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Oberbürgermeister Erik O. Schulz (7.v.li.) konnte heute Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert (5.v.li.) im Hagener Rathaus begrüßen. (Foto: Marius Noack/Stadt Hagen)

Vielfältige Potenziale und Herausforderungen: Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert in Hagen zu Gast

16. März 2022 – „In keiner anderen Kommune in Nordrhein-Westfalen leben so viele Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte wie in Hagen; was mit Chancen, aber auch vielen Herausforderungen für unsere Stadtgesellschaft verbunden ist, die wir nur mit Unterstützung des Landes bewältigen können.“ Mit diesen Worten wandte sich Oberbürgermeister Erik O. Schulz an Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKFFI) während ihres heutigen Besuchs im Kommunalen Integrationszentrum (KI) Hagen.


Ein Besuch, der auch im Zeichen des Ukraine-Konflikts stand. Türkeli-Dehnert informierte sich über die aktuelle Situation in Hagen, wie unter anderem der neu gegründete Fachbereich Integration die unvermindert hohe Anzahl an Flüchtlingen aus der Ukraine bearbeitet und ob und wie das Land unterstützen kann. Sozialdezernentin Margarita Kaufmann machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass die Stadt selbstverständlich ihre Aufgaben bei der Aufnahme von Geflüchteten wahrnehmen werde. Wies zugleich aber darauf hin, dass es für Hagen beispielsweise eine enorme Kraftanstrengung bedeutet, die länger bleibenden Kinder und Jugendliche zu beschulen und vorschulische Angebote anzubieten. „Angesichts der schon heute angespannten Lage in den Schulen müssen wir auf flexible und pragmatische Lösungen setzen“, so Kaufmann, „die vom Land mitgetragen werden müssen.“ Güler Kahraman, Leiterin des KIs, wies nach der Vorstellung und den aktuellen Aufgaben des KI darauf hin, „dass wir mit unseren Angeboten Menschen mit einer Einwanderungsgeschichte bei der maximalen Teilhabe unterstützen.“ Kahraman betonte aber auch die Herausforderungen durch die Pandemie, die Flut und den aktuellen Krieg in der Ukraine, denen sich das KI aktuell ebenso stelle, „um die Menschen in der Situation mehrsprachig zu erreichen und zu unterstützen.“ Kaufmann betonte am Ende des Austausches noch einmal, „dass auch die vergleichsweise hohe Zuwanderung aus Südosteuropa nach Hagen ohne eine aktive Unterstützung durch das Land nicht zu bewältigen sei.“ Türkeli-Dehnert sicherte zu, alle angesprochenen Themen in die Arbeitsebene zu tragen.