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Das Ordnungsamt der Stadt Hagen führt gemeinsam mit weiteren Behörden regelmäßig Kontrollen durch. (Foto: Stadt Hagen)

Regelmäßige Kontrollaktion: Behörden überprüfen sieben Immobilien

16. März 2022 – Unter Federführung der Dienststelle Ordnungsbehördliche Aufgaben des Ordnungsamtes der Stadt Hagen haben der Stadtordnungsdienst, die Polizei Hagen, die Ausländerbehörde, die Abteilung Bauordnung, das Jobcenter und die Wohnungsaufsicht am gestrigen Dienstag (15. März) erneut eine gemeinsame Kontrollaktion durchgeführt. Im Fokus der Kontrollen standen unter anderem Problemimmobilien, Überbelegung von Immobilien, Leistungsmissbrauch, Vernachlässigung der Schulpflicht, Zuwanderung sowie eine mögliche Müll- und Schädlingsproblematik. Insgesamt hat das Team sieben Objekte überprüft. Aufgrund baulicher und brandschutztechnischer Mängel muss ein Objekt noch einmal gesondert überprüft werden.


Kontrolle des Meldestatus und der Schulpflicht

Von 179 in den Objekten gemeldeten Personen wurden 103 Personen ausländer- und einwohnermelderechtlich überprüft. Elf Personen wurden angetroffen, die unter der jeweiligen Anschrift nicht gemeldet sind. 14 Personen, welche seit einiger Zeit nicht mehr unter der jeweiligen Adresse wohnhaft sind, werden von Amts wegen abgemeldet und ihre Leistungen entsprechend eingestellt. Fünf Personen, die Leistungen vom Jobcenter erhalten, konnten nicht angetroffen und müssen nochmals überprüft werden. Das Team traf auf vier Kinder und Jugendliche, die sich nicht in der Schule befanden und aufgrund des bestehenden Verdachtes der Schulverweigerung dem Kommunalen Integrationszentrum sowie dem Fachbereich Bildung der Stadt Hagen mitgeteilt werden.


Wohnraumstärkungsgesetz: Wohnmängel festgestellt

In den Immobilien registrierten die Einsatzkräfte insgesamt vier Mängel, die nach dem Wohnraumstärkungsgesetz verfolgt werden. Mängel wie nicht verschließbare Hauseingangstüren, eine fehlende Wohnungstür sowie eine fehlende Treppenstrebe wurden entsprechend erfasst. In drei Fällen informierten die Einsatzkräfte den Hauseigentümer beziehungsweise die Hauseigentümerin über eine Müllproblematik, in einem weiteren Objekt stellten sie einen Mäusebefall fest. Da für ein weiteres Objekt eine Nutzungsuntersagung existiert, wurde das Gebäude entsprechend versiegelt. In zwei weiteren Fällen besteht der Verdacht auf illegale Prostitution, die entsprechenden Personen werden zukünftig noch einmal genau überprüft und kontrolliert.


Die Polizei führte neben diversen Personenabfragen und Gesprächen Ermittlungen hinsichtlich des Aufenthaltes einer zur Fahndung ausgeschriebenen Person durch. Außerdem führte sie Ermittlungen bezüglich eines Haftbefehls für eine Person durch, welche in einem der kontrollierten Gebäude gemeldet ist.


Bei diesen regelmäßig stattfindenden Kontrollen überprüften die Behörden seit dem Jahr 2015 insgesamt 844 Immobilien, in denen 23.049 Personen gemeldet waren. Insgesamt trafen sie 944 nicht gemeldete Personen an. Seit 2021 stellten sie in 77 Fällen die Schulpflicht vernachlässigende Kinder und Jugendliche fest.