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Hagen zeigt Solidarität mit der Ukraine. (Foto: Franziska Michels)

Ukraine-Krieg: Infopoint für Geflüchtete im Rathaus II – Karl-Adam-Halle wird Notunterkunft

3. März 2022 – Die Anlaufstelle der Stadt Hagen für kriegsbedingt geflüchtete Menschen aus der Ukraine geht am morgigen Freitag, 4. März, ab 8 Uhr an den Start. Das aus unterschiedlichen Fachbereichen der Stadt Hagen zusammengestellte Team des Infopoints nimmt die Betroffenen bei ihrer Ankunft in Hagen in Empfang, erfasst ihre Daten und klärt Fragen zur Unterbringung und Leistungsgewährung. Das Team des Infopoints steht montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr vor Ort im Rathaus II, Berliner Platz 22, zur Verfügung. Bei Bedarf werden die Öffnungszeiten ausgeweitet. Eine telefonische Erreichbarkeit ist am Wochenende rund um die Uhr unter Telefon 02331/207-5020 gewährleistet.


Die Stadt Hagen bittet private Initiativen, die kriegsbedingt geflüchtete Menschen aus der Ukraine abholen, dringend darum, vorab Kontakt mit dem Infopoint aufzunehmen, um die Ankunft der Menschen sinnvoll koordinieren zu können.


Karl-Adam-Halle wird Notunterkunft

Die Stadt Hagen hält vorsorglich die Karl-Adam-Halle, Vossacker 19, als Notunterkunft für kriegsbedingt aus der Ukraine geflüchtete Menschen frei. Aus diesem Grund ist der Vereins- und Schulsport in der Halle ab dem morgigen Freitag, 4. März, vorerst nicht möglich. In der Karl-Adam-Halle können im Notfall bis zu 150 Personen untergebracht werden.


Sprachmittler gesucht

Das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen (KI) sucht Laien-Sprachmittlerinnen und -mittler für die ukrainische und russische Sprache. Bewerberinnen und Bewerber müssen zur Aufnahme in den Sprachmittlerpool des KI folgende Kriterien erfüllen: Vollendung des 18. Lebensjahres, Beherrschung der deutschen und der russischen oder ukrainischen Sprache (ab B2-Niveau), gültige Arbeitserlaubnis und ein erweitertes Führungszeugnis ohne Eintrag. Darüber hinaus müssen die Bewerber eine Grundlagenschulung absolvieren, die durch das KI koordiniert wird. Die Laien-Sprachmittler erhalten eine Aufwandsentschädigung für die Übersetzungsarbeit von 15 Euro pro angefangene Stunde. Interessierte richten Fragen beziehungsweise ihre Bewerbungen an: Robin Palm, Kommunales Integrationszentrum, Berliner Platz 22, 58089 Hagen, Telefon 02331/207-3851, E-Mail robin.palm@stadt-hagen.de.


Weitere Hilfsangebote

Das Engagement und die Hilfsbereitschaft der Hagenerinnen und Hagener sind überwältigend. Eine Übersicht zum sicheren Spenden finden Interessierte auf der Seite des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen unter www.dzi.de. Sachspenden benötigt die Stadt Hagen aktuell nicht. Bürgerinnen und Bürger, die privaten Wohnraum anbieten oder andere Ideen und Angebote an die Stadt Hagen richten möchten, steht der digitale Direktkontakt auf www.hagen.de zur Verfügung. Hier finden Interessierte außerdem weitere Informationen und Antworten auf die wichtigsten Fragen.