamen Kontrollaktion am vergangenen Dienstag (23. November) haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes, der Ausländerbehörde, des Stadtordnungsdienstes, der Polizei, des Umweltamtes und der Wohnungs- und Bauaufsicht sieben Häuser im Stadtgebiet aufgesucht, um unter anderem den Meldestatus und die Lebensverhältnisse der dort lebenden Personen zu überprüfen.


Insgesamt wurden 71 von 115 gemeldeten Personen ausländer- und einwohnermelderechtlich überprüft. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellten 15 Kinder und Jugendliche fest, die nicht in der Schule waren und aufgrund eines bestehenden Verdachts der Schulverweigerung dem Kommunalen Integrationszentrum sowie dem Fachbereich Bildung der Stadt Hagen mitgeteilt wurden.


Ein möglicher Schädlingsbefall konnte in keinem der Häuser festgestellt werden. Hinsichtlich vorgefundener Müllproblematiken waren zwei Immobilien auffällig. Die Eigentümer werden entsprechend aufgefordert, den Müll ordnungsgemäß zu beseitigen. Nach dem Wohnraumstärkungsgesetz wurden acht Missstände entdeckt, die das gesamte Haus betreffen. In fünf Wohnungen fand das Team zahlreiche Mängel vor, in denen im Rahmen des Wohnraumstärkungsgesetzes eingeschritten werden muss. Für ein Haus sprach die Baukontrolle eine Nutzungsuntersagung aus, die bis zur beantragten und genehmigten Nutzungsänderung ausnahmslos gilt. An einem weiteren Objekt fordert die Baukontrolle nun eine Absturzsicherung an Fenstern sowie einen zweiten Rettungsweg. Ein ausgebautes Dachgeschoss wird noch genauer überprüft.


Seit Ende 2015 wurden 88 Kontrollen durchgeführt und dabei 784 Häuser in verschiedenen Ortsteilen mit insgesamt 21.536 gemeldeten Personen überprüft. Davon wurden 1.591 abgemeldet und 895 Ausweisdokumente von Personen eingezogen, die angetroffen wurden, jedoch nicht gemeldet sind.