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Stehen, fahren, bremsen: In der Skate-School am Bodelschwinghplatz lernen die Kinder den Umgang mit einem Skateboard. (Foto: Charlien Schmitt/Stadt Hagen)

Sport, Kreativität, Beratung: Stadt Hagen bietet vielfältige Angebote für Kinder und Jugendliche in Wehringhausen

24. November 2022 – Wer in Wehringhausen nach Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche sucht oder qualifizierte Unterstützung in verschiedenen Lebenslagen benötigt, der wird schnell fündig. Mit Angeboten aus Bereichen wie der Schulsozialarbeit, dem Sport und der Kirche haben sich im Quartier schon seit vielen Jahren diverse Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zu einem festen Netzwerk etabliert.


Jeden Tag ist etwas los

Von der Skate-School am Bodelschwinghplatz, über vielfältige Kreativangebote gemeinsam mit dem Verein „Kunst vor Ort e.V.“, bis hin zur Hausaufgabenbetreuung: Die Vereine und Beteiligten vor Ort haben in enger Zusammenarbeit die Bedarfe des Stadtteils ermittelt und gemeinsam einen „Stundenplan“ erstellt. An allen sieben Tagen in der Woche stehen den Kindern, Jugendlichen und Familien in Wehringhausen diverse Anlaufstellen und Veranstaltungen zur Verfügung. „Der Stundenplan hat nicht nur den verschiedenen Angeboten im Stadtteil neuen Schwung verliehen“, sagt Benjamin Jost, Sozialpädagoge und Akteur im Quartier. „Auch die unterschiedlichen Vereine und Einrichtungen arbeiten seit unserem Austausch zu Beginn dieses Jahres noch viel enger als Netzwerk zusammen.“ Die Angebote wirken sich schon jetzt positiv auf die Kinder und Jugendlichen aus. Sie erlernen zum Beispiel neue soziale Kompetenzen, bauen Strukturen in ihren Alltag ein und können gemeinsam sportlich, spielerisch oder künstlerisch Sprachbarrieren und andere Herausforderungen überwinden.


Neben einem vielseitigen Freizeitangebot bieten die Akteurinnen und Akteure auch wichtige Beratungs- und Unterstützungsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene im Quartier an. Im „R]EACH[ – Treffpunkt für Jugendliche“ erhalten sie von den Mitarbeitenden der „Arbeit – Leben – Zukunft“ (ALZ) zum Beispiel Hilfe beim Verfassen von Bewerbungen oder bei der Vermittlung von Praktika.


Alle Angebote des „Stundenplans“ sind kostenlos und werden durch die Stadt Hagen sowie Gelder aus dem Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ und dem Projekt „Soziale Stadt Wehringhausen“ finanziell gefördert. Kinder und Jugendliche können jederzeit bei den verschiedenen Aktivitäten einsteigen. Eine Übersicht über die Angebote finden Interessierte auf der Internetseite www.soziale-stadt-wehringhausen.de/ unter dem Schlagwort „Stundenplan“.


Familiengrundschulzentren: Von der Kita in die Schule

Um den Übergang zwischen der Kindertagesstätte auf die Grundschule zu vereinfachen und Familien bei dieser Umstellung zu helfen, ist Hagen seit Sommer 2021 Projektkommune des Förderprogramms „Familiengrundschulzentren im Ruhrgebiet“, das durch das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird. Mit der Unterstützung der Familiengrundschulzentren werden außerdem ein chancengerechtes und gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen mit ihren Familien in Hagen gefördert und Eltern aktive Beteiligungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten angeboten.


Durch eine aktive Schulsozialarbeit in der aufregenden Phase der Grundschulzeit soll allen Schülerinnen und Schülern zusätzlich dieselbe Chance auf eine umfassende Schulbildung ermöglicht werden. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten an der Janusz-Korczak-Schule und an der Emil-Schumacher-Schule – den beiden Grundschulen im Stadtteil – zwei Schulsozialarbeiterinnen. Diese stehen Familien beratend zur Seite und helfen zum Beispiel beim Ausfüllen von Anträgen, beraten in Konfliktsituationen, unterstützen bei behördlichen Angelegenheiten oder informieren zu unterschiedlichen Angeboten im Stadtteil. Auch für den Alltag in der Schule spielen die Sozialarbeiterinnen eine wichtige Rolle: Sie stärken die Kinder unter anderem in sozialen, kulturellen und emotionalen Kompetenzen, führen mit ihnen Projektarbeit durch oder sind als wichtige Vertrauensperson in allen Angelegenheiten die richtige Ansprechpartnerin für die Kinder.


Familienbüro: Begleitung bis zur Volljährigkeit

Mit seiner zentralen Lage bietet das Familienbüro direkt am Wilhelmsplatz eine wichtige Anlaufstelle für Eltern und Familien mit Kindern im Säuglingsalter bis hin zur Volljährigkeit. Die Mitarbeiterinnen sind innerhalb des Stadtteils gut vernetzt und helfen Betroffenen zum Beispiel dabei, Anträge richtig auszufüllen und zu bearbeiten oder Fragen rund um das Thema Wohnen und Mieten zu beantworten. Außerdem unterstützen sie die Eltern im Stadtteil in allen wichtigen Angelegenheiten: vom Kindergarten- oder Schulbesuch, über Erziehungsfragen und die Vereinbarkeit von Kind und Beruf, bis hin zu Arztbesuchen und Behördengängen ist das Familienbüro die richtige Anlaufstelle. Das niedrigschwellige Angebot des Büros ist für alle Besucherinnen und Besucher kostenlos. Durch den Einsatz eines Übersetzungsprogramms und die enge Zusammenarbeit mit Sprachmittlerinnen und -mittlern des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Hagen können die Mitarbeiterinnen Betroffene auch über mögliche Sprachbarrieren hinaus beraten.