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Das individuelle Case Management ist ein zentraler Bestandteil des Kommunalen Integrationsmanagements (Foto: Land NRW)

Integration in Hagen verbessern: Start des kommunalen Case Managements

2. Juni 2022 – Eingewanderte Menschen in Hagen durch individuelle Beratung und Unterstützung besser integrieren: Dieses Ziel verfolgt das kommunale Case Management im Rahmen des Landesförderprogramms Kommunales Integrationsmanagement (KIM), das am Dienstag, 7. Juni, bei der Stadt Hagen startet.


Das Case Management als zentraler Bestandteil des Kommunalen Integrationsmanagements berät und begleitet Eingewanderte individuell und rechtskreisübergreifend bei ihrer Integration und orientiert sich hierbei an den persönlichen Lebenslagen und Bedarfen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen in allen Bereichen, informieren über verschiedene Hilfsangebote in der Stadt und helfen so eingewanderten Menschen, sich schneller in Hagen einzuleben. Zunächst sind Eingewanderte aus der Europäischen Union, ihre Familienangehörigen sowie kriegsbedingt Geflüchtete aus der Ukraine angesprochen.


Um diesen Prozess kontinuierlich zu verbessern, überprüft das Case Management regelmäßig die bestehenden Strukturen und kann „Lücken“ oder Fehler im Ablauf feststellen. „Die Mitarbeitenden erleben in ihrer Praxis direkt an den Schnittstellen, was gut läuft und wo es Optimierungsbedarf gibt, um die Verwaltungsabläufe, aber auch die Integrationsprozesse in der Stadt zu verbessern“, erklärt Güler Kahraman, Abteilungsleiterin Kommunales Integrationszentrum bei der Stadt Hagen, wo das kommunale Case Management angegliedert ist.


Ab Dienstag, 7. Juni, können Interessierte montags bis donnerstags von 8 bis 15 Uhr unter Telefon 02331/207-5820 einen Beratungstermin im kommunalen Case-Management, Rathaus II, Berliner Platz 22, vereinbaren.


Bausteine des Kommunalen Integrationsmanagements

Unter der Federführung des städtischen Fachbereichs Integration, Zuwanderung und Wohnraumsicherung unterstützt das KIM in Hagen eine stärkere rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ämtern und Fachbereichen der Stadt Hagen und weiteren Akteurinnen und Akteuren in der Stadtgesellschaft. Das Kommunale Integrationsmanagement wird dauerhaft etabliert und umfasst drei Bausteine, die miteinander verknüpft sind: „Als erster Baustein agieren die Koordinierenden Stellen als Schnittstelle zwischen der Stadtverwaltung und den weiteren integrationsrelevanten Akteurinnen und Akteuren und koordinieren den Gesamtprozess. Die Stellen sind ebenfalls in der Abteilung Kommunales Integrationszentrum angesiedelt und erhalten Impulse des Case Managements zur Weiterentwicklung der intrakommunalen Zusammenarbeit in Hagen“, erläutert Natalia Keller, Leiterin des Fachbereichs Integration, Zuwanderung und Wohnraumsicherung der Stadt Hagen.


Den zweiten Baustein bildet das Case Management. Über den dritten Bestandteil werden zusätzliche Personalstellen in der Ausländer- und Einbürgerungsbehörde der Stadt Hagen zur rechtlichen Verstetigung der Situation von eingewanderten Menschen gefördert. Ihnen soll der direkte Zugang zu den Angeboten des gesamten Integrationsprozesses erleichtert werden. „Das Kommunale Integrationsmanagement bietet die Chance, durch die Optimierung von Integrationsprozessen vor Ort die Teilhabemöglichkeiten von eingewanderten Menschen zu verbessern“, unterstreicht Dr. Thomas Mittmann, KIM-Koordinator im Fachbereich Integration, Zuwanderung und Wohnraumsicherung der Stadt Hagen.


Das Programm Kommunales Integrationsmanagement wird vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.