Marktplatz

Ordnungsamt: Eingreifen von Außenstehenden birgt zusätzliche Gefahr für alle Beteiligten

3. März 2022 – Jeder Einsatz birgt ein neues Risiko für das Team des Ordnungsamtes der Stadt Hagen. Oft lässt sich dieses erst nach Eintreffen vor Ort einschätzen. Zusätzlich tragen immer wieder unbeteiligte Außenstehende durch ihr Eingreifen in laufende Einsätze dazu bei, dass sich gefährliche Situationen weiter zuspitzen. Oft ist den Personen die Gefahr für sich selbst und alle Beteiligten gar nicht bewusst. Um ein Zeichen gegen jegliches Störverhalten zu setzen und dagegen vorzugehen, wird gegen die Verantwortlichen Strafanzeige bei der Polizei Hagen erstattet.


Risiko steigt in kritischen Einsätzen

Besonders in Situationen, in denen eine Eigen- oder Fremdgefährdung durch die betroffene Person nicht ausgeschlossen werden kann, ist ein Eingriff durch Dritte besonders gefährlich. Denn neben Einsätzen zur Sicherstellung des Jugendschutzes, der Durchführung von Vollstreckungsmaßnahmen oder der Kontrolle der Stadtsauberkeit ist das Ordnungsamt unter anderem auch für die Durchsetzung der Psychisch-Kranken-Gesetze (PsychKG) zuständig. Im Fokus der Gesetze stehen verschiedene Hilfen und Schutzmaßnahmen, um die Sicherheit psychisch kranker Menschen zu gewährleisten. Im vergangenen Jahr wurden die Beamten in Hagen zu rund 400 Einsätzen im Rahmen der PsychKG gerufen. Alle Einsatzkräfte, zu denen neben den Ordnungsbeamten auch Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr, des Rettungsdienstes, des Gesundheitsamtes oder eines Krankenhauses gehören können, sind im Umgang mit riskanten Einsätzen umfassend ausgebildet und ausgestattet. In besonders gefährlichen Situationen, in denen sich die angetroffene Person nicht beruhigen lässt, uneinsichtig ist, oder durch aggressives Verhalten sich und andere in Gefahr bringt, können und müssen die Beamten durch den Einsatz von Zwangsmitteln die Situation deeskalieren. Bevor dies geschieht, wird die betroffene Person über die Anwendung dieser Maßnahmen aufgeklärt und mehrfach informiert. Im Fokus des Einsatzes steht immer die Sicherheit und das Wohlergehen der Betroffenen sowie aller Beteiligten.


Zusätzliche Gefahr durch Unbeteiligte

Immer wieder berichtet das Team des Hagener Ordnungsamtes von Situationen, in denen Dritte in die laufende Arbeit eingreifen. So zuletzt auch während eines Einsatzes im Rahmen der PsychKG, der durch Zwischenrufe und das Schnipsen einer Zigarette auf die Einsatzkräfte durch eine unbeteiligte Person massiv gestört wurde. In Fällen, in denen fremdes Eingreifen die Arbeit der Ordnungsbeamten zu stark beeinträchtigt oder die betroffenen Personen zusätzlich gefährdet, wird gegen die störende Person eine Strafanzeige bei der Polizei erstattet. So können die Kolleginnen und Kollegen vom Ordnungsamt für den sicheren Ablauf eines Einsatzes sorgen, die Sicherheit von sich und anderen garantieren und ein Zeichen gegen das willkürliche Eingreifen unbeteiligter Dritter setzen.