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Stellungnahme der Stadt Hagen zur Berichterstattung in der WP/WR-Lokalausgabe Hagen vom 9. März 2022 unter der Überschrift „Rückschlag für den Umweltschutz“

9. März 2022 – 1.) Den Rücktritt von insgesamt sechs Mitgliedern des Naturschutzbeirates, der ein wichtiges Fachgremium zur internen Beratung der Unteren Naturschutzbehörde darstellt, nimmt die Stadt Hagen mit großem Bedauern zur Kenntnis. Die Stadtspitze bedauert zudem, dass es im Vorfeld dieses Schrittes nicht den Versuch gegeben hat, im Rahmen eines Gespräches mögliche Irritationen aus dem Weg zu räumen. Eine Neuaufstellung des Gremiums wird seitens der Verwaltung zeitnah angegangen.


2.) Die Behauptung, bei Stadtspitze und Politik gebe es eine „Geringschätzung von Umwelt- und Klimathemen“, weist die Stadt Hagen mit Entschiedenheit zurück. Nur beispielsweise sei an dieser Stelle auf die von Politik und Verwaltung vorangetriebene, millionenschwere Stärkung des ÖPNV hingewiesen sowie auf die weitreichenden, von der Verwaltung auf den Weg gebrachten Klima- und Umweltschutz-Standards für das künftige Bauen in Hagen.


3.) Zu Behauptungen und Anwürfen des Naturschutzbeirates etwa in Bezug auf die Einbindung in Beratungen von Fachgremien oder die Rolle des für Umweltfragen zuständigen Dezernenten hat es am 23. Februar 2022 eine Anfrage seitens der WP/WR gegeben. Diese hat die Pressestelle der Stadt Hagen am 4. März 2022 umfangreich beantwortet. Die Beantwortung hat in die Berichterstattung der WP/WR vom 9. März 2022 bedauerlicherweise keinen Eingang gefunden. Zum besseren Verständnis sind die genannten Fragen und Antworten dieser Stellungnahme beigefügt.


4.) Die Behauptung der Vorsitzenden des Naturschutzbeirates, Frau Selter, bei einer Begehung des Geländes am Hohenhof „…sei dem Naturschutzbeirat versichert worden, es werde „hier und da“ ein Baum gefällt…“ ist falsch. Richtig ist, dass dezidiert auf alle zu fällenden Bäume seitens der Fachverwaltung bei besagtem Ortstermin am 23. September 2021 hingewiesen worden ist.


5.) Die Behauptung der Vorsitzenden des Naturschutzbeirates, Frau Selter, sie habe erst bei Facebook von der vorgesehenen Baumfällung am Weißenstein in Hohenlimburg erfahren, ist unwahr. Mit Mail vom 16. Dezember 2021 hat die Untere Naturschutzbehörde Frau Selter auf diese geplante Verkehrssicherungsmaßnahme hingewiesen. Eine entsprechende Vorlage seitens der Verwaltung hätte am 25. Januar 2022 in der regulären Sitzung des Naturschutzbeirates diskutiert werden können. Auf Wunsch der Vorsitzenden, Frau Selter, wurde die Sitzung jedoch am 18. Januar 2022 abgesagt. Zusammen mit der Absage wurde den Mitgliedern des Naturschutzbeirates die Vorlage zur Kenntnis gegeben. (Drucksachennummer 0012/2021: FFH-Gebiet DE-4611-301 Kalkbuchenwälder bei Hohenlimburg: Durchführung einer Verkehrssicherungsmaßnahme in 2022, öffentliche Mitteilung)