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Bei dem Camp „Sprache natürlich erleben“ haben die Kinder und Jugendlichen gemeinsam Vogelhäuschen gebaut. (Foto: Franziska Michels/Stadt Hagen)

Erfolgreiches Feriencamp „Sprache natürlich erleben“ für Kinder mit Sprachförderbedarf

4. Juli 2022 – Sprache in der Natur aktiv und mit allen Sinnen erleben – Das war das Motto des zweiten Feriencamps „Sprache natürlich erleben“ für Schülerinnen und Schüler zwischen zehn und 15 Jahren mit Sprachförderbedarf, insbesondere für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche, von Montag, 27. Juni, bis Donnerstag, 30. Juni. Als Reaktion auf die begeisterten Rückmeldungen der Teilnehmenden aus dem ersten Camp in den Osterferien haben die Veranstalter – das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen und die AOK Nord West in Kooperation mit BiWaG e.V. Hagen – in der ersten Sommerferienwoche ein zweites Camp organisiert. Während die Schülerinnen und Schüler im Osterferiencamp aus unterschiedlichen Ländern kamen, kam die Mehrheit beim Sommercamp aus der Ukraine. Es waren aber auch Teilnehmende aus Syrien und Bulgarien dabei.


Der Camp-Tag startete mit einer gemeinsamen Fahrt vom Hagener Hauptbahnhof zur Gold Mountain Ranch. Zwei für Natur- und Erlebnispädagogik qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und eine Rumänisch- und Romanes-sprechende Bildungsmediatorin begleiteten und betreuten die Kinder und Jugendlichen von der Abfahrt bis zur Rückkehr zum Hauptbahnhof. Vor Ort war außerdem eine Ukrainisch und Deutsch sprechende Sprachmittlerin.


Das Camp-Projekt „Sprache natürlich erleben“ war für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen, die alle erst wenige Wochen oder Monate in Deutschland leben, ein zugleich lehrreiches und spannendes Lernabenteuer im Grünen, das Erlebnisse und Erfahrungen unter Einbezug aller Sinne bot. Auf dem Programm standen gemeinsame Erkundungs-Spaziergänge in Wald und Feld mit Kräuterkunde und Spurenlesen, kreative und handwerkliche Angebote wie das Schnitzen und das Bauen von Vogelhäuschen und Insektenhotels. Die Teilnehmenden lernten außerdem, wie man fachgerecht ein Lagerfeuer macht und dabei Feuersteine nutzt.


Neben der Förderung von Bewegung, Kreativität, Umweltbewusstsein, Naturerfahrung und des sozialen Miteinanders waren die Sprachförderung und Ernährungserziehung Schwerpunkte des Camps. So bereiteten sich die Kinder und Jugendlichen unter Anleitung gesunde und leckere Getränke und Mittagssnacks zu. In moderierten Gesprächsrunden konnten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits erworbene sprachliche Kompetenzen anwenden und festigen.


Alle teilnehmenden Kinder und Jugendlichen fanden das Camp sehr gelungen und würden es anderen Schülerinnen und Schülern, die noch nicht so gut Deutsch können, weiterempfehlen. Daher planen die Kooperationspartner, das Camp in Zukunft jedes Jahr als Beitrag zu einer erlebnisreichen Sprachförderung in Hagen anzubieten.