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Bei einer gemeinsamen Kontrolle überprüften das Ordnungsamt der Stadt Hagen, die SIHK sowie das Jobcenter Hagen 23 Betriebe auf Schwarzarbeit und erschlichene Sozialhilfe. (Foto: Manuel Kalau/Stadt Hagen)

Ordnungsamt, Jobcenter und Handwerkskammer kontrollieren 23 Betriebe

11. Juli 2022 – Schwarzarbeit und erschlichene Sozialhilfe – mit diesen Schwerpunkten führten das Ordnungsamt der Stadt Hagen, die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer (SIHK) sowie das Jobcenter Hagen auf Initiative des Stadtordnungsdienstes und der Handwerkskammer Dortmund in der letzten Woche gemeinsame Kontrollen durch. Das Team kontrollierte insgesamt 23 Betriebe unterschiedlicher Branchen mit einer zulassungspflichtigen handwerklichen Tätigkeit und überprüfte dabei 25 Personen.


Verschiedene Verstöße festgestellt

Für insgesamt drei der überprüften Betriebe war kein Meister bei der Handwerkskammer eingetragen. Die Inhaber müssen diesbezüglich Kontakt mit der Handwerkskammer aufnehmen. Vier weitere Betriebe mussten wegen des unerlaubten Ausübens des Handwerks beziehungsweise dem Fehlen einer verantwortlichen Person vorübergehend geschlossen werden.


Einer der Betriebe konnte am folgenden Tag, nachdem die Inhaber alle notwendigen Unterlagen bei der Handwerkskammer eingereicht hatten, wieder öffnen. Die vorübergehende Schließung eines Betriebes und die Einleitung entsprechender Verfahren von Handelskammer und Gewerbestelle ist nur der Erste von mehreren möglichen Schritten – Gegen einen Inhaber wurde eine Strafanzeige wegen eines gefälschten Meisterbriefes ein und ein weiterer Betrieb musste versiegelt werden, da bereits seit Oktober 2021 kein Eintrag bei der Handwerkskammer Dortmund vorliegt. Hier leiteten die Behörden ein Gewerbeuntersagungsverfahren ein. Bei dem vierten Betrieb konnten die Kolleginnen und Kollegen vor Ort keine verantwortliche Person antreffen.


Bei Überprüfungen der Mitarbeitenden wurde eine Person, nachdem ihr Betrieb vorübergehend geschlossen werden musste, arbeitend in einem anderen Geschäft angetroffen. Die vor Ort anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden bei unklaren Arbeitsverhältnissen durch Zoll und Jobcenter überprüft. Bei acht Personen leitete das Jobcenter Prüfverfahren wegen dem Verdacht auf Leistungsmissbrauch ein.