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Der Jagdbeirat vertritt als beratendes Gremium die Interessen der beteiligten Verbände in den Themen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Jägerschaft und Naturschutz. (Foto: Stadt Hagen)

Vorstand des Jagdbeirates wiedergewählt: Mitglieder informieren über Regeln im Wald

10. Juni 2022 – Hans Karl de Myn und Hans-Jörg Braun vertreten weiterhin die Interessen des Jagdbeirates der Stadt Hagen. Die Mitglieder des Beirates haben den Vorsitzenden sowie den stellvertretenden Vorsitzenden im Rahmen ihrer letzten Sitzung einstimmig wiedergewählt sowie neue Mitglieder im Beirat begrüßt und verpflichtet. Der Jagdbeirat hat sich aufgrund vermehrter Vorfälle, bei denen Hunde Wild gerissen haben, auch mit den geltenden Verhaltensregeln in der Natur befasst und weist Bürgerinnen und Bürger darauf hin, sich unbedingt an diese Regeln zu halten.


Gefahr für Mensch und Tier

Für viele Menschen ist die Natur ein Raum für Entspannung, Erholung und Bewegung. Das gilt nicht nur für erholungssuchende Wanderer sowie Sportlerinnen und Sportler, sondern ganz besonders auch für Hundebesitzerinnen und -besitzer sowie ihre Tiere. Durch streunende und wildernde Hunde werden immer wieder Wildtiere verletzt oder getötet. Gerade in den Monaten März bis Juni bekommen viele wildlebende Tiere Nachwuchs. Trächtige Tiere sind aufgrund ihrer Körperfülle in ihrer Beweglichkeit und Ausdauer eingeschränkt und bei einem Angriff chancenlos. Außerdem stellen freilaufende Hunde für junges Wild eine sehr große Gefahr dar. Auch Sportlerinnen und Sportler können sich erschrecken, wenn plötzlich ein Hund vor ihnen steht.


Auch in der Natur gelten Regeln

Der Jagdbeirat vertritt als beratendes Gremium die Interessen der beteiligten Verbände hinsichtlich der Themen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Jägerschaft und Naturschutz und bittet alle Hundebesitzerinnen und -besitzer darum, die Regeln für das Führen von Hunden in Wald und Feld zu beachten. Laut Landesforstgesetz ist das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung in Nordrhein-Westfalen auf eigene Gefahr gestattet. Ausdrücklich verboten ist unter anderem das Betreten von Forstkulturen, Holzeinschlagflächen und Hochsitzen.


Im Wald müssen Hunde außerhalb von Wegen angeleint sein. Ausgenommen hiervon sind Jagd- und Polizeihunde im Rahmen ihrer Tätigkeit. Auf Waldwegen sind Spaziergänge mit freilaufenden Hunden erlaubt, solange diese auf dem Weg bleiben und auch bei Verleitung durch Wild jederzeit abrufbar sind. Zwar existiert für Hunde eine allgemeine Anleinpflicht, diese gilt allerdings überwiegend im innerörtlichen Bereich. Hunde mit einer Größe über 40 Zentimetern und einem Gewicht von mindestens 20 Kilo sind darüber hinaus auf allen öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen angeleint zu führen. Für so genannte „gefährliche“ Hunde und Hunde bestimmter Rassen gilt außerhalb von Privatgrundstücken eine grundsätzliche Anlein- und Maulkorbpflicht. Die zuständige Behörde kann auf Antrag eine Befreiung von dieser Verpflichtung erteilen, nachdem der Hund eine offiziell anerkannte Verhaltensprüfung bestanden hat. Als „gefährliche Hunde“ gelten nach dem Gesetz bereits alle Hunde, die einen Menschen auf gefährliche Weise angesprungen oder unkontrolliert Wild gehetzt haben.