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Gewerbeflächenstrategie für ehemalige Dolomitfläche

13. April 2022 – Rund 30 Hektar ist sie groß – die ehemalige Dolomitfläche im Lennetal, auf der einst die Unternehmen Rheinkalk und Magnesita produzierten. Nachdem das Unternehmen RHI/Magnesita seine Flächen im Vorjahr nach der Betriebsstilllegung in Hagen an die Firma Hagedorn veräußerte und das Unternehmen Lhoist/Rheinkalk seine Flächen in die Vermarktung gab, beabsichtigen die Stadt Hagen und die HAGEN.WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG im Wege der Aufstellung eines Bebauungsplanes in der kommenden politischen Beratungsrunde eine Gewerbeflächenstrategie für diesen strategisch wichtigen Industriestandort auf den Weg zu bringen.


Diese Strategie wird berücksichtigen, dass durch die Ansiedlung von Panattoni, einem Full-Service-Entwickler für Logistikimmobilien, auf der Teilfläche Magnesita, die verbleibenden Flächenpotenziale der Rheinkalkfläche, ausschließlich für eine Bebauung von Industrieimmobilien für verarbeitende und produzierende Unternehmen vorgesehen sind.

Christopher Schmitt, Geschäftsführer der HAGEN.WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG, betont, dass die Möglichkeit für eine gewerbliche Ansiedlung auf der Dolomitfläche, auf Grund der Anfrage von Flächen in der Größenordnung von mehr als 3 Hektar für den betrieblichen Ausbau am Produktionsstandort Hagen, eine herausragende Bedeutung haben. „In den vergangenen zehn Jahren konnten in Hagen keine Flächenpotentiale größer 3 Hektar gehoben werden“, berichtet Burkhard Schwemin, der als einer der Geschäftsführer für die städtische Entwicklungsgesellschaft und Leiter der Unit HAGEN.AREAL einen Überblick über die gewerblich industrielle Flächenentwicklung in Hagen hat. Hagens Baudezernent Henning Keune und damit verantwortlich für die Bauleitplanung, erläutert, dass im Stadtgebiet überhaupt nur rund ein Viertel der industriell gewerblich zur Verfügung stehenden Flächen für emissionsintensive verarbeitende Industrie geeignet ist.

Die Stadt Hagen betont, dass die Dolomitfläche deshalb eine große Bedeutung für die industrielle Standortsicherung Hagens hat. Über die politische Zustimmung zu einer Gewerbeflächenstrategie, über die logistischen Tätigkeiten auf der Magnesitafläche ermöglicht werden können und die Rheinkalkflächen für eine ausschließliche Ansiedlung mit verarbeitendem industriellem Handeln von Unternehmen gesteuert werden kann, kann die Ansiedlung von Großlogistikern und Produktionsunternehmen über eine Nutzungsstaffelung über den Bebauungsplan gesteuert werden. Damit wird planungsrechtlich eine notwendige qualitative Bereitstellung auf den Rheinkalkflächen für verarbeitende industrielle Gewerbebetriebe gesichert.