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Ukraine-Krieg: Unterbringung von Geflüchteten große Herausforderung für die Stadt

17. März 2022 – Der Infopoint der Stadt Hagen für geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer registrierte und beriet bislang 774 Menschen. 271 Personen davon sind von der Stadt untergebracht worden. Das Team des Infopoint weiß zudem von 230 weiteren Personen, die zwar vorübergehend privat unterkommen konnten, aber absehbar ebenfalls eine Unterbringung durch die Stadt benötigen.


Die weiter steigenden Zahlen von Geflüchteten aus der Ukraine kann Deutschland nur durch vereinte Kraftanstrengung von Bund und Ländern bewältigen – so das Bundesinnenministerium. Vor diesem Hintergrund startet ab der kommenden Woche die zentrale Zuweisung von geflüchteten Menschen an die Kommunen auf Grundlage des sogenannten Königsteiner Schlüssels. Dieser regelt anhand von Größe und Steueraufkommen eines Bundeslandes, zu welchem Anteil das jeweilige Bundesland Geflüchtete aufnehmen muss.


Auf diese Weise werden ab Anfang nächster Woche zahlreiche weitere Ukrainerinnen und Ukrainer in Hagen erwartet, die ebenfalls unverzüglich untergebracht werden müssen. „Es ist für uns eine zunehmend größer werdende Herausforderung“, sagt Sebastian Arlt, Ordnungsdezernent und Leiter des Krisenstabs der Stadt Hagen. „Wir müssen daher jetzt zu allererst den Menschen eine Unterkunft bieten, die uns vom Land zugewiesen werden. Darüber hinaus werden wir weitere Menschen aus der Ukraine zunächst vorrangig im Rahmen von Familienzusammenführungen in unserer Stadt aufnehmen können.“


Nach der Unterbringung entstehen weitere dringende Bedarfe etwa an Kita- und Schulplätzen. „Auch in dieser Hinsicht müssen wir den geflüchteten Menschen gerecht werden. Wobei die Kapazitäten in Hagen wirklich sehr begrenzt sind. Auch das unterstreicht, wie sinnvoll die jetzt beginnende bundes- beziehungsweise landesweite Verteilung auf die Kommunen ist“, so Arlt. „Wir vertrauen darauf, dass im solidarischen Zusammenwirken aller Städte und Kommunen jeder geflüchtete Mensch die erforderliche Hilfe umgehend erhält und werden auch weiterhin dafür einstehen.“


Der Infopoint der Stadt Hagen steht geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern weiter hin montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr vor Ort oder unter Telefon 02331/207-5020 zur Verfügung. Informationen für Geflüchtete und Hagenerinnen und Hagener, die helfen möchten, finden Interessierte mehrsprachig auf www.hagen.de/ukraine-hilfe.