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Hochwasserschutz ganzheitlich betrachten sowie Risiken und Potenziale über Stadtgrenzen hinaus erkennen: Das ist das Ziel der interkommunalen Hochwasservorsorge zwischen Hagen und dem Märkischen Kreis. (Foto: Hans Blossey)

Interkommunale Hochwasservorsorge: Stadt Hagen und Städte im Märkischen Kreis streben Kooperation an

26. September 2022 – Hochwasservorsorge muss über Stadtgrenzen hinweg gedacht werden: Das hat die Hochwasserkatastrophe im Juli des Vorjahres schmerzlich vor Augen geführt. Auf Einladung von Oberbürgermeister Erik O. Schulz tauschten sich die Städte Hagen, Lüdenscheid, Kierspe, Meinerzhagen, Halver und Altena sowie die Gemeinden Schalksmühle und Nachrodt-Wiblingwerde bei einem gemeinsamen Treffen zur interkommunalen Hochwasservorsoge im Hagener Rathaus an der Volme im September über Konzepte und Ideen zum Hochwasserschutz und entsprechende Kooperationsmöglichkeiten aus.


Nach Sachstandsberichten aus den einzelnen Städten und Gemeinden verständigten sich die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter darauf, Schnittstellen zu identifizieren, den Informationsaustausch zu optimieren und in Sachen Hochwasserschutz besonders auf operativer Ebene zu kooperieren. So sollen dynamische Hochrechnungen der Gewässer zwischen dem Märkischen Kreis und der Stadt Hagen ausgetauscht werden, um ein detaillierteres Bild potentieller Risiken erhalten zu können. Dabei sollen auch mögliche Kaskadeneffekte, die Auswirkungen eines Geschehens oder einer Maßnahme am oberen Lauf eines Fließgewässers auf dessen weiteren Verlauf haben, betrachtet werden. Ziel ist es, dass alle beteiligten Kommunen sowie Bereiche den Hochwasserschutz ganzheitlich betrachten können und Risiken und Potenziale über die Stadtgrenzen ersichtlich werden. Hieraus sollen weitere Kooperationen auf operativer Ebene entstehen.